Heinz Hawle Memorial Drive

Wenn das Herz für den Oldtimer schlägt...

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Surheim - Oldtimterraritäten konnten vor kuzem in Saaldorf-Surheim bestaunt werden, denn der Stiftungsrats-Vorsitzende Michael Herbeck hatte zum Heinz Hawle Memorial Drive geladen:

Einen besonderen Anblick konnten dieser Tage zufällig vorbeikommende Passanten im Surheimer Gewerbegebiet genießen. Vor einer Halle standen fein aufgereiht achtzehn Oldtimer-Schmuckstücke, allesamt Cabriolets. Die wertvollen und teils seltenen Fahrzeuge befinden sich im Besitz der Heinz-Hawle-Stiftung. Einmal im Jahr lädt Stiftungsrats-Vorsitzender Michael Herbeck Freunde und Geschäftskunden zum Heinz Hawle Memorial Drive ein, einer eintägigen Rallye durch die heimische Region. Heinz Engelbert Hawle, Gründer der gleichnamigen Firma in Freilassing, war ein ausgesprochener Fan, Liebhaber und Sammler von Oldtimern, insbesondere von alten Cabriolets.

Nach seinem Tod 2008 wurden die Oldtimer-Prachtstücke in die Heinz-Hawle-Stiftung überführt. Besonders stolz ist Stiftungsrats-Vorsitzender Michael Herbeck auf das Flaggschiff der Sammlung, den Benz 16/50 PS Sports Roadster, Baujahr 1921. Seinen offenen Karosserieaufbau bekam das Benz-Fahrgestell mit Motor 1921 in Sydney/Australien. Nach wechselvoller Geschichte hat 1977 Heinz Hawle das Unikat erworben und drei Jahre später nach Deutschland zurückgebracht. „Wenn man von den Eigenheiten eines über 90-jährigen Oldtimers absieht, ist der Benz Roadster nahezu uneingeschränkt fahrbereit“, erzählt Michael Herbeck stolz.

Start des Heinz Hawle Memorial Drive

Um eine Rarität handelt es sich auch beim Daimler Beutler Thun, Baujahr 1958, gibt es doch nur sieben Ausführungen davon. „Die berühmte Schweizer Karosserieschmiede hat dem Fahrzeug eine Aluminium- Aufbau verpasst“, erklärt Herbeck. Ob der Cadillac von 1953, ein seltenes Ford 20 M-Cabriolet oder ein Opel Record-Caprio, dessen Karosserie handgefertigt wurde, jedes Fahrzeug stellt einen Blickfang für sich dar. Der strahlende Sommertag war geradezu ideal geeignet für eine Ausfahrt im offenen Cabriolet. Nachdem die Fahrzeugführerinnen und –führer in die ungewohnte Technik der Auto-Veteranen eingewiesen waren, wurden die Verdecke eingefahren und los ging‘s. In drei Etappen legten die Teilnehmer an die 180 Kilometer auf Land- und Nebenstraßen zurück. Die Strecke führte über Tittmoning, Gstaig im Innviertel, Mattsee, Obertrumer See, Fuschl, Faistenau und Koppl zurück nach Surheim.

Wie es sich bei Ausfahrten mit den betagten Untersätzen gehört, ging es recht gemütlich zu und es blieb genügend Zeit für Pausen und die Sehenswürdigkeiten, die es am Streckenrand reichlich zu bestaunen gab. „Es war eine traumhafte Ausfahrt und wir haben alle noch den Benzingeruch in der Nase“, schildert eine begeisterte Teilnehmerin ihre Eindrücke. „Außer dass beim Opel-Olympia der Keilriemen gerissen ist, gab es auf der Streck keine Probleme“, erzählt Franz Glaser. Der Haberlander sorgt als Mechaniker dafür, dass die Fahrzeuge immer einsatzfähig sind. Eine nicht immer leichte Aufgabe, wie er meint, denn „Ersatzteile gibt es oft nicht mehr, die müssen dann eigens angefertigt werden“. Dennoch ist ihm die Begeisterung und Freude an seinem „Nebenjob“ deutlich anzumerken. Und nicht nur er würde sich wünschen, dass die „alten Schönheiten“ in einer Art Museum ausgestellt und bewundert werden könnten.

nh

Quelle: BGland24.de

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