Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Surheimer Musikkapelle in Bestform

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Felix Hagenauer sen legte den Rechenschaftsbericht ab.

Saaldorf-Surheim - Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins wurde eines klar: Die Musikkapelle Surheim kann auf zahlreiche Konzerte im abgelaufenen Jahr zurückblicken.

Auf zahlreiche Konzerte und viele andere Aktivitäten im abgelaufenen Jahr kann die Musikkapelle Surheim zurückblicken. Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins ließen die Verantwortlichen das Musikanten-Jahr noch einmal Revue passieren und gaben einen Ausblick auf kommende Ereignisse. Zuvor schon wurde der Jahrtag mit einem Gedenkgottesdienst in der Surheimer Kirche begangen. Eine markante personelle Veränderung steht demnächst ins Haus, wenn Kapellmeister Bernhard Rehrl den Dirigentenstab an Felix Hagenauer jun. übergibt.

Jahreshauptversammlung der Musikkapelle

Zuhörer, die das gekonnt-professionelle Spiel der Kapelle genießen und bestaunen, werden sich keine Gedanken darüber machen, welch immenser organisatorischer Aufwand hinter solchen Veranstaltungen steht. Sehr wohl aber darüber nachdenken müssen die Verantwortlichen vom Förderverein, die für die logistische, organisatorische und finanzielle Planung und Abwicklung zuständig sind. „Ein kleiner Wirtschaftsbetrieb sei so eine Musikkapelle“, merkte denn auch Bürgermeister Ludwig Nutz in seinem Grußwort treffend an.

Die Jahreshauptversammlung des Fördervereins verschaffte Einblick in die vielfältigen Aktivitäten rund um die Musikkapelle.

Nach einem schneidigen Marsch der Jungmusiker begrüßte Fördervereins-Vorsitzender Felix Hagenauer sen. die Besucher im gut besetzten Lederer-Saal.

Dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder folgte der ausführliche Jahresbericht der Schriftführerin.

„Auf die stolze Zahl von 65 musikalischen „Einsätzen“ kann die Musikkapelle im abgelaufenen Jahr zurückblicken“, bilanzierte Katrin Stubhann. Ob die musikalische Umrahmung kirchlicher Feste und gemeindlicher Veranstaltungen, ob die Begleitung von Vereinsfesten und Jahrtagen, lang ist die Liste der Anlässe, zu denen die Musikanten „ausrückten“.

Hinzu kamen die eigenen Konzerte, wie das Frühlingskonzert zusammen mit der Südtiroler Trachtenmusik aus St. Jakob im Ahrntal, das Standkonzert im Surheimer Musikpavillon und das Doppelkonzert mit der Musikkapelle Wildenwart in Frasdorf. Mit der Primiz von Toni Unden durfte die Kapelle im vergangenen Juni ein ganz besonderes, weil sehr seltenes Ereignis, musikalisch begleiten. Abschluss und gleichzeitiger Höhepunkt des Musikantenjahres war wieder einmal das sehr gut besuchte und hochklassige Weihnachtskonzert am Stefanietag. Als Veranstalter des Surheimer Dorffestes durfte sich die Musikkapelle über viele Besucher freuen, die bei bestem Wetter zur Gaudi-Olympiade, zum Seilziehen oder einfach nur zum geselligen Beisammensitzen gekommen waren.

Zum guten Brauch gehört es auch, dass eine Musikanten-Abordnung zu runden Geburtstagen den Jubilaren ein Ständchen aufspielt, Hochzeiten ihrer Mitglieder musikalisch umrahmt und Verstorbenen die letzte Ehre erweist. Rund dreißig Mal fanden sich die Musikanten zu solchen Anlässen zusammen.

Neben diesen zahlreichen „Heimspielen“ begab sich die Musikkapelle auch 2013 immer wieder auf Reisen, so zum Bezirksmusikfest in Fridolfing, zum Gautrachtenfest in Trostberg oder zum Teisendorfer Faschingsumzug. Höhepunkt war die Teilnahme am Bundesmusikfest in Chemnitz, wo das Wertungsspiel mit hervorragender Leistung abgeschlossen wurde.

„Unsere Schriftführerin hat eigentlich schon alles gesagt“, meinte Vorsitzender Felix Hagenauer eingangs seines Berichts. Eingefallen sind ihm aber dann doch eine ganze Reihe von humorigen Gschichterln, die sich am Rande des Musikantenjahres abgespielt haben. „Ich wollt dene was von der Salzburger Kultur zeigen, aber die wollten zum Einkaufen in den Euro-Park“, erinnerte sich Felix Hagenauer etwa an den Besuch der befreundeten Musikanten-Familien aus St. Jakob. Oder: „Der Busfahrer wird in‘ Himmi kommen, weil alle Fahrgäste so für ihn gebetet haben“, wusste der Vorsitzende von einem wohl abenteuerlichen Vereinsausflug zum Kitzsteinhorn zu berichten.

„Ideen hab ich viele gehabt und ich hätte noch genug, aber jetzt ist es an der Zeit, dass ein anderer weiter macht“, deutete Kapellmeister Bernhard Rehrl im Rahmen seines Jahresberichtes den nahen Wechsel am Dirigentenpult an. Seit 2005 ist er Leiter der Musikkapelle, die sich unter seiner Verantwortung ein beachtliches musikalisches Niveau erspielt hat. Mit Felix Hagenauer jun. steht auch sein Nachfolger schon fest.

In seinem Ausblick auf bevorstehende Veranstaltungen hob Bernhard Rehrl das Wertungsspiel am 27. April hervor, zu dem bereits 15 Anmeldungen eingegangen seien.

Jugendleiter Martin Gaugler konnte berichten, dass es in Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schule gelungen sei, wieder mehr Kinder für die Musikkapelle zu begeistern. Neun Anfänger hätten es ermöglicht, unter Leitung von Johanna Maier eine zweite Jugendkapelle einzurichten. „Drei bronzene und fünf silberne Leistungsabzeichen haben die Jungmusiker letztes Jahr erworben“, berichtete Martin Gaugler, der im Musikbund selbst für die Abnahme der Prüfungen im Fach „Trommeln“ zuständig ist.

Die Finanzen stimmen“, so kann man das komplizierte Zahlenwerk, vorgetragen von Kassenwart Gerhard Rehrl, zusammenfassen und so sahen es auch die Anwesenden und entlasteten die Vorstandschaft.

In seinem Grußwort bedankte sich Pfarrer Roman Majchar für den Einsatz der Musikapelle bei kirchlichen Festen und Ereignissen. „Die Musikkapelle ist ein fester Bestandteil unserer Volkskultur und unseres Jahresablaufes“, unterstrich Bürgermeister Ludwig Nutz den Stellenwert für das Gemeindeleben. „Mit ihrem Können und ihrer musikalischen Vielseitigkeit bietet die Kapelle längst mehr, als reine Blasmusik alten Stils.“

Zusammen mit Felix Hagenauer nahm der Bürgermeister im Anschluss die Ehrung verdienter Mitglieder vor. 38 Jahren spielte Erwin Rottler bei der Surheimer Kapelle, ehe er jetzt seine aktive Musikerlaufbahn beendet hat. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Mit dem Goldenen Vereinsabzeichen und Urkunde für 40-jährige Mitgliedschaft im Förderverein wurden Angelika Gaßner, Harald Aichhorn und Josef Standl ausgezeichnet.

Das Vereinsjahr 2013 in Zahlen:

547 zahlende und 14 Ehrenmitglieder hat der Förderverein, 43 aktive Musiker spielen bei der Kapelle, dazu kommen 5 kleine Trommler und 4 Marketenderinnen. 24 Schüler sind in Ausbildung, 50 Proben mit einer durchschnittlichen Beteiligung von 68 Prozent wurden abgehalten. Bei 65 musikalischen und 4 sonstigen Terminen war die Kapelle im Einsatz. Neben der Musikkapelle bestehen zwei Jugendkapellen, Bigband, Weinmusi und D’Hefauer.

nh

Quelle: BGland24.de

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