Tachinger Kirchberg

Lange Diskussionen um Geländer und das richtige Material

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Der steile Kirchberg in Taching am See soll zur Sicherheit der Fußgänger mit einem überschmiedeten Geländer versehen werden. An der Friedhofsmauer wird zusätzlich ein Handlauf installiert. Mit dieser Maßnahme folgte der Gemeinderat einem mehrfach vorgebrachten Wunsch der Gemeindebürger.

Taching - Dass es am Kirchberg ein Geländer braucht, darauf einigte man sich schnell. Doch welches Material ist wie geeignet und wie teuer?

Der Kirchberg in Taching am See wird mit einem Geländer ausgestattet. Darauf verständigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich. Das Gremium folgte damit einem mehrfach geäußerten Wunsch der Gemeindebürger. Das Geld für die Maßnahme ist bereits im Haushalt 2017 eingestellt. 

„Der Kirchberg ist recht steil. Deshalb stellt ein Geländer, besonders in den Wintermonaten, für ältere Menschen eine gewisse Sicherheit dar“, betonte Bürgermeisterin Ursula Haas zu Beginn der Beratung. Ein Handlauf entlang der Friedhofsmauer sollte zusätzlichen Schutz geben. 

Die diskutierten Ausbauvarianten

Gleich einen ganzen Schwung Ausbauvarianten hatte Bautechniker Franz Fenninger im Gepäck. „An einem überschmiedeten Geländer kann man sich gut einhängen. Es ist allerdings auch die teuerste Ausführung“, erläuterte er. Auf etwa 11.000 Euro bezifferte Fenninger die Kosten; mit rund 3300 Euro würde der Handlauf an der Kirchenmauer zu Buche schlagen. Für ein Geländer aus Edelstahl wären Kosten in Höhe von circa 10.500 Euro fällig geworden, für das Holzgeländer veranschlagte der Bautechniker ungefähr 4000 Euro. 

Allerdings riet Fenninger von beiden Varianten ab: „Vor allem ein Holzgeländer ist nicht zu empfehlen, weil der Handlauf aufgrund des Umfangs nicht umgriffen werden kann. Auch die Haltbarkeit ist begrenzt.“ 

"Bei Minusgraden fasst niemand an ein Metallgeländer"

War sich das Kommunalgremium über die Sinnhaftigkeit der Maßnahme noch rasch einig, entspann sich um das Material des Geländers und Handlaufs eine lebhafte Debatte. Franz Obermeyer favorisierte die Holzausführung. „Da kann der gemeindliche Bauhof sicher schnell ein schönes Geländer zu geringeren Kosten bauen. Wir haben ja jetzt einen Zimmerer als Bauhofleiter“, nahm Obermeyer den neuen Mitarbeiter Richard Schwaiger gleich in die Pflicht. 

Darüber hinaus sei ein Metallgeländer wohl schnell verbogen, gab das Ratsmitglied zu bedenken. Auch Michael Kaiser bekannte sich als „Holzfan“: „Optisch braucht es etwas Robustes, etwas Massives. Ein filigranes Geländer ist lächerlich. Außerdem fasst bei Minusgraden niemand an ein Metallgeländer“, betonte er und hielt auch den Handlauf an der Friedhofsmauer für unnötig: „Dort ist es nicht steil.“ 

Mehrheit für überschmiedetes Geländer

Bürgermeisterin Ursula Haas konnte die Argumentation ihrer beiden Ratskollegen nicht teilen: „Gerade ein schmiedeeisernes Geländer ist ein optisch starkes Element, wenn man auf den Kirchberg zufährt. Ein Holzgeländer wirkt wie ein Provisorium. Ältere Menschen brauchen etwas zum Festhalten; ein Geländer, um das man die Hand herumbringt, wo man zupacken kann.“ 

Im Gegensatz zu Kaiser hielt die Gemeindechefin einen Handlauf am Friedhof für unabdingbar: „Gerade an der Kirchenmauer ist den Senioren eine zusätzliche Sicherung besonders wichtig.“ Auch die Mehrheit des Gemeinderats sprach sich für das überschmiedete Geländer aus; gegen die Stimmen von Obermeyer und Kaiser wurde diese Variante verabschiedet. 

mia

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