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Zusammenhang mit Zugunglück von Garmisch

„Deutlicher Rückschritt“: Warum plötzlich keine Züge mehr in Tittmoning-Wiesmühl halten

In Tittmoning herrscht Rätselraten: In Wiesmühl halten keine Züge mehr - aber wie lange noch und warum? Ein „deutlicher Rückschritt“ für den Bürgermeister. Wir haben bei der Deutschen Bahn nachgefragt.

Tittmoning - „Angeblich aus ‚betrieblichen Gründen‘ halten in Wiesmühl keine Züge mehr“, beschwerte sich Barbara Forster von der Ökoliste vorige Woche im Stadtrat. „Und es hieß, zu Schulbeginn laufe wieder alles. Wir brauchen unsere Haltestelle unbedingt“, so Forster. Auch für Bürgermeister Andreas Bratzdrum (CSU) ein „deutlicher Rückschritt“. Ihm habe die Bahn mitgeteilt, dass die Untersuchungen, wegen der keine Züge zwischen Mühldorf und Freilassing in Wiesmühl halten, sogar ein Jahr andauern könnten. Wirkliche Klarheit herrschte im Stadtrat jedenfalls nicht...

Kein Halt am Bahnhof Tittmoning-Wiesmühl bis Mitte November

Seit 8. August herrscht am Wiesmühler Bahnhof kein Betrieb mehr. Und das wird auch noch einige Zeit so bleiben: „Nach aktuellem Stand bestehen die Einschränkungen bis voraussichtlich Mitte November“, so eine Sprecherin der Bahn auf Nachfrage von chiemgau24.de. Der Schienenersatzverkehr zwischen Fridolfing und Wiesmühl, mit zusätzlichem Halt am Tittmoninger Stadtplatz, muss also noch aufrechterhalten werden. Eine zusätzlich „bittere Pille“ in Forsters Augen: In den Bussen können keine Fahrräder mitgenommen werden.

Die Hintergründe sind im Zugunglück von Garmisch-Partenkirchen zu suchen. Anfang Juni entgleiste dort ein Regionalzug, fünf Menschen starben. Die Unfallursache ist noch nicht geklärt, aber es könnte einen Zusammenhang zu Materialfehlern in Schwellen geben - Schwellen, die auch zwischen Mühldorf und Freilassing verbaut sind. Nach Untersuchungen steht fest: 137.000 Schwellen bundesweit sind baugleich wie in Garmisch-Partenkirchen und müssen ausgetauscht werden. Daher müssen Züge auf den betroffenen Streckenabschnitten nun langsamer fahren.

Um die Anschlusszeiten in Mühldorf und Freilassing weiter einhalten zu können, fiel ein Halt auf dieser Strecke weg - eben Wiesmühl bei Tittmoning. „Der Ausfall war betrieblich am sinnvollsten und aktuell nicht anders umsetzbar“, so die Bahn-Sprecherin. Genauere Gründe, warum man sich für Wiesmühl und nicht für Fridolfing oder Kirchweidach entschied, werden nicht genannt. Auch die Frage nach Zustiegszahlen in Wiesmühl bleibt unbeantwortet, denn im Stadtrat war man sich sicher: „Laut Bahn war Wiesmühl einer der am besten angenommenen Haltestellen auf der Strecke“, so Bürgermeister Bratzdrum.

xe

Rubriklistenbild: © red

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