Richter informiert sich über Forstrecht

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Maria Stöberl, 2. Vorsitzende und Geschäftsführerin des Verbands der Forstberechtigten im Chiemgau e.V. im Gespräch mit dem Stimmkreisabgeordneten Roland Richter.

Freilassing - Der Stimmkreisabgeordnete Roland Richter hat sich jetzt über die Rechte der Almbauern schlau gemacht.

"Bergwaldoffensive", Trennung von „Wald und Weide" und "Wald vor Wild" sind auch im Berchtesgadener Land Themen von hoher Aktualität. Im Gespräch mit Maria Stöberl, der 2. Vorsitzenden und Geschäftsführerin des Verbands der Forstberechtigten im Chiemgau e.V. informierte sich Stimmkreisabgeordneter Roland Richter MdL über diese Thematik an der Schnittstelle zwischen Almnutzung, Schutzwaldsanierung und Renaturierung.

Im Mittelpunkt stehen die Rechte der Almbauern, die 1958 im Gesetz über die Forstrechte geregelt wurden. Bei Regelungen dieser Rechte, z.B. Trennung von Wald und Weide entscheidet die sogenannte Weiderechtskommission, die paritätisch mit Vertretern aus Forst und Landwirtschaft besetzt ist, über zur Verfügung zu stellendes Ersatzland. Die hergebrachten Rechte sind unstrittig, und in Rechtstiteln festgeschrieben. Weiderechtsregelungen orientieren sich am durchschnittlichen Viehauftrieb der letzten zehn bis dreißig Jahre. Der errechnete Wert kollidiert jedoch meist mit dem althergebrachten Rechtstitel, der ursprünglich die Wirtschaftlichkeit der Almnutzung bestimmt hat.

Sowohl klimatische wie auch gesellschaftliche Veränderungen schaffen Probleme, die bei der Entstehung des Forstrechtegesetzes im Jahr 1958 noch gar nicht bekannt waren, aber jetzt einen Regelungsbedarf für die Zukunft auslösen. Stöberl regte einen Beschluss des Bayerischen Landtages an, der durch die Gewährung von mehr Spielraum bei der Anwendung variabler Parameter den verschiedenen Interessen und Zielen gerecht werden könne.

Richter wird sich mit den zuständigen Ministerien und Behörden in Verbindung setzen, um einen Lösungsvorschlag erarbeiten zu können. Es gelte, so Richter, nachhaltige Rahmenbedingungen zum Erhalt von Almen und Bergwald zu schaffen, so dass Forst- und Almwirtschaft gleichberechtigt und gemeinsam den Erhalt der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft sichern können.

Pressemitteilung MdL Roland Richter

Quelle: BGland24.de

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