CSU nominiert Bernhard Kern

+
von links: CSU-Ortsvorsitzender Markus Wallner, CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber, Bürgermeisterkandidat Bernhard Kern und Bürgermeister Ludwig Nutz.

Saaldorf-Surheim - Die CSU hat Bernhard Kern mit deutlicher Mehrheit als Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in Saaldorf-Surheim nominiert.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Gasthaus Lederer in Surheim wählten die Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Saaldorf-Surheim Bernhard Kern aus Saaldorf mit überwältigender Mehrheit zum Bürgermeisterkandidaten der CSU für die Kommunalwahl 2014. Bürgermeister Ludwig Nutz hatte schon im März in der Mitgliederversammlung intern bekanntgegeben, dass er nicht mehr für eine weitere Amtszeit von 6 Jahren kandidieren will.

CSU Ortsvorsitzender Markus Wallner zeigte sich hocherfreut, dass trotz der Tropenhitze so viele Mitglieder zur Versammlung gekommen waren und sich einige Mitglieder auch schon im Urlaub befanden. Besonders begrüßte Markus Wallner Bürgermeister Ludwig Nutz sowie die CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber, Bezirksrat Georg Wetzelsperger und die CSU-Kandidaten für den Bezirks- und Landtag Richard Grassl aus Ramsau und Markus Fröschl aus Trostberg.

Warum Ludwig Nutz nicht wieder antritt

Auch den Ehrenvorsitzenden der CSU Saaldorf-Surheim Martin Prechtl sowie den Kreisvorsitzenden der Jungen Union Maximilian Lederer und den JU-Ortsvorsitzenden Simon Seyfferth konnte Markus Wallner willkommen heißen. Er bat Bürgermeister Ludwig Nutz um ein Fazit seiner nun schon 17-jährigen Amtszeit als 1. Bürgermeister und um Information, warum er im nächsten Jahr nicht mehr als Bürgermeister kandidieren will. Ludwig Nutz sagte, dass er nach reiflicher Überlegung zu der Überzeugung gekommen war, für eine weitere Amtszeit von sechs Jahren nicht mehr zu kandidieren.

Seit 30 Jahren bin ich in der Kommunalpolitik aktiv, als Gemeinderat, 2. Bürgermeister und nun schon seit 17 Jahren als 1. Bürgermeister. Albert Rott, Martin Seidl und Georg Grabner mussten damals ihre ganze Überredungskunst in die Waagschale werfen, um ihn zu einer Kandidatur als Bürgermeister zu bewegen, so Ludwig Nutz. Seine Entscheidung damals hat er in keiner Weise bereut, die Zusammenarbeit im Gemeinderat war hervorragend und er konnte sich auf eine tüchtige Verwaltung verlassen, so Ludwig Nutz.

Er konnte auf die Loyalität des damaligen 2. Bürgermeisters Franz Rehrl zählen und auch der jetzige 2. Bürgermeister Franz Singhartinger und 3. Bürgermeister Albert Gaugler stellen ihre Arbeit für die Gemeinde über Parteigrenzen hinweg in den Vordergrund. Zu den Gründen seines Rückzuges sagte Ludwig Nutz, dass ein solches Amt, das ihn rund um die Uhr fordert auch seinen Tribut zollt. Trotzdem hat sein Verzicht nichts mit Amtsmüdigkeit zu tun. Jedoch bleibt das Familienleben auf der Strecke, es bleibt wenig Zeit zum Regenerieren und auch der Gesundheit ist dieser Full-Time-Job nicht förderlich. Würde er nochmals zum Bürgermeister gewählt, wäre er in sechs Jahren dann schon fast 70 Jahre alt. Wenn die Bürger sagen, „schade dass er aufhört“, ist es allemal besser, als wenn die Leute sagen würden „wann hört er denn endlich auf“, so Ludwig Nutz. Er geht in dem Bewusstsein, dass er in seiner Amtszeit nicht nur verwaltet sondern die Gemeinde auch gestaltet hat.

Entwicklung der Gemeinde

Bernhard Kern ist für ihn ein Top-Kandidat, der es in seinem beruflichen Leben schon vielfach bewiesen hat, dass er die großen Herausforderungen meistern kann. In einer Power-Point-Präsentation führte Ludwig Nutz den anwesenden Mitglieder nochmals die Entwicklung der Gemeinde Saaldorf-Surheim in seiner Amtszeit vor Augen. Saaldorf-Surheim hat die jüngste Bevölkerungsstruktur im Landkreis, die Bevölkerungspyramide ist stimmig. Viele Projekte konnten verwirklicht werden, so der Radewegebau, die Schaffung von Bauland für junge Familien, wobei bereits 107 Bauparzellen zur Verfügung gestellt werden konnten. 13 Hektar Gewerbegrund konnte veräußert werden und 94,5 Prozent der Einwohner sind mittlerweile an das gemeindliche Kanalnetz angeschlossen. In seiner Amtszeit wurden drei neue Kindergärten eingeweiht und in den Gewerbegebieten Helfau I-IV wurden 800 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Mit der neuen Bahnüberführung konnte ein entscheidender Sicherheitsgewinn für die Verkehrsteilnehmer erzielt werden und an die damit einhergehende Ortsumfahrung von Obersurheim ist auch das Gewerbegebiet Helfau bestens angebunden. Bei der Steuerkraft und Umlagekraft liegt Saaldorf-Surheim mittlerweile im Landkreis sehr gut im Rennen. Das ist möglich dank der Betriebe und der Neuansiedlung von Firmen. Markus Wallner dankte dem Bürgermeister für seine Ausführungen, er hat in seiner Amtszeit die Gemeinde maßgebend mitgeprägt und seine vorbildliche Amtsführung war anerkannt weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus. Für die Wahl des Bürgermeisterkandidaten wurde dann ein Wahlausschuss gebildet. Als Vorsitzende wurde die CSU-Kreisvorsitzende Michaela Kaniber bestimmt, ihr standen Franz Rehrl aus Leustetten und Johann Hainz aus Obersurheim zur Seite.

Keine leichte Nachfolge

Bernhard Kern sagte zu den Mitgliedern und Gästen, dass es nicht leicht ist, in die Fußstapfen von Ludwig Nutz, einem erfahrenen und routinierten Bürgermeister und Kommunalpolitiker zu treten. Er ist sich dieser großen Herausforderung bewusst und wird alles dafür tun, um der Kandidatur für das Amt des 1. Bürgermeisters gerecht zu werden. Zum Abschluss seiner Vorstellung sagte Bernhard Kern, „Wenn man seinem Leben eine neue Richtung geben will, dann kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an“. Diesen hält er jetzt für gegeben und bat um Unterstützung und Vertrauen in seine Person. Zum Ende dieser Woche hat Bernhard Kern auch eine eigene Internetseite. Die Adresse ist www.bernhard-kern.de

Seine Ausführungen kommentierten die Anwesenden mit Respekt und großem Beifall. Die Kreisvorsitzende Michaela Kaniber führte dann die schriftliche und geheime Wahl durch. Von den 30 stimmberechtigten Mitgliedern votierten 29 für Bernhard Kern, bei einer Enthaltung. Die Anwesenden gratulierten Bernhard Kern zu dem überwältigenden Vertrauensbeweis und Bürgermeister Ludwig Nutz lobte das einmütige Votum. Er sicherte Bernhard Kern seine volle Unterstützung für die kommenden 9 Monate bis zur Kommunalwahl zu. Als Kreisvorsitzende gratulierte Michaela Kaniber Bernhard Kern als erstem nominierten Bürgermeisterkandidaten im Landkreis. Sie lobte ihn als wichtigen Wegbegleiter in der Kreisvorstandschaft der CSU und sicherte ihm ihre volle Unterstützung zu.

Auch der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Maximilian Lederer gratulierte Bernhard Kern, wünschte ihm alles Gute und bat auch die Gedanken der JU mit ins kommende Wahlprogramm mit aufzunehmen. Ortsvorsitzender Markus Wallner bat die Mitglieder, Bernhard Kern bei seiner Kandidatur nach besten Kräften zu unterstützen. In kurzen Großworten stellten sich dann Bezirksrat Georg Wetzelsperger sowie die Kandidaten für den Landtag, Markus Fröschl aus Trostberg und für den Bezirkstag Richard Grassl aus Ramsau den Mitgliedern vor. Im Anschluss an die Wahl konnte der Ortsvorsitzende dann noch eine Ehrung vornehmen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der CSU überreichte er Viktor Steiner aus Saaldorf eine Ehrenurkunde sowie die Ehrennadel des Ortsverbandes.

wip

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser