Auch in Kay könnte Projekt entstehen

Weitere Geothermie-Anlage bei Tengling geplant

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Die mögliche Geothermie-Anlage südlich von Kay wäre vergleichbar mit der in Traunreut oder jener auf dem Bild im elsässischen Sulz unterm Wald.
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Taching - Die Gegend nördlich des Tachinger Sees bietet sich für die Geothermie gut an - neben einem möglichen Standort bei Kay könnte auch bei Tengling eine Anlage gebaut werden.

125 Grad heißes Wasser in rund 4000 Metern Tiefe: die "Geoenergie Bayern" will diese Quellen zur Energiegewinnung anzapfen und in direkter Umgebung zur Kiesgrube zwischen Tengling und Wiesmühl eine Geothermie-Anlage errichten. Am Donnerstag stellte Geschäftsführer Bernhard Gubo die Pläne dem Tachinger Gemeinderat vor und stieß damit auf "sehr positive Rückmeldungen und breite Unterstützung", wie er im Gespräch verrät. 

Eine Machbarkeitsstudie bestätigte die guten Voraussetzungen nördlich von Tengling, eine naturschutzfachliche Untersuchungen bestätigte außerdem, dass sich auf dem Areal keine schützenswerten Tiere befinden. Auch die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern liefen gut, seien aber noch nicht abgeschlossen, so Gubo. Als nächstes soll es in die konkrete Planung gehen, dann soll erneut der Gemeinderat entscheiden. Sind alle Anträge eingereicht und genehmigt könnte das Projekt im Jahr 2020 beginnen.

Info-Veranstaltung zum Geothermie-Projekt am Freitag in Kay

Bereits im Mai stellte die "Geoenergie Bayern" ihre Pläne für eine weitere Geothermie-Anlage zwischen Kay und Wiesmühl dem Tittmoninger Stadtrat vor. Auch dort befindet sich Bernhard Gubo derzeit in Grundstücksverhandlungen. Am heutigen Freitagabend wird es beim "Wirt z'Kay" an der Waginger Straße 24 dazu eine Info-Veranstaltung geben, Beginn um 19.30 Uhr. Veranstalter ist der Tittmoninger Arbeitskreis Energie

Geothermie-Projekte gibt es bereits mehrere in der Region, zum Beispiel in Traunreut oder Kirchweidach. Am Entstehen ist außerdem gerade eine Anlage in Garching an der Alz: Der Bohrplatz ist dort schon errichtet. Sind die ersten Probebohrungen erfolgreich, wird im kommenden Jahr mit dem Bau eines Kraftwerks begonnen. Das gemeinsame Geothermie-Projekt von Kirchanschöring und Laufen scheiterte dagegen.

xe

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