"Schadstoffe kennen keine Grenzen"

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Prof. Dr. Bernhard Zimmer, dritter Bürgermeister von Piding, Cyriak Schwaighofer Landessprecher der Salzburger Grünen, Elisabeth Hagenauer Kreis- und Stadträtin aus Freilassing und Bernhard Carl, Gemeinderat der Stadt Salzburg

Salzburg/Freilassing - Das geplante Hackschnitzelheizkraftwerk soll mit dem Fernwärmenetz in Salzburg verbunden werden. Damit wird zukünftig aktiv Klimaschutz betrieben.

Biomassenutzung und Biogaseinspeisung in das Erdgasnetz ist im Salzburger Land längst Standard, ebenso die Nutzung der Sonnenwärme. Dafür boomen in Bayern die Photovoltaikanlagen und viele Landkreise haben Beschlüsse für eine baldige Energiewende gefasst.

Während in Salzburg die kommunalen, öffentlichen Energieversorger die Vorgaben der Politik erfüllen, sind in Bayern vor allem die staatlichen Förderungen Triebfeder der Energiewende. Grüne Politiker auf beiden Seiten der Grenze möchten gern das Eine mit dem Anderen verknüpfen, um somit insgesamt schlagkräftiger dem Klimawandel begegnen zu können.

Kreis- und Stadträtin Elisabeth Hagenauer initiierte das Treffen mit dem Landessprecher der Grünen, Cyriak Schwaighofer, an dem auch Bernhard Carl, Gemeinderat der Bürgerliste Salzburg sowie Pidings dritter Bürgermeister Prof. Dr. Bernhard Zimmer teilnahmen. Klima- und Energiepolitik kann nur erfolgreich sein, wenn vor allem die Schranken in den Köpfen fallen, war sich die Runde einig.

Es sei nicht entscheidend, wer wo etwas Gutes tut, sondern dass etwas geschieht, denn Schadstoffe kennen keine Grenzen. Unter den schädlichen Folgen leidet eine ganze Region, nicht nur eine Nation. Aus diesem Grund vereinbarten die Grünen Politiker die Aufmerksamkeit auf das Positive zu richten und dies auch in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich zu verbreiten.

Cyriak Schwaighofer, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Salzburger Landtag, kündigte einen neuerlichen Vorstoß seiner Fraktion für eine verbesserte Förderung der Photovoltaik an. Das Beispiel Bayern beweise: "Dort wo gezielt gefördert wird, wird Zukunft gesät und wächst die Wirtschaft." Im Berchtesgadener Land kommen auf einen Einwohner 127 Watt Sonnenstromanlagen, während es in Österreich nur 4 Watt sind.

Entsprechend bleibt das Geld in der Region und Arbeitsplätze im Mittelstand und Handwerk werden geschaffen. Genauso sieht es Prof. Bernhard Zimmer auf der anderen Seite am Beispiel Grasgaseinspeisung und Hackschnitzelnutzung im Salzburger Land. Die klaren Vorgaben in der Politik und die Umsetzung durch die örtlichen Energieversorger in Salzburg sichern Arbeit und Wohlstand. Gleichzeitig wird aktiv Klimaschutz betrieben.

Jedes vermiedene Gramm CO² (Kohlendioxid) begrenzt den Temperaturanstieg auf diesem Planeten und sichert den künftigen Generationen ihr Dasein, so der Professor. Er bemängelte, dass die privaten Großkonzerne in Deutschland sinnvolle Ansätze, wie die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz behindern, was in Salzung seit längerem Usus sei. Hier wird das Nützliche mit dem Notwendigen verbunden. Möglich sei dies nur durch den direkten Zugriff der verantwortlichen Politiker auf die Energieversorger.

In Deutschland machen die Energiekonzerne die Musik und die Politik läuft hinterher. Cyriak Schwaighofer fordert klare Rahmenbedingungen durch die sowohl auf Bundes- wie auf Landesebene verantwortliche rot-schwarze Regierungskoalition: "Österreich braucht ein Ökostromgesetz, das Investoren über viele Jahre Sicherheit gibt. Nur wenn Investitionen langfristig planbar sind, fließen auch Mittel in nennenswerter Höhe".

Kreisrätin Elisabeth Hagenauer erläuterte am Beispiel Freilassing, welche Dynamik mittlerweile der Kreistagsbeschluss, den Landkreis Berchtesgadener Land mit regenerativen Energien zu versorgen, entwickelt. Allein in Freilassing sollen demnächst drei Millionen Liter Heizöl durch Waldhackgut ersetzt werden, die ca. 30.000 Tonnen CO² im Jahr einsparen. Ein erster und richtiger Schritt für eine nachhaltige Energieversorgung. Dass bei diesem Projekt erneuerbare Energieträger forciert werden, begrüßt auch Bernhard Carl. Als Gemeinderat der Stadt Salzburg erscheint ihm die Lösung im Verbund mit Salzburg noch sinnvoller.

Pressemeldung GRÜNE/Bürgerliste Freilassing

Quelle: BGland24.de

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