Ein schwieriges Jahr für die FWG Heimatliste

Bert Enzinger (1. Vorsitzender), Dietmar Eder (Schriftführer), Bettina Oestreich (2. Vorsitzende), Thomas Ehrmann (Schatzmeister), Fritz Braun (Beisitzer)

Freilassing - Ein kräftezehrendes und aufreibendes Jahr musste die FWG Heimatliste bewältigen, das nur mit deutlichen Aussagen zu meistern war.

„In den letzten Monaten haben wir uns sehr intensiv für ein vernünftiges Energiekonzept eingesetzt und dafür von der Mehrzahl der Bürger Lob und Anerkennung geerntet.“, betonte Bert Enzinger. „Ich freue mich auch, dass die Initiatoren des Bürgerbegehrens weiterhin in unserer Stadt politisch aktiv sein wollen und dass dies in den Reihen der Freien geschehen soll.“ Mit einer etwas veränderten Vorstandschaft und vielen neuen Ideen will die FWG Heimatliste ihren Erfolgskurs auch im kommenden Jahr fortsetzen.

Als anerkannter Vordenker mahnte Bert Enzinger zu Beginn seiner Einführung an, dass wir unsere Zukunft nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten müssen. „Die Aufgabe der Politik ist, auf die Gesellschaft einzugehen und mit ihr Neues zu bewältigen.“. Erschreckt zeigte er sich über ein „Kastendenken“ im Stadtrat. „Das Gremium muss zwar letztlich die notwendigen Entscheidungen treffen. Dies kann jedoch nur in enger Abstimmung mit dem Bürger geschehen.“, stellte Enzinger klar. Ferner warf er die Frage in den Raum, ob ein ständiges Mehr an Konsum das erstrebte Ziel des Wohlstandes sei oder ob es nicht besser wäre, ganz einfach mit Freunden gut in Freilassing leben zu können. „Die Wirtschaft muss zum Wohle aller beitragen.“ Ein Reichtum, der zum Großteil auf Wachstum gründet, welcher Natur, Umwelt, Menschen und Gemeinschaft beschädigt, sei nicht länger hinnehmbar. Wohlstand beginne erst da, wo das Wachstum endet.

Bert Enzinger (1. Vorsitzender), Dietmar Eder (Schriftführer), Bettina Oestreich (2. Vorsitzende), Thomas Ehrmann (Schatzmeister), Fritz Braun (Beisitzer)

Anschließend erinnerte Bettina Oestreich als Schriftführerin an die Aktivitäten der Gruppierung im vergangenen Jahr und hob einen erfreulichen Mitgliederzuwachs hervor. Sie ließ nochmals Veranstaltungen mit hochkarätigen Referenten wie Susanne Socher von „Mehr Demokratie in Bayern e.V.“ sowie Waldkritiker Peter Wohlleben und den Fachberatern Manfred Reuß und Alois Zimmermann Revue passieren. Als zukünftige Betätigungsfelder nannte Oestreich die Lebensmöglichkeiten Jugendlicher in Freilassing, den Nachbarflughafen Salzburg, den Stadthaushalt, die Ortsentwicklung und natürlich das angestrebte gemeinsame Energiekonzept. Schatzmeister Thomas Ehrmann sprach von einem erfreulichen Kassenbestand, wobei die Einnahmen deutlich die Ausgaben überstiegen. Er munterte die Freunde der FWG Heimatliste auf, auch weiterhin die Spendierhosen nicht auszuziehen. Zu guter Letzt bestätigte ihm Kassenprüferin Christine Schaider eine makellose Kassenführung und erreichte damit eine einstimmige Entlastung der Vorstandschaft.

„Nicht nur von außen bekam die Fraktion der FWG Heimatliste ihr Fett weg, sondern auch innen schien die Gruppe auseinander zu brechen.“, betonte deren Sprecher Fritz Braun. Aber die Freien haben erneut bewiesen, dass auch gegensätzliche Meinungen innerhalb einer Gemeinschaft akzeptabel sind. „Durch unseren starken Zusammenhalt und unbeirrbaren Kurs waren wir noch nie so erfolgreich wie in den vergangenen Monaten.“. Der Fraktion war es nunmehr wichtig, dass die bisher gefassten Beschlüsse des Stadtrates zum Bau und Betrieb des Hackschnitzel-Heizkraftwerkes wieder aufgehoben werden und die Arbeit hin zu erneuerbarer Energie mit bisher vernachlässigten Ideen erneut aufgenommen wird. „Ferner legen wir Wert darauf, dass der Bürger zu weiteren Vorhaben vorher gehört und nicht über seinen Kopf hinweg geplant wird.“, ergänzte Braun. Die Freien wünschen sich für die Nutzerdes Fernwärmegebietes Zirbenstraße die beste und kostengünstigste Lösung, zumal sie nach wie vor im Würgeeisen einer Satzung liegen. Ferner habe die Fraktion Stellungnahmen zum Haushalt 2010 der Stadt Freilassing und zum ersten Entwurf des Masterplanes für die Kernregion Salzburg abgegeben.

Unter der Leitung von Walter Schramm wurden anschließend die Neuwahlen mit folgendem Ergebnis durchgeführt. Als erster Vorsitzender verblieb Bert Enzinger im Amt. Für seine Bereitschaft zur weiteren Übernahme dieser Aufgabe erhielt er viel Applaus und rundum Anerkennung. Neue zweite Vorsitzende wurde Bettina Oestreich als Nachfolgerin von Susanne Schnitzer. Als Schriftführer erklärte sich Dietmar Eder bereit. Niemand machte Thomas Ehrmann seine Tätigkeit als Schatzmeister streitig, so dass er wiederum zum Kassenmeister ernannt wurde. Als Beisitzer fungiert Fraktionssprecher und Pressewart Fritz Braun im geschäftsführenden Vorstand.

Zum Abschluss wählten die Anwesenden noch die Mitglieder des erweiterten Vorstandes der FWG Heimatliste. Diesem Gremium gehören nunmehr die Stadträte Hubert Kreuzpointner, Franz Pfeffer, Ludwig Stadler, Ludwig Unterreiner und zweiter Bürgermeister Karlheinz Knott an. Ferner sind Walter Hasenknopf, Berndt Jersch, Walter Kinzel, Hias Kreuzeder und Wolfgang Wagner mit von der Partie. Zu Rechnungprüfern wurden erneut Christine Schaider und Lucian
Breuninger bestellt.

Der alte und neue Vorsitzende gewährte noch Einblick in eine neue Struktur, die sich die alte Vorstandschaft noch gegeben hat. Es wurden bereits drei Arbeitskreise gebildet, die als „Ideenschmiede“ für zukünftige Entwicklungen in der Stadt angedacht sind. Dabei handelt es sich um den AK „Intelligente Energieversorgung“ unter Leitung von Wolfgang Wagner und Norbert Klinger sowie dem AK „Stadtentwicklung“ unter Führung von Hias Kreuzeder und Bert Enzinger. Ferner wird der AK „Wisssen verbindet“ unter Leitung von Dietmar Eder und Wolfgang Hasenknopf sich den Jungen und Junggebliebenen im Ort zuwenden. Zu guter Letzt erbat Bert Enzinger bei allen Mitgliedern, sich bei jeder Entscheidung vorab darüber Gedanken zu machen, welcher Nutzen für den Bürger vorhanden ist.

Fritz Braun
Pressewart FWG Heimatliste Freilassing

Quelle: BGland24.de

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