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Aus dem Gemeinderat

Wie lang bleibt das Parken an den gemeindlichen Strandbädern in Taching und Tengling noch kostenlos?

Innerhalb der mit rot-weißen Bändern markierten und gemähten Flächen ist das Parken am Strandbad Taching am See erlaubt.
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Innerhalb der mit rot-weißen Bändern markierten und gemähten Flächen ist das Parken am Strandbad Taching am See erlaubt.

Wie berichtet, hat der Gemeinderat in seiner Aprilsitzung beschlossen, eine Parkraumüberwachung und damit eine jahreszeitlich befristete Parkgebühr an den beiden gemeindlichen Strandbädern Taching und Tengling einzuführen.

Taching am See – Die Grenzen des Parkraums wurden zwischenzeitlich festgelegt und gekennzeichnet, sodass Kämmerer Bernhard Kraus eine entsprechend gültige Parkgebührenverordnung ausarbeiten konnte. Nachdem Bürgermeisterin Stefanie Lang die Gebührenordnung in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt hatte, segnete sie das Ratsgremium ab, sodass sie zwar im Grunde sofort in Kraft tritt, die Parkgebühren aber erst erhoben werden, wenn die Parkautomaten im Laufe des Sommers aufgestellt sind.

Wann ist es soweit?

Die Gemeinde habe die Anschaffung der Parkautomaten zwar unverzüglich nach dem Gemeinderatsbeschluss im April in Auftrag gegeben, die Auslieferung dauere aber noch. „Mit einer Lieferung und Aufstellung und somit dem Beginn des kostenpflichtigen Parkens an den Strandbädern in Taching und Tengling rechnen wir dann heuer im August“, sagte Stefanie Lang. Bis dahin sei das Parken kostenlos. Die Gemeinde erhebe jedoch eine Eintrittsgebühr für die Seebäder. Deren Höhe bleibe unverändert. „Sie bleibt gleich hoch wie im Jahr 2019, als noch keine Corona-Beschränkungen gegolten haben.“

Nach der neuen Parkgebührenordnung müssen künftig alle Personen Parkgebühren bezahlen, wenn sie einen Parkplatz der Strandbäder nutzen. Es gilt das Benutzerprinzip, oder anders ausgedrückt, die Kosten der Parkplatzpflege gehen nicht mehr zulasten der Allgemeinheit der Steuerzahler, sondern zulasten der Parkplatznutzer.

So ist der Ablauf

Laut Gemeinderatsbeschluss sind die ersten 30 Park-Minuten kostenfrei. Dieses Gratisticket ist quasi die „Semmeltaste für den kurzen Aufenthalt. Ab der 31. Minute kostet jede angefangene Stunde 50 Cent. Die Tagesgebühr ist auf 3 Euro begrenzt. Für motorisierte Zweiräder mit amtlichen Kennzeichen wurde ein ermäßigter Tagessatz von 30 Cent pro Stunde festgelegt. Zudem soll es sowohl für Zweiräder als auch für Autos ein Jahresparkticket geben. Für Pkws werden 40 Euro verlangt und für Zweiräder mit amtlichen Kennzeichen 20 Euro.

Wie es hieß, konnten bei den Gesprächen mit den Wasserwachten und dem Sportverein Taching am See Park-Regelungen erzielt werden, die auch deren Belange weitgehend berücksichtigen. Parkgebühren sind aber nur von März bis Oktober eines jeden Jahres zu entrichten. Die Jahresparktickets können über die App „Parkster“ oder in der Touristeninfo in Waging gekauft werden.

Der „moderne Weg“ ist auch in Taching angekommen

Die Gemeinde Taching am See beschreitet damit einen einfachen und modernen Weg der Bezahlung. Denn zusätzlich zum Parkautomaten, an dem lediglich das Kennzeichen eingegeben und kein Zettel mehr ins Auto gelegt werden muss, bietet sie ihren Bürgern und Gästen mit der Handy-App „Parkster“ die komfortable und zeitgemäße Alternative der digitalen Bezahlung an. „Das praktizieren auch schon die Stadt Traunstein und die Gemeinden Chieming und der Markt Waging am See.“

Wer also das digitale Parken nutzen möchte, braucht die Anwendung „Parkster“ auf seinem Handy, die es kostenlos für Android- und Apple-Endgeräte gibt. Für den Parkvorgang gibt der Fahrer sein Kennzeichen und die Parkdauer in der App auf seinem Smartphone ein. Der Autofahrer kann mit seinem Handy, anders als beim normalen ausgedruckten Parkschein, die Parkzeit bis zur Höchstparkdauer verlängern. Kehrt der Fahrer früher zu seinem Fahrzeug zurück, kann er den digitalen Parkschein auch vorzeitig beenden und so Parkgebühren sparen.

Caruso