„Firmung ist Ende und Anfang zugleich“

109 Jugendliche vom Bischof gefirmt

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Saaldorf-Surheim - Es war ein Festtag für die Pfarrgemeinden St. Martin und St. Stephan, als 109 Jugendliche aus der Hand des Bischofs das Sakrament der Firmung erhielten.

„Junge Menschen sollen fähig sein, über Glauben selber sprechen zu können, ihren Glauben zu bekennen und weitergeben zu können“, so umschrieb Bischof Wolfgang Bischof das „Projektziel Firmung“. Es war ein Festtag für die Pfarrgemeinden St. Martin und St. Stephan, als 52 Saaldorfer und 57 Surheimer Jugendliche aus der Hand des Bischofs das Sakrament der Firmung erhielten.

Innerlich gut vorbereitet und fein herausgeputzt versammelten sich am Vormittag die Saaldorfer Firmlinge zusammen mit ihren Paten und Angehörigen vor der Grundschule. Auf der „Fototreppe“ konnten sie dann gleich die Tugend der Geduld üben, verzögerte sich doch die Ankunft der hohen Geistlichkeit um einige Zeit. Angeführt von Musikanten der Steinbrünninger Blaskapelle ging es anschließend im Festzug zur Kirche, wo Pfarrer Roman Majchar die Jugendlichen begrüßte: „Im Jahr des Glaubens soll die Firmung ein Tag sein, den ihr nie vergessen werdet und der euch euer Leben lang begleiten wird.“ „Jesu Tawa Pano – Jesus, mir sand do“, sang der Gospel-Chor unter Leitung von Maria Anna Wimmer ein afrikanisches Lied zur Einstimmung.

In seiner kurzweiligen und humorvoll vorgetragenen Predigt sprach Bischof Wolfgang Bischof die Jugendlichen immer wieder direkt an. „Euch heute firmen und dann nicht mehr sehen lassen, das kann’s nicht sein“, ging er auf die durchaus realistischen Aspekte dieses Festtages ein. „Was ist Firmung, Ende oder Anfang?“, fragte der Geistliche und kleidete die Antwort in ein Bild. „Die Firmung ist das Ende eines Projekts, welches mit der Taufe begonnen hat und auf dessen Wegstrecke die Meilensteine erste Beichte und erste Kommunion liegen.“ Gleichzeitig symbolisiere dieser Tag aber auch den Anfang eines Weges, auf dem jeder in „seiner Sprache“ über den Glauben sprechen solle. „Für uns als christliche Gemeinde ist es Aufgabe „Andockpunkte“ für die unterschiedlichsten Menschen zu schaffen, wo sie sich in Glaubensfragen wiederfinden.“

Einzeln traten die Firmlinge dann vor den Altar, um das Sakrament zu empfangen. Ein feierlicher und offenbar auch eindrucksvoller Augenblick für die jungen Damen und Herrn, denn der Aufforderung des Bischofs, ihren Namen laut zu sagen, begegneten die meisten mit einem kaum vernehmbaren Flüstern. Wesentlich lebendiger ging es beim Sekt-Empfang und beim Buffet im Pfarrheim her, wo sich die Firm-Gesellschaft anschließend zusammenfand.

Am Nachmittag wiederholten sich die Firm-Feierlichkeiten in ganz ähnlicher Form in Surheim. Und als sich allmählich auch die letzten Firmpaten mit ihren Schützlingen auf den Weg zu ihrem „weltlichen“ Unternehmungen machten, musste man unweigerlich an den Karl Valentin und seinen „Firmling“ denken: „Ich war auch einmal jung, vielleicht jünger als du!“

nh

Quelle: BGland24.de

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