Wer hat die Rehköpfe verteilt?

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St. Leonhard/Wonneberg - Elf Rehköpfe wurden am vergangenen Wochenende im Ort ausgelegt. Die Polizei bittet um Hinweise auf den Täter.

Ein grausiges Bild bot sich einigen Bürgern von St. Leonhard/Wonneberg am vergangenen Wochenende. Im Ort verteilt lagen insgesamt elf abgetrennte Rehköpfe. Die Polizei schrieb in einer Pressemitteilung: "Die Rehköpfe wurden "öffentlichkeitswirksam ausgelegt." Hinweise auf die Täter hat die Polizei bislang noch nicht.

Der Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Wonneberg, Leonhard Strasser vermutet, dass es sich bei dem Täter um einen Jäger handelt. "Wer sonst treibt elf Rehköpfe auf. Es kann gut sein, dass es ein Jäger war, der die Köpfe zum Beispiel über einen längeren Zeitraum gesammelt und vielleicht eingefroren hat." Wer das genau gewesen sein könnte, kann der Jagdvorsteher auch nur vermuten. "Entweder es war nur ein dummer Streich, oder es war ein Jäger aus einem anderen Gebiet der irgendein Zeichen setzen wollte. Ich schließe aber auf jeden Fall aus, dass es ein Jäger aus dem Gebiet der Jagdgenossenschaft Wonneberg war."

Die Jagdgenossenschaft wird aus allen Grund- und Waldstückbesitzern in dem Gebiet Wonneberg (circa 1600 Hektar) gebildet. Seit 2010 wird das Gebiet in Wonneberg anders als in vielen anderen Gemeinden nicht mehr direkt an die Jäger verpachtet, sondern per Eigenbewirtschaftung werden Jäger "angestellt". Daraufhin gab es einige Fälle von Sachbeschädigung im Ort. Jägerstände wurden zersägt, Silo-Planen zerschnitten und Nägel in die Reifen von Gülle-Fahrzeugen gesteckt. "Ich will nicht sagen, dass dafür Jäger verantwortlich waren", so Strasser. "Der zeitliche Zusammenhang mit unserer Entscheidung auf Eigenbewirtschaftung umzustellen, ist aber schon erkennbar."

Die Jäger in seinem Gebiet kämen mit der Eigenbewirtschaftung der Genossenschaft gut zurecht, meint Strasser. "Uns Wald- und Wiesenbesitzern geht es nicht darum, möglichst viele Rehe zu schießen. Für uns ist allein der Erhalt der Natur wichtig. Und wenn die Baumbestände gefährdet sind, muss man den Wildbestand eben verringern. Damit unsere Enkel und Urenkel auch mit einem schönen Wald leben können."

Die Polizeiinspektion Laufen bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 08682 / 8988-0.

red/ch24

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