Goaßlschnalzer zu Gast in Tirol

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die Schnalzer aus Saaldorf, Surheim, Schönram und Waging, rechts der 1. Vorsitzende der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel Bernhard Kern, daneben Bürgermeister Rudolf Nagl und knieend Peter Pradstätter, Obmann der Axamser Kirchtagsschnöller.

Saaldorf - Die Schnalzer aus dem Rupertiwinkel besuchten jetzt die Kirchtagsschnöller Axams im Inntal und nahmen an den Tiroler Schnalzmeisterschaften teil.

Auf Einladung der „Kirchtagsschnöller“ Axams nahmen zwei gemischte Schnalzerpassen aus Saaldorf und Surheim sowie Schönram und Waging an den Tiroler Meisterschaften der „Goaßlschnöller“ in Axams südwestlich von Innsbruck teil.

Axams, beziehungsweise die Axamer Lizum, ist noch vielen Erinnerung von den Olympischen Spielen 1964 und 1976 in Innsbruck. 1976 siegte im Damenslalom bei den Olympischen Spielen Rosi Mittermaier.

Die Schnalzer aus dem Rupertiwinkel, angeführt vom Vorsitzenden der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel, Bernhard Kern wurden vom Obmann der „Kirchtagsschnöller“ Axams, Hans-Peter Pardstätter begrüßt. Es gibt auch geschichtliche Verbindungen zwischen Bayern und Axams in Tirol.

Bereits im 15. Jahrhundert wurde dort durch das Kloster Frauenchiemsee ein eigenes Frauenkloster gegründet. Anfang des 19. Jahrhunderts fand nahe Axams die legendäre „Schlacht am Berg Isel“ statt. Am Kirchweihsamstag machten sich die Rupertiwinkler Schnalzer zeitig in der Früh auf den Weg ins obere Inntal.

In Axams wurden die Rupertiwinkler von der Musikkapelle am Dorfplatz empfangen. Angeführt von der Ortsmusikkapelle bewegte sich dann ein Festzug zur Schnalzerwiese. Die bayerischen Passen eröffneten dann die Tiroler Meisterschaften mit zwei Durchgängen und einem Pasch. An den Meisterschaften beteiligten sich circa 220 Schnalzerinnen und Schnalzer.

Geschnalzt wird 30 Sekunden lang jeweils in Einser- Zweier- Dreier- oder Vierergruppen, wobei es auch bei den Tirolern speziell auf die Sauberkeit des Knalls sowie die Gleichmäßigkeit ankommt. Ihre Standplätze dürfen die „Schnöller“ während der Bewertung nicht verlassen. Durch die zeitliche Länge der Durchgänge ist viel Kraft und Ausdauer erforderlich und es ist für alle eine große Herausforderung. Fünf Preisrichter sitzen am Rand der Schnalzerwiese und geben dort ihre Bewertung ab, wobei die erzielten Punkte für alle sichtbar auf eine große Schiefertafel geschrieben werden.

An den Meisterschaften nahmen Schnalzerinnen und Schnalzer aus dem Tiroler Inntal, aber auch aus Süd- und Osttirol teil. Die unterschiedlichen Trachten mischten sich so zu einem bunten Bild. In Axams ist die Zeit des Schnalzens begrenzt, und zwar zwischen Maria Himmelfahrt und dem Kirchweihsonntag. Daher stammt auch der Name „Axamser Kirchtagsschnöller“.

Die Auftritte der Rupertiwinkler Schnalzerpassen wurden von den Besuchern mit viel Beifall belohnt. Zu Beginn des zweiten Durchganges am Nachmittag gaben die 18 Schnalzer aus Saaldorf, Surheim, Schönram und Waging nochmals einen „Pasch“ zum Besten.

Der Axamser Schnöllerobmann Hans-Peter Pradstätter und der Bürgermeister Rudolf Nagel beschenkten die bayerischen Schnalzer jeweils mit einem guten Tropfen. An den Vorsitzenden der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel Bernhard Kern überreichten sie die Gemeindechronik von Axams. Bernhard Kern überbrachte den Tirolern die Grüße aus dem Rupertiwinkel und lud diese zum großen Rupertigau-Preisschnalzen ein, welches am 23. Februar 2014 in Saaldorf stattfindet.

Nach der Preisverteilung am späten Nachmittag traten die bayerischen Schnalzer die Heimreise an, wobei sie sich einig waren, dass dies ein hervorragender Tag bei bestem Wetter war. Sie nahmen viele Eindrücke der herrlichen Landschaft und Umgebung aus dem Tiroler Inntal mit nach Hause.

pw

Quelle: BGland24.de

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