Seehofer: "Wir leben im Paradies!"

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Saaldorf-Surheim - Der politische Abend der CSU im Berchtesgadener Land beim Herbstfest in Steinbrünning hat Tradition. In diesem Jahr lockte ein sehr prominenter Redner.

Kein geringer als Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer gab sich am Dienstagabend in Saaldorf-Surheim die Ehre. Fast pünktlich um 19 Uhr traf er vor dem Rathaus ein. Dort warteten bereits die ersten Neugierigen und die Blaskapelle Surheim, um das Landesoberhaupt gebührend zu begrüßen. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Ludwig Nutz ließ es sich der Ministerpräsident auch nicht nehmen, bereits dort ein paar Worte zu sprechen.

"Ich möchte nur zwei Anmerkungen machen, denn ich möchte auch alle ermuntern, anschließend noch in die Halle zu kommen", fing Seehofer seine Grußworte an. "Das erste: es freut mich, dass Sie sagen, sie sind froh, dass sie eine Gemeinde in Bayern sind. Denn Bayern ist etwas Einzigartiges, Einmaliges und Bayern ist ein Fünf-Sterne-Land." Vor allem dann, wenn es um Arbeitsplätze, um Bildungsergebnisse, um kulturelle Leistungen und ähnliches gehe. "Uns Bayern gehört in Wahrheit die Hälfte der Bundesrepublik Deutschland, weil wir auch die Hälfte davon bezahlen."

Der Bürgermeister wäre nicht der Bürgermeister, wenn er neben dem Dank nicht auch noch umfangreiche Wünsche äußern würde, nahm Seehofer Bezug auf eine Bitte von Nutz. "Es gibt immer noch viel zu tun", gab der Landesvater zu und versprach: "Ich lasse mir das Thema vorlegen und schaue, in welcher Form man den Bürgermeistern der Gemeinden helfen kann."

Horst Seehofer in Saaldorf-Surheim

Das Thema ist die Wasserkraft an der Salzach. Bereits am Dienstagvormittag kursierten in den Medien Berichte, dass die österreichische Seite aus der Renaturierung der Salzach aussteigen wolle. Genau da müsse man ansetzen und die Salzach für Wasserkraft nutzen, fordert die heimische CSU in einer Resolution. Genau die wurde Horst Seehofer übergeben und der heimische CSU-Landtagsabgeordnete Roland Richter ist mit dem Versprechen des Ministerpräsidenten zufrieden: "Ich bin sehr zufrieden, da ich weiß, dass das Bayerische Umweltministerium PRO Wasserkraft ist."

Vor Ort hat man deshalb seit Dienstagabend die Hoffnung, dass endlich Bewegung in das Thema 'Wasserkraftwerk an der Salzach' komme und somit auch die Renaturierung fortgeführt werden könne, um eine weitere Eintiefung der Salzach und schlimmstenfalls einen Durchbruch der Sohle zu verhindern.

Vor dem Rathaus und auch anschließend in der voll besetzten Thomanhalle machte der Bayerische Landesvater aber auch eines klar: "Es gibt auch für uns eine rote Linie. Wir legen Wert darauf, dass im Freistaat Bayern keine Schulden gemacht werden." Alles, was finanziert werde, müsse vorher erwirtschaftet werden. Seehofer sprach damit auf die europäische Schuldenkrise an, in die einige Länder geraten sind und betonte: "Es ist keine Euro-Krise, sondern eine Schuldenkrise." Diese müsse man in einer überschaubaren Zeit bewältigen. Allerdings müssten auch andere Länder ihren Beitrag leisten, nicht nur Deutschland.

Seehofer selbst leistete seinen Teil zur bayerischen Gemütlichkeit, da er sich die Zeit nahm, mit den Anwesenden die Bayernhymne zu singen und selbst danach noch ein bisschen Sitzenzubleiben, bevor er die Heimreise antrat. Unter dem Applaus der gesamten Thomanhalle.

cz

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © cz

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