Pressemeldung Schutzverband Rupertiwinkel

Schutzverband rechnet mit verkehrsreichen Wochenenden

Freilassing - Der Steit um den Fluglärm am Salzburger Flughafen geht in die nächste Runde: Nun nimmt der Schutzverband Rupertiwinkel Stellung zu den jüngsten Veröffentlichungen bezüglich des Salzburger Flughafens.

Aufgrund der jüngsten Aussagen in der Bilanzpressekonferenz des Salzburger Flughafens und der Reaktion des Flughafens auf den Brief des Freilassinger ersten Bürgermeisters und Vorsitzenden der Fluglärmkommission trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe des Schutzverbandes zu einer außerordentlichen Sitzung. 

Kein Dialog mit bayrischen Vertretern

Gemeinsam stellten Robert Judl und Bettina Oestreich fest, dass sie beide es waren, die der neuen Geschäftsführerin Bettina Ganghofer nach der Pressekonferenz des letzten Jahres die Hand gereicht hatten. „Seitdem hat kein Kontakt mehr stattgefunden, also wie kann dann der Flughafen behaupten, dass das Verhältnis zwischen Salzburg und den benachbarten Gemeinden ein sehr gutes ist und die Gesprächsbasis deutlich verbessert wurde, da kann der Flughafen lediglich die österreichischen Gemeinden meinen.“

„Und wenn der Flughafen behauptet, dass er die Start- und Landerichtung nicht beeinflussen kann, so müssen wir dem widersprechen, denn der Flughafen hat genau zwei Einflussmöglichkeiten: 

  • Die erste ist die Einflussnahme bei Verhandlungen mit den Fluggesellschaften, der Flughafen könnte ja fordern, dass nur technisch ausgestattete Luftverkehrsflugzeuge und geschulte Piloten am Flughafen Salzburg landen dürfen. 
  • Außerdem sitzt der Flughafen in der deutsch-österreichischen Fluglärmkommission, und wenn der Flughafen davon spricht, dass dort Entlastungsmöglichkeiten besprochen werden, dann können wir nur feststellen, dass die beschlossenen Entlastungsmöglichkeiten von der zuständigen österreichischen Flugsicherung konsequent verweigert werden und die Vertreter des Flughafens sich grundsätzlich in Schweigen hüllen und die Anliegen der bayerischen Vertreter in keinster Weise unterstützen.“ 

Des Weiteren beschäftigte sich die Arbeitsgruppe noch mit dem Winterflugplan und den tatsächlichen Flugbewegungen. Am Samstag den 16.Februar und 23.Februar sind laut Flugplan 241 beziehungsweise 244 Flugbewegungen geplant, gibt Bettina Oestreich bekannt. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass zu den im Flugplan ausgewiesenen kommerziellen Flügen noch bis zu 33 Prozent an Flugspuren dazu kommen (Vergleich Flugplan Februar 2018 und tatsächliche Flugspuren), dann hätten wir bis zu 325 Flugbewegungen. Noch dazu kommen all die Flugbewegungen, die als Flugspur nicht erfasst werden.“ erläuterte Peter Blahak. 

Ungleiche Investitionsverteilung

Zum Schluss empörten sich alle noch über das Investitionsverhalten des Salzburger Flughafens und damit der Eigentümer, das Landes und die Stadt Salzburg: „2 bis 3-stelllige Millionenbeträge werden für den neuen Tower (16 Millionen), die Sanierung der Piste (60 Millionen), das neue Instrumentenlandesystem im Norden und jetzt auch noch für das neue Terminalgebäude (120 Millionen) ausgegeben, aber seit Jahrzehnten kein Cent für eine Infrastruktur zur gleichwertigen Nutzung beider Pistenrichtungen. Aber solange Deutschland die Hauptbelastung über sich erduldet und das seit Jahrzehnten, besteht ja kein Anlass, Geld für solche Einrichtungen in die Hand zu nehmen.“

Pressemitteilung Schutzverbands Rupertiwinkel

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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