Als "Umweltschule" ausgezeichnet

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Saaldorf-Surheim - Wegen ihrer Projekte zu „Klima und Ernährung“ und „Generationen verbindendes Lernen“ hat die Grundschule den Titel "Umweltschule" verliehen bekommen.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung und sehen sie als Belobigung und als Ansporn für die Arbeit der nächsten Jahre“, sagte Schulleiter Franz Eder anlässlich der Ernennung zur „Umweltschule Europa / Internationale Agenda 21-Schule“. Er wies auf die vielen Aktivitäten an der Saaldorf-Surheimer Grundschule hin, „mit denen wir uns die Auszeichnung erarbeitet haben“.

„Ohne Fleiß – und manchmal auch Schweiß – kein Preis“, umschrieb Franz Eder die vielfältigen Aktionen im Vorfeld der Bewerbung zur „Umweltschule“. Zu bearbeiten waren die beiden Projektthemen „Klima und Ernährung“ und „Generationen verbindendes Lernern“. Wie wurden die Projekte an der Saaldorf-Surheimer Schule umgesetzt? Franz Eder: „Seit diesem Schuljahr gibt es eine Arbeitsgemeinschaft „Umwelt / Schulgarten“ an den beiden Schulstandorten, wobei die neu angelegten und naturnah bewirtschafteten Schulgärten im Mittelpunkt der Projektarbeit stehen.“ Vom Vorziehen der Pflanzen, über die ständige Pflege bis zur Ernte und Verwertung der Nahrungsmittel sollten die Schüler die Grundlagen des Gartenbaues kennen und erfahren lernen. „Die Kinder entwickeln dabei eine höhere Wertschätzung für gesunde, selbst angebaute und regionale Produkte“, beschreibt der Schulleiter ein weiteres wichtiges Ziel. Marlis Garschhammer zählt einige Aktionen auf, die im Rahmen des Projekts umgesetzt wurden: Gründüngungssaat, Anlegen eines Komposthaufens, Unterrichtsgang in eine Gärtnerei, Vorziehen von Pflanzen im Klassenzimmer, Bepflanzung der Schulgärten mit einheimischen Pflanzen und Kräutern, gesunde Verarbeitung der Ernte beispielsweise zu Salaten, Gemüsesuppen oder Schnittlauchbroten. Bestandteil des Projekts war auch ein Besuch des Erlebnis-Bauernhofs Huber, wo sich Drittklässler im Brot backen versuchen konnten und die Viertklässler Frischkäse und Butter herstellten. Eine Arbeitsgemeinschaft beschäftigte sich mit der Frage, woher Bio-Obst und Bio-Gemüse aus dem Schulfrucht-Programm kommen. „Eine große Hilfe war es auch, dass sich Fachleute von außen am Projekt beteiligten“ lobte Franz Eder die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Gartenbauvereinen und zwei Gärtnermeistern.

„An unserer Schule ist es gute Tradition, das Wissen und die Erfahrung älterer Menschen zu nutzen und an die Schüler weiterzugeben“, bezog sich Eder auf den zweiten Projektteil. Als Schwerpunkte aus dem zu Ende gehenden Schuljahr nannte er dabei die Förderung des Lesens und Erhalt und Förderung der heimischen Kultur. So kamen im Rahmen der Lesewerkstatt einmal pro Woche Lesemütter, -omas, -opas in die Schulen, um den Kindern vorzulesen und mit ihnen Texte zu bearbeiten. Zusammen mit Michael Ofensberger vom Förderverein Bairische Sprache und Dialekte wurde das Kinderbuch „Da boarische Max und Moritz“ bearbeitet und einer öffentlichen Lesung von Schülern vorgetragen. Am „Unsinnigen Donnerstag“ waren Schnalzer an beiden Schulhäusern zu Gast, um den Brauch zu erklären und den Schülern den Umgang mit der Goaßl zu erklären.

Die Grunschule Saaldorf-Surheim ist nun "Umweltschule"

Ob Adventskranz- und Palmbesenbinden mit den Obst- und Gartenbauvereinen, Adventsbasteln mit Schülermüttern oder ein Lehrgang im „Fahrrad flicken“, die Liste der Projekt relevanten Themen ließe sich anhand der eingereichten Wettbewerbs-Unterlagen lange fortsetzen. „Für die Auszeichnung zur Umweltschule hat es jedenfalls gereicht“, freute sich Franz Eder und vergaß nicht, sich bei allen zu bedanken, die zu dieser Ehrung ihren Beitrag geleistet haben. „Es ist unsere Aufgabe unsere Schülerinnen und Schüler Natur kennenlernen zu lassen und die Freude am sozialen Tun zu vermitteln. Für beides haben wir in Saaldorf-Surheim gute Voraussetzungen“, hob Eder hervor.

nh

Quelle: BGland24.de

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