Zug vom Bohrplatz bei Haus bis zum Dorfplatz

150 Demonstranten gegen geplante Geothermie in Tengling

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Bei gutem Wetter haben etwa 150 Personen am Samstagvormittag an dem Demonstrationszug teilgenommen. Die Staatsstraße 2105 wurde von zwei Polizeifahrzeugen sowie der Feuerwehr Tengling, Törring mit zwölf Mann von 10 bis 11 Uhr gesperrt.

Taching am See - Etwa 150 Menschen versammelten sich am Samstag um gegen das geplante Geothermie-Kraftwerk in Tengling zu protestieren.

Bei gutem Wetter haben etwa 150 Personen am Samstagvormittag an dem Demonstrationszug teilgenommen. Die Staatsstraße 2105 wurde von zwei Polizeifahrzeugen sowie der Feuerwehr Tengling, Törring mit zwölf Mann von 10 bis 11 Uhr gesperrt. Es gab keine Störungen, weder auf der Straße noch am Dorfplatz. Alles ging friedlich und geordnet bis zum Schluss der Veranstaltung über die Bühne.


Als Redner zum Dorfplatz kamen Robert Sonnenberg (Diplom-Geograph, Törring), Andreas Bratzdrum (2. Bürgermeister, Tittmoning), Barbara Danninger (Stadträtin, Tittmoning), Hans Glück, (Stadtrat, Tittmoning), Christine Filip (Tengling), Wolfgang Deinböck (Törring), Lorenz Wimmer (Hechenberg, Tittmoning).


Demonstration gegen geplante Geothermie in Tengling

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Die Bürgerinitiative "BIENE" entstand erst im Oktober 2019: "Weil es großen Informationsbedarf in der Bevölkerung gibt und weil die zuständigen Behörden und ganz besonders eine der betroffenen Gemeinden ihre Informationspflichten sträflich vernachlässigen“, sagte Ingo Tönnesmann, der 1. Vorsitzende des Vorstands der BIENE e.V. "In der Gemeinde Taching spricht man nicht einmal mit uns. Aber wer uns ausgrenzt, verliert am Ende.“ Für die "Geothermie-Lobby" stehe viel auf dem Spiel, gehe es doch bei den geplanten sechs Projekten im Chiemgau und Rupertiwinkel um einen Re-Invest von knapp zwei Milliarden Euro.

Demonstration gegen geplante Geothermie in Tengling

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„Wir werden aber nicht müde, zu betonen, dass wir grundsätzlich nicht gegen Geothermie sind, sondern nur die Auswüchse und Fehlentwicklungen bekämpfen“, sagte Tönnesmann. Wichtig sei nach seiner Meinung die Nutzung der Erdwärme zur Wärmeversorgung. „Wenn wir alte Ölheizungen ersetzen wollen, und weg wollen von fossilen Energien, dann müssen wir den Bürgern in erster Linie die Wärme nach Hause bringen. Was hier, in Südostoberbayern passieren soll, ist dagegen pervers“, sagt der Sprecher. Und tatsächlich soll bei allen angedachten Vorhaben nur die Stromerzeugung im Blickfeld der überwiegend aus dem Ausland stammenden Investoren und Hedgefonds stehen, die hier nach Tönnesmann „fette Beute wittern“.

Gemeint ist die ausschließliche Nutzung der geförderten Erdwärme durch Verstromung. Die Kraftwerke seien eine "umweltpolitische Todsünde", wenn die Abwärme nicht genutzt würde. Tönnesmann warnte außerdem vor Erdbeben, die durch die Bohrungen stehen könnten, wie es sie auch schon in Landau (Südpfalz) oder auch schon in Oberbayern gegeben habe.

Demonstration gegen geplante Geothermie in Tengling

 © FDL/Lamminger
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Laut der Bürgerinitiative "BIENE" gehe es den Investoren bei der Stromerzeugung aber nur darum, die Gesetzeslücke des EEG auszunutzen und Strom "auf Biegen und Brechen" zu erzeugen, damit sich die hohen Investitionen rasch amortisieren. Dass durch die Abwärme das Klima aufgeheizt und der Wald zerstört werde, Lebensraum für bedrohte Arten verloren gehe, sowie das Trinkwasser Schaden nehme, interessiere den Investor erst, wenn sich die Bürger wehrten, hieß es. "Die 'BIENE' kämpft letztlich für alle Bürger, für die Umwelt und für die Schöpfung, die wir bewahren wollen", sagte Tönnesmann.

Max Karpf

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