Einigung in Taching am See

Strandbad darf Strandbad bleiben

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Die Frage der Aufsichtspflicht in den Strandbädern bei Taching am See scheint geklärt.
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Taching am See - Die Strandbäder in Taching und Tengling dürfen Strandbäder bleiben. Bei beiden hatte es Probleme mit der Badeaufsicht gegeben.

Die Wasserwacht ist für die Badeaufsicht nämlich gar nicht zuständig; schließlich gehört die zum Roten Kreuz und nicht zur Gemeinde, die wiederum aber Betreiber der Strandbäder ist, berichtet der Radiosender Bayernwelle. Deshalb hat Taching jetzt über Wochen für jedes Strandbad in Taching und Tengling eine Badeaufsicht gesucht. Und endlich auch gefunden. Zusätzlich hat die Gemeinde ein paar Wasserwachtler fest angestellt, somit ist die Wasserrettung gesichert.

Würde es keine Badeaufsicht, zum Beispiel am Tachinger Strandbad geben, dann wäre alles wie gehabt, nur der Sprungturm müsste abgebaut werden. Der Vorteil, wenn das Strandbad zur Badestelle wird: Niemand muss mehr Eintritt bezahlen.

Wer ist eigentlich zuständig?

Bereits vor der Einigung über die Regelung der Badeaufsicht in den Strandbädern betrieb die Wasserwacht Traunstein in Tengling und Taching am See jeweils eine Wasserrettungsstation, heißt es in einer Pressemeldung des BRK Traunstein. Diese Aufgabe wurde den ehrenamtlichen Helfern vom Zweckverband für Rettungsdienste und Feueralarmierung Traunstein über eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zugeteilt. 

Unklarheit herrschte darüber, wer für die rechtliche Badeaufsicht in den Bädern zuständig ist. Sogar der Gemeinderat schaltete sich in die Debatte ein. "Die Wasserwacht ist nicht der Betreiber der Strandbäder und hat auch kein Hausrecht und keine anderen Aufgaben und Befugnisse die zum verantwortlichen Betrieb eines Bades vorgeschrieben sind. Aus rechtlicher und verbandssatzungsrechtlicher Sicht kann sie daher die Badeaufsicht nicht übernehmen", erklärte der Kreiswasserwacht-Vorsitzende Hans-Michael Weisky.

Langwierige Gespräche im Vorfeld

Seit gut zwei Jahren berieten Gemeindevertreter, Strandbadbetreiber und BRK über eine gütliche Lösung. "Eine eindeutige Klärung von Aufgaben und Pflichten in diesem Bereich ist nötig, um die rechtlichen Unwägbarkeiten für alle Beteiligten zu minimieren. Im Badebetrieb kann es immer wieder zu Unfällen kommen und darum muss – auch im Sinne unserer ehrenamtlicher Helfer - klar und schriftlich geregelt sein, wer in welchem Umfang für die Badeaufsicht und die anderen Erfordernisse der Badbetreiberpflichten zuständig ist", betonte BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer.

kil/mit Material des BRKs Traunstein

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