Regionale Vorteile für die Jugend

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Kreisjugendpfleger Klemens Mayer, JU-Kreisvorsitzender Maximilian Lederer, Julia Bauhofer, stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Nathalie Seidl und stellvertretender JU-Kreisvorsitzender Tobias Starnecker unterstützen die JugendCard BGL.

Teisendorf - Fast ein Jahr gibt es jetzt das Projekt der JU BGL mit der JugendCard. In einer aktuellen Veranstaltung blickte man auf den Erfolgskurs zurück.

Am 4. November 2010 startete das Projekt JugendCard und Jugendplattform Berchtesgadener Land. Auf Initiative des Amtes für Kinder, Jugend und Familien im Landratsamt und Kreisjugendpfleger Klemens Mayer wurde dieses Projekt in die Wege geleitet. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis einschließlich 29 Jahren können die JugendCard beantragen und die Vorteile und die polizeilich anerkannte Ausweisfunktion der Karte als Altersnachweis nutzen.

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Zu Beginn seiner Präsentation unterstrich Klemens Mayer die Intention hinter diesem Projekt für Jugendliche. Im Landkreis werden den Jugendlichen sehr viele gute und interessante Freizeitangebote zur Verfügung gestellt, so der Kreisjugendpfleger, dem jedoch bewusst ist, dass diese Angebote zu wenig bekannt sind. Er selbst ist seit 1990 am Landratsamt in Bad Reichenhall im Amt für Kinder, Jugend und Familien tätig. Mit der interaktiven Jugendplattform BGL will er den jungen Leuten die tollen Angebote näher bringen, indem er diese bündelt und ansprechend präsentiert. Zehn Premiumsponsoren und Verantwortungspartner unterstützen das Jugendprojekt mit einem nicht unerheblichen, jährlichen Kooperationsbeitrag. Bei der JugendCard BGL handelt sich um eine moderne Plastikkarte mit Magnetstreifen, die als Ausweis- und Vorteilskarte dient. Sie bietet mit einem integrierten Chip auch das Potential Einlassberechtigungen zu erteilen, wie sie bereits in vielen Schigebieten und deren Liften bekannt sind.

Mehr als 120 Vorteilsgeber ermöglichen den JugendCard-Inhabern Ermäßigungen und Rabatte im ganzen Landkreis und dieses Spektrum von Vorteilsgebern reicht von Sportgeschäften und Kinos, über Bäckereien und Gaststätten bis hinzu Schiliften und Fitnessstudios. „Ziel dieser landkreisweiten Vorteilskarte ist es auch, dass die Kaufkraft im Berchtesgadener Land bleibt“, führte Klemens Mayer aus und verwies auf die Internetseite www.jugendcard.de, auf welcher alle Vorteilsgeber, nach Branchen und Orten sortiert, zu finden sind. „Wir erkennen wieder den Trend beim Kaufverhalten, der vom Großen zurück ins Kleine geht“, erklärte Julia Bauhofer, was ihrer Meinung nach ein großer Pluspunkt für die JugendCard, welche auf regionale Unternehmen setze, sei. Ebenfalls arbeitet die Projektleitung im Landratsamt daran, eine Möglichkeit zu finden, den Jugendlichen auch Vorteile bei der Nutzung des Personennahverkehrs zu bieten. Bei einer Internetumfrage unter JugendCard-Inhabern wurde deutlich, dass sich die jungen Menschen wünschen, kostengünstig und sicher nach Hause zu kommen. Auch der Wunsch einer Ausweitung der Nachtschwärmerlinie mit Stichfahrten nach Salzburg Zentrum und Salzburg Himmelreich wurde sehr oft geäußert, so Klemens Mayer.

Anhand dieser Zielgruppenumfrage im Internet zeigt sich, dass mit der Jugendplattform auf www.jugendcard.de ein direkter Dialog und kurzer Draht nicht nur zu den Jugendlichen, sondern auch unter den Jugendlichen möglich geworden ist. Rund 8.000 Besucher und 70.000 Zugriffe alleine in diesem Jahr beweisen die hohe Nachfrage und rege Beteiligung an der Internetplattform der JugendCard. Um die Attraktivität am Projekt hoch zu halten und noch zu steigern, werden Gewinnspiele und aktuelle Aktionen auch auf der dazugehörigen Facebookseite angeboten. Da das Projekt schon über die Landkreisgrenzen hinaus zu Bekanntheit gelangt ist, hat sich die Stadt Kufstein und andere bayerische Landkreise bereits interessiert gemeldet, sich über das Projekt informieren zu wollen. Ebenso ist das JugendCard-Projekt im November auf der Berufsinformationsmesse (BIM) in Salzburg vertreten. „Eine weitere Perspektive ist unser Anschluss an die European Youth Card Association (EYCA), einem europäischen Netzwerk von Jugendkarten“, sagte Klemens Mayer und kann sich vorstellen, dass Freizeitangebote, wie etwa den Besuch von Museen oder anderen öffentlichen Einrichtungen, europaweit für Jugendkartenbesitzer ermäßigt zur Verfügung gestellt werden. In der anschließenden Diskussion wurde von den JU-Mitgliedern eine flexiblere Lösung bei den Nachtschwärmerlinien im Landkreis gefordert. Die JU stelle sich hier eine bessere Kooperation mit Taxiunternehmen vor, um mehr Ortschaften in der Breite im Landkreis erreichen zu können. Ebenso wurde mit dem Kreisjugendpfleger besprochen, wie man den bisherigen Anmeldevorgang zur JugendCard vereinfachen könnte.

Eine Anmeldung im Internet ist nach Ansicht der JU eine Vereinfachung, damit die jungen Leute als Ergänzung zu den bisherigen Annahmestellen, wie den Sparkassenfilialen oder Behörden, eine Online-Alternative zur Beantragung der JugendCard BGL nutzen können. Julia Bauhofer, derzeit als Praktikantin im Projekt tätig, berichtete, dass das JugendCard-Projekt auch durch Schulaktionen im Berchtesgadener Land vorgestellt wird und dort direkt die Möglichkeit zur Anmeldung besteht. Einige Schulen bieten sogar in ihren Sekretariaten eine Anmeldung an, was eine große Unterstützung des Projekts bedeute, so Julia Bauhofer. Klemens Mayer ergänzte noch, dass bei jeder Anmeldung auch bei „kurzen Wegen“ sichergestellt bleiben muss, dass die Kontrolle der Daten und Aktualität des Lichtbildes eingehalten wird. Der JU-Kreisvorsitzende Maximilian Lederer bedankte sich bei Kreisjugendpfleger Klemens Mayer und Julia Bauhofer für die sehr gute Präsentation und die aufschlussreiche Diskussion. „Dieses Projekt ist voller Zukunftspotential für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Berchtesgadener Land“, sagte Kreisrat Lederer und fügte hinzu, dass die JU Berchtesgadener Land voll und ganz hinter diesem Projekt stehe und es auch weiterhin unterstützen werde. „Je mehr junge Leute wir für die JugendCard BGL begeistern können, umso mehr Vorteilsgeber und Vorteile für die Jugend können wir nutzen“, zeigte sich der JU-Kreisvorsitzende aus Surheim sicher.

Pressemitteilung Junge Union Berchtesgaden

Quelle: BGland24.de

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