Scharmützel im Missbrauch-Prozess

Teisendorf/Wien - Bevor es heute im Prozess gegen den Pfarrer aus Teisendorf weitergehen konnte, geriet der Richter in den Fokus. Es wurde ein Befangenheitsantrag gestellt!  

Scharmützel im Missbrauchsprozess am Landesgericht Wiener Neustatt gegen einen Pfarrer aus Teisendorf: Laut dem Radiosender Bayernwelle wurde gegen den Richter ein Befangenheitsantrag gestellt.

Grund dafür ist, dass der Richter nach dem zweiten Prozesstag in das Auto der Staatsanwältin eingestiegen sein soll, da keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fuhren. Der Prozesstag endete nämlich erst um 1 Uhr nachts. Dadurch soll er sich einen finanziellen Vorteil verschafft haben, meldet der Radiosender.

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Es wird ernst für den Teisendorfer Pfarrer

Der Richter konnte über den Befangenheitsantrag selbst entscheiden - und lehnte ihn ab! Der Antrag wurde jedoch ins Protokoll aufgenommen und könnte im späteren Prozessverlauf laut Bayernwelle noch relevant werden.

Der Prozess wurde am Donnerstag mit der Vernehmung weiterer Zeugen und Sachverständiger fortgesetzt. Es geht um die Frage, ob der Pfarrer einen jungen Mann mit K.O.-Tropfen betäubt und dann missbraucht hat. Ihm wird daher laut Vergewaltigung, geschlechtliche Nötigung, sexueller Missbrauch und Körperverletzung zur Last gelegt. Ihm drohen laut ORF bis zu 10 Jahre Haft.

Anders als zunächst vorgesehen, wurde am Donnerstag kein Urteil gesprochen.

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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