Gemeinderat fügt sich

Sieg fürs Bürgerbegehren: Kein Umbau des Tachinger Strandbades

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Das Kassenhäuschen sollte mit eigener Schranke 40 Meter weiter in Richtung des Tachinger Sees verlegt werden, entlang der Straße wäre ein Zaun gekommen. Das Bürgerbegehren hat sich nun aber damit durchgesetzt, die Pläne auf Eis zu legen.
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Taching - Das Bürgerbegehren mit 290 Unterschriften im Rücken hat die Pläne des Gemeinderates jetzt endgültig durchkreuzt: Ohne Gesamtkonzept wird das Strandbad nicht umgebaut. 

Die Forderungen des Bürgerbegehrens sind vom Gemeinderat am Dienstagabend anerkannt worden - es gab keine Gegenstimme. Das Tachinger Strandbad wird also vorerst so bleiben wie es ist. Der Zugangsbereich wird nicht umgebaut, bis ein "nachhaltiges planerisches Gesamtkonzept für das gesamte Freizeitgelände" erstellt wurde, wie es das Bürgerbegehren gefordert hat. 

290 Unterschriften wurden vom Bürgerbegehren mit dem Titel "Stoppt den Verbau unseres schönen Strandbades" gesammelt und im März abgegeben. Wäre der Gemeinderat auf dem beschlossenen Umbau des Strandbad-Zugangs bestanden, hätte es einen Bürgerentscheid geben müssen. Das Kassenhäuschen sollte zusammen mit einem Holztor weiter in Richtung See verlegt und zwischen Straße und Wiese sollte ein Zaun gebaut werden. Der Campingplatz hätte dadurch eine eigene Zufahrt mit Schranke bekommen.

Das Bürgerbegehren fordert auch ein planerisches Gesamtkonzept für das ganze Freizeitgelände - Strandbad, Gaststätte, Campingplatz und Sportplatz. (Archivfoto)

"Wenn so viele Bürger das wollen, habe ich mit der Fragestellung des Bürgerbegehrens kein Problem", äußerte sich Bürgermeisterin Ursula Haas schon im Vorfeld gegenüber chiemgau24.de. Die Umsetzung des Bürgerbegehrens ist damit indirekt auch ein Erfolg für den 2. Bürgermeister Christoph Wamsler: Er forderte schon in der Gemeinderatssitzung im Februar ein Gesamtkonzept fürs ganze Strandbadgelände, sein Antrag wurde aber mit 7:2 Stimmen abgelehnt

Der Gemeinderat wollte ursprünglich die teils komplizierte Zugangssituation zum Tachinger Strandbad verbessern: Denn wer Badegast, Restaurant-Besucher oder Urlauber auf dem Campingplatz ist, ist schwer auseinanderzuhalten - doch die einen müssen abkassiert werden, die anderen nicht. Das führte dazu, dass sich vor allem bei großem Andrang im Sommer viele Badegäste an der Kasse vorbeischwindelten.

xe

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