Hat sich der Mörder bei der Tat selbst verletzt?

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Das Opfer: Ljubica K.

Salzburg - Im Fall der am Montagabend in Salzburg ermordeten Serbin gibt es neue Erkenntnisse. Möglicherweise hat sich der Mörder bei der Tat selbst an der Hand verletzt.

Am Montagnacht gegen 21:50 Uhr wurde in der Stadt Salzburg, an der Kreuzung St. Julien-Straße - Bergheimerstraße, eine 38-jährige serbische Staatsangehörige von einem bislang unbekannten Täter mit zwei Messerstichen in die Brust und in die Bauchgegend schwer verletzt. Das Opfer schleppte sich in das nahegelegene "Elmo-Cafe", wo es schließlich im Gastraum zusammenbrach. Die mehrstündige Notoperation im Landeskrankenhaus konnte die Frau nicht mehr retten. Der Stich in die Brustgegend verletzte eine Arterie des Herzens.

Ljubica K. hielt sich nach Polizeiangaben zuvor ebenfalls im "Elmo-Cafe" auf, ehe sie dieses in etwa gegen 21.20 Uhr aus unbekannten Gründen verließ. Als sie sich in das Cafe schleppte, stand ihr Pkw unversperrt in der Nähe des Lokals. Im Lokal konnte eine abgebrochene Messerklinge aufgefunden werden, welche vermutlich in der Kleidung des Opfers steckte und von ihr abgestreift wurde.

Zeugin beobachtete einen "Kampf"

Eine Zeugin, die sich am Mittwoch bei der Polizei meldete, hatte den Vorfall beobachtet. Sie gab an, dass sie zur Tatzeit mit ihrem Fahrrad aus Richtung Nelböckviadukt gekommen in Richtung Lehenerbrücke gefahren ist. An der Kreuzung zur Bergheimerstraße - also vor dem Elmokino - hat sie gesehen, wie ein Mann und eine Frau gestikuliert haben. Die Zeugin schenkte dem zunächst keine Bedeutung, hörte aber kurz darauf eine Frau um Hilfe rufen. Nachdem die Zeugin stehen geblieben war und sich umdrehte sah sie, dass die Frau mit dem Mann offensichtlich um ihre Handtasche "kämpfte". Nachdem es ihm nicht gelungen ist der Frau die Handtasche zu entreißen, wäre er in Richtung Bergheimerstraße davongelaufen. Dass die Frau bei diesem Vorfall mit einem Messer attackiert wurde, konnte die Zeugin von ihrem Standort aus nicht sehen, zumal sie auf Höhe der Bushaltestelle (vor der Lehener-Brücke) stand.

Aufgrund der glaubwürdigen Aussage der Zeugin und den weiteren Ermittlungsergebnissen geht die Polizei davon aus, dass es sich um Raubmord handelte. Ob der Täter das Messer nur aufgrund der Gegenwehr des Opfers eingesetzt hat oder es in der Absicht mitgeführt hat, um jemanden niederzustechen, kann derzeit nicht beantwortet werden.

Die Suche nach dem Täter oder der Tatwaffe verlief bisher erfolglos. Die Zeugin konnte ihn lediglich als so groß wie das Opfer und dunkelgekleidet beschreiben.

Ljubica K. war "sehr nett"

Die Kellnerin des Lokals indem das Opfer zusammenbrach, kannte die Frau und berichtete, dass sie schon öfter das Café besucht habe „und sehr nett war“, heißt es auf Salzburg24. Laut des Internetportals bestehe die Möglichkeit, dass der Täter der Frau auch gezielt aufgelauert habe könnte. Denn an jener Stelle, wo der Kampf um die Handtasche zwischen den beiden stattfand, wurde auch eine Kette des Opfers samt einem "Tiger"-Anhänger gefunden. Es sei bekannt gewesen, dass sie gerne Schmuck getragen und Geld bei sich hatte, sagte ein Polizeisprecher. "Die Frau war auch sehr beliebt bei den Menschen, die sie gekannt haben."

Polizeischüler auf der Suche

Polizeischüler suchen Mörder

Die Suche nach dem abgebrochenen Messerteil eingestellt. Auch Polizeischüler hatten sich daran beteiligt. "Wer den Messer-Griff findet, soll sich beim Landeskriminalamt melden", bat die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe.

Wer kennt dieses Fahrrad?

Da zur Tatzeit auch in unmittelbarer Nähe zum Tatort ein Herrenfahrrad auf der Straße gefunden wurde, besteht der Verdacht, dass es sich dabei um das Fahrrad des Täters handelt oder von diesem gestohlen wurde, so dei Polizei.

Beschreibung: Fahrrad der Marke CYCO Design Line, Alu 7005, Farbe grau/silber, 7-Gang Narbenschaltung Shimano Nexus, Federgabel TGS, Licht defekt (ohne Schutzglas und ohne Leuchtkörper), Narbendynamo, Gebäcksträger, Fahrradnummer 031049211, Fahrradsitz Marke Selle Royal.

Blutspuren ausgewertet - Hat sich der Täter an der Hand verletzt?

Von Tatortbeamten konnten Blutspuren gesichert werden, welche anschließend einer molekulargenetischen Untersuchung unterzogen wurden. Die erste Auswertung dieser Spuren ergab jetzt, dass es sich dabei nicht nur um Blutspuren des Opfers sondern möglicherweise auch des Täters handelt. Es besteht somit der Verdacht, dass sich der Täter bei der Tat selbst verletzt hat (Schnittverletzungen). Aus diesem Grund wird um Hinweise ersucht, bei welchen Personen eventuell Schnittverletzung an den Händen beobachtet werden konnten.

cz/bgland24/Polizei Salzburg

Quelle: BGland24.de

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