Ein Schwan als exotischer Gast im Tierheim

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Ein Schwan als ungewöhnlicher Gast im Tierheim Freilassing (v.l.n.r.): Roman Niederberger (SPD-Kreisvorsitzender), Lilli Helminger (Leiterin Tierheim Freilassing), Adelheid Rupp (SPD-Landtagsabgeordnete), Isabella Zuckschwerdt (SPD-Stadt- und Kreisrätin)

Freilassing - Die SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp besuchte das Tierheim Freilassing und musste feststellen, dass es große Probleme mit der Unterbringung exotischer Tiere gibt.

Der Trend zur Haltung exotischer Tiere stellt das Freilassinger Tierheim vor schwierige Herausforderungen: von der Leguanart Bartagame über zahme Ratten bis hin zum Schwan erstreckt sich das Spektrum der Bewohner. Wie das Heimteam unter der Leitung von Lilli Helminger damit zurecht kommt und wie sich das vor kurzem neu eingeweihte Katzenhaus bewährt, konnte eine Besuchergruppe der SPD in der vergangenen Woche bei einer Visite im Tierheim erfahren.

Für die SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp war es nach Bad Reichenhall das zweite Tierheim, dass sie im Berchtesgadener Land besuchte. „Als Betreuungsabgeordnete der SPD für den Landkreis, aber besonders als Vizepräsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes ist es für mich Ehrensache, alle Tierheime in der Region zu besuchen“, begründete sie ihr Engagement. Begleitet wurde sie von der Laufener Stadt- und Kreisrätin Isabella Zuckschwerdt und dem SPD-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger.

Zum Glück bleibe die Zahl der abgegebenen Hunde und Katzen seit einiger Zeit stabil und steige nicht an, erklärte Tierheimleiterin Lilli Helminger. Sehr positiv sei auch, dass im Vergleich zu anderen Gemeinden die Zahl der ausgesetzten Tiere sehr niedrig sei. Kritisch betrachtet Lilli Helminger hingegen die zunehmende Haltung exotischer Tiere: „Oft sind die Käufer mit solchen Tieren wie großen Schlangen und Spinnen auf Dauer überfordert. Als Tierheim stellt uns dann die Aufnahme vor große Herausforderungen“, erklärte sie. Aufgrund des Neubaus des Katzenhauses könne man nun das alte Haus für andere Kleintiere nutzen, was die Situation deutlich verbessert hat.

Adelheid Rupp interessierte sich für die finanzielle Situation des Heims und fragte nach, ob auch beim Tierschutzverein eine sinkende Spendenbereitschaft zu registrieren sei. „Auch wir tun uns schwerer als früher. Wir freuen uns darüber, dass wir das neue Katzenhaus trotz einer immer angespannten Finanzlage finanzieren konnten“, antwortete die Heimleiterin. Von Roman Niederberger auf die Kriterien des Freilassinger Tierheims bei der Vergabe an neue Besitzer angesprochen, bestätigte Lilli Helminger die strenge Linie des Heims. „Das bringt uns zwar manche Kritik ein, aber dafür haben wir auch so gut wie keine Rückgaben. Wir bemühen uns immer, für die Tiere die beste Unterbringung zu finden“, stellte sie dar. Beim Rundgang durch das Haus wies sie auch auf das Angebot des Heims hin, Tiere über eine gewisse Zeit in Pflege zu nehmen. Die Kosten liegen dabei für Hunde zwischen 10 und 12 Euro am Tag.

Mit sichtlicher Freude präsentierte die Tierheimleiterin das neue Katzenhaus. Endlich gebe es genügend Platz für eine eigene Station, um erkrankte Tiere von den anderen Bewohnern zu trennen. Möglich sei die Investition auch aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den fünf Gemeinden im nördlichen Landkreis gewesen. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem neuen Katzenhaus denkt man nun darüber nach, auch eine neu Bleibe für die Hunde in der Einrichtung zu schaffen.

Einen sehr ungewöhnlichen Gast hat das Tierheim momentan untergebracht: einen Schwan vom Chiemsee. Das zahme Tier wurde offenbar von Menschen aufgezogen und dann dort ausgesetzt. Der Schwan ist nicht in der Lage sich selbst zu ernähren und hat nach langer Suche bis auf weiteres eine Bleibe in Freilassing gefunden. „Wir sind aber intensiv auf der Suche nach einer anderen Unterbringungsmöglichkeit“, erklärte Lilli Helminger.

Bevor es für die Sozialdemokraten mit einer Sprechstunde im SPD-Bürgerbüro weiterging, bedankten sie sich herzlich bei Lilli Helminger für den großen persönlichen Einsatz und wünschten ihr weiter alles Gute bei Ihrer Arbeit für die Tiere in der Region.

SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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