Das Lebenswerk von Wolfgang Ambros eindrucksvoll gewürdigt

"Olles Leiwand" zu Gast beim Kulturkreis

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Saaldorf - Der Surheimer Peter Mühlbauer hat sich mit seiner Band „Olles Leiwand“ mit Haut und Haar dem Lebenswerk von Wolfgang Ambros verschrieben. Nun gab er ein Konzert im Theatersaal.

„A Mensch mecht i bleib’n – und net zur Nummer mecht‘ i werd’n“, vor vierzig Jahren hat Wolfgang Ambros diesen Song das erste Mal gespielt. Der 63-Jährige wurde zu einem der Großen in der österreichischen Liedermacherszene und er ist sich und seinen Grundsätzen über die lange Zeit treu geblieben. Ein bekennender Fan und guter persönlicher Bekannter vom „Woiferl“ ist der Surheimer Peter Mühlbauer. Mit seiner Band „Olles Leiwand“ hat er sich dem Lebenswerk von W. Ambros gewidmet. „A großes Werk“ war dann auch der Konzertabend in Saaldorf überschrieben, der zu einer eindrucksvollen Hommage an den Wiener Künstler wurde.

„Ein besonderes Konzert an einem besonderen Ort“, begrüßte Kulturkreisvorsitzender Norbert Höhn die zahlreichen Gäste im gemütlichen Theatersaal an der Saaldorfer Schule. Um es vorweg zu nehmen: Das Publikum wurde tatsächlich Zeuge eines außergewöhnlichen Konzertabends, der nicht nur Lebensweg und Werk des Künstlers in allen Facetten ausleuchtete, sondern von Olles Leiwand auch musikalisch hervorragend und hochprofessionell in Szene gesetzt wurde. „Wolfgang Ambros hat mich mit seinen Songs und Balladen über viele Jahrzehnte begleitet und war in allen Lebenslagen für mich von wichtiger Bedeutung, deswegen will ich ihm zusammen mit meiner Band heute die Ehre erweisen“, schilderte Peter Mühlbauer eingangs sein Motiv für das lange geplante Konzert-Projekt. „Da Hofa“, mit diesem hintersinnig-kritischen Song aus dem Wiener Wohnblock-Milieu startete Olles Leiwand den musikalischen Teil. Für Wolfgang Ambros war es 1971 der erste große Hit, mit dem er schlagartig bekannt wurde. Der Song gilt heute als richtungsweisend für die österreichische Popularmusik, den sogenannten Austro-Pop. Für viele Ambros- Fans ist die Schlusszeile zu einem stehenden Begriff geworden: „Denn eines weiß ich ganz gewiss: Dass die Leich da Hofa is“.

Freilich fanden die großen Mitsing-Hits des W. Ambros auch ihren Platz an diesem Abend: Zwickts mi, Es lebe der Zentralfriedhof, Die Blume aus dem Gemeindebau, Langsam wochs ma zamm, Schifoan, um nur eine Auswahl der Songs zu nennen, die das geneigte Publikum Zeile für Zeile auswendig aufsagen und singen konnte. Es waren dann aber doch die eher unbekannten, die leisen, die nachdenklich stimmenden Lieder und Balladen, die den Reiz dieses Konzertabends ausmachten. Eindrucksvoll etwa der Song „A großes Werk“, der dem Programm seinen Namen gab und in dem Ambros die Bedeutung der kleinen Dinge, das Wertschätzen der eigenen Leistung oder das Verzeihen- und Vergessen-Können in wunderbarer Lyrik umschreibt: „Dann host das gschofft, dann host wos gmocht, dann host a grosses Werk vollbrocht!“.

Die leiseren Songs waren es dann auch, bei denen die musikalische Brillanz und die eingespielte Routine von Olles Leiwand besonderes zum Tragen kam. Mit seinen melodiösen Gitarrenläufen und Zwischenspielen gelang es Wolfgang Langwieder eindrucksvoll, die Stimmung der Songs zu untermalen. Dezent im Hintergrund und dennoch einfühlsam-präsent Robert Maier am Schlagzeug.

Dann natürlich Peter Mühlbauer: Wüsste man nicht genau, dass er es ist, könnte man ihm schon rein äußerlich gewisse Ähnlichkeiten mit seinem großen Vorbild zuschreiben. Schließt man dann auch noch die Augen, dann meint man tatsächlich, dem „Woiferl“ seine Stimme zu hören. Die musikalische Symbiose, welche Peter Mühlbauer mit Ambros eingegangen ist, verblüfft und fasziniert immer wieder aufs Neue. „Steh grod“, hieß das Lied, mit dem sich Olles Leiwand nach über drei Stunden und 35 gespielten Songs verabschiedete. Mit stehendem Beifall bedankte sich dann auch das begeisterte Publikum für einen wirklich außergewöhnlichen Konzertabend.

nh

Quelle: BGland24.de

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