Interview mit Peter Mühlbauer von "Olles Leiwand"

"Ich war bei 300 Ambros-Konzerten!"

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Ähnlichkeiten: Peter Mühlbauer und Wolfgang Ambros 2011 in Wien

Saaldorf - Der Surheimer Peter Mühlbauer hat sich mit seiner Band „Olles Leiwand“ dem Lebenswerk von Wolfgang Ambros verschrieben. Wir haben mit ihm nach seinem Konzert im Theatersaal gesprochen:

Nach dem Konzert unterhielt sich unser Mitarbeiter Norbert Höhn mit Peter Mühlbauer, der nicht nur ein Fan von Wolfgang Ambros ist, sondern ihn auch persönlich sehr gut kennt.

„Ein großes Werk“ - mit der Hommage an Wolfgang Ambros hast Du eine lang gehegte Idee musikalisch verwirklicht und einem großen Künstler ein kleines Denkmal gesetzt. 

Mühlbauer: Es war mir ein Bedürfnis, diesem Mann die Ehre zu erweisen, dem es selber gerade nicht so gut geht  (Anmerkung: Wolfgang Ambros hat sich einer Rückenoperation unterziehen müssen und hat deshalb in nächster Zeit alle Konzerttermine, u.a. auch in Traunreut, abgesagt). Ich danke dem Kulturkreis, mir diese Möglichkeit geschaffen zu haben und auch meinen Bandmitgliedern Robert Meier und Wolfgang Langwieder. Es war schon ein schwieriges, anspruchsvolles Programm und ich bin stolz darauf, wie wir es verwirklicht haben.

Olles Leiwand spielt sonst vorwiegend Hits von Wolfgang Ambros und anderen Größen der Austro-Popszene. Diesmal waren viele Songs eher unbekannt und nachdenklich stimmend. 

Mühlbauer: Für mich sind genau diese Lieder die Wichtigen. Ich mag den Begriff Austropop auch nicht so gern. Früher nannte man sie Liedermacher, das war mir lieber.

Wie habt Ihr heute auf der Bühne die Stimmung im Publikum erlebt? 

Mühlbauer: Ich hätte nicht geglaubt, dass die Leute so aufmerksam sind. Anscheinend haben sie gewusst, worauf sie sich einlassen. Und bei den Hits ist ja auch richtig Stimmung aufgekommen. Es war so, wie wir es uns gewünscht haben. 

Kannst Du etwas über Deine persönliche Beziehung zu Wolfgang Ambros erzählen? 

Mühlbauer: Ich habe den Wolfgang Ambros in den 80iger Jahren über eine Freundin aus Freilassing kennen gelernt. Als ich eine Afrika-Reise geplant habe, hat er mich und meine Familie zu sich nach Hause eingeladen. Er war sehr hilfsbereit. Wir haben schon zusammen Geburtstag gefeiert, waren Schifahren. Wir sind keine Freunde, aber wir sind gute Bekannte, würde ich sagen. Ich war wohl bei circa 300 Konzerten von Wolfgang Ambros dabei. 

Was schätzt Du an ihm, seinem Lebensweg und seinem Werk ganz besonders? 

Mühlbauer: Ich mag seine Gradlinigkeit, seine Aufrichtigkeit. Ich habe einen Song über ihn geschrieben, der heißt "Immer da". Darin heißt es "Dein Zorn und deine Wahrheit, die haben mir soviel gegeben". Damit ist alles gesagt. Und darum heißt unsere CD auch "Zurn & Woaheit".

Was wünschst Du Wolfgang Ambros und welchen Rat würdest Du ihm als guter Freund geben?

Mühlbauer: Ich werde dem Wolfgang Ambros keine Ratschläge geben. Er ist älter und sicher viel erfahrener als ich. Aber ich würde mir was von ihm wünschen: Ein richtig gutes Alterswerk, so wie es Bob Dylan abliefert.

Interview: Norbert Höhn

Quelle: BGland24.de

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