Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Es ist wichtig auch in dieser Zeit gemeinsam zu üben!“

Vierstündiger Einsatzmarathon – Rettungskräfte trainieren die Zusammenarbeit

Vergangenen Samstag war in Taching und Tengling einiges los. Die Blaulichtorganisationen probten die Zusammenarbeit beim Übungssamstag an zahlreichen Ausbildungsstationen. Die örtlichen Feuerwehren sowie der Kreisfeuerwehrverband hatten dazu eingeladen. Rund 200 Einsatzkräfte waren beteiligt.
+
Vergangenen Samstag war in Taching und Tengling einiges los. Die Blaulichtorganisationen probten die Zusammenarbeit beim Übungssamstag an zahlreichen Ausbildungsstationen. Die örtlichen Feuerwehren sowie der Kreisfeuerwehrverband hatten dazu eingeladen. Rund 200 Einsatzkräfte waren beteiligt.

Einsätze am laufenden Band. Im Gemeindebereich von Taching und Tengling war am vergangenen Samstag einiges los. Zahlreiche Feuerwehren, Kräfte des Rettungsdienstes, der Wasserrettungseinheiten, Polizei und THW waren in den Übungstag eingebunden, um die Zusammenarbeit zu trainieren. Die beiden gastgebenden Feuerwehren Taching und Tengling sowie der Kreisfeuerwehrverband Traunstein hatten dazu eingeladen. Die Helferinnen und Helfer wurden mit insgesamt neun verschieden Einsatzszenarien konfrontiert.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Taching - Rund 150 Einsatzkräfte aller beteiligten Organisation sowie zahlreiche Übungsbeobachter, Verletztendarsteller, weitere Helfer und das Kreisverbindungskommando stellten sich insgesamt neun verschiedenen Übungsszenarien im gesamten Gemeindebereich. „Wir haben bei der Auswahl der Einsatzübungen ganz bewusst darauf geachtet, eine möglichst breite Palette an Unglücksfällen zusammen zu stellen, so dass die Teilnehmer aller Organisationen gleichermaßen gefordert waren“, erklärt Tachings Kommandant Stefan Wittmann im Gespräch mit chiemgau24.

Seitens des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein war Georg König für die Gesamtorganisation verantwortlich. „Uns war es in erster Linie wichtig, dass wir möglichst sicher arbeiten und deshalb mussten alle Teilnehmer vorab zum „3 G“ Nachweis antreten oder vor Ort einen Schnelltest absolvieren. Zudem war das Tragen von Schutzmasken für die Aktiven angeordnet“, so der Kreisbrandinspektor. Er sieht diese Übungen als absolut notwendig an, damit bei wirklichen Einsätzen möglichst professionell und Hand in Hand geholfen werden kann. Dieser Meinung schloss sich auch Sven Reiter, der als Abschnittsleiter des Bayerischen Roten Kreuzes eingesetzt war, an. „Der Tag ist durchwegs als positiv zu werten und ich denke jeder Einzelne nimmt davon etwas positives für sich mit. Gerade die organisationsübergreifende Kommunikation und der Informationsfluss sind bei so großen Schadenslagen von entscheidender Bedeutung und dies hat heute wirklich gut funktioniert. Die Einsätze sind allesamt ruhig und geordnet abgearbeitet worden, egal welche Kombination an Hilfskräften von den Einsatzleitungen zusammengestellt worden ist“.

Die Bandbreite von Übungen reichte vom klassischen Verkehrsunfall, bei dem eine Person aus einem Auto befreit werden musste bis hin zum Gefahrgutunfall, bei dem eine ätzende Flüssigkeit in den Tachinger See gelaufen ist. Darüber wurden die Einsatzkräfte zu einer Wohnungsöffnung alarmiert, mussten einer Verpuffung in einer Biogasanlage Herr werden, eine verletzte Person unter einem Baumstamm befreien, eine Person aus dem See retten, zu einer Rauchentwicklung ausrücken, eine Person aus einer Grube retten oder wurden zu einem Fahrradunfall gerufen. Nach den Übungen fanden jeweils kurze Nachbesprechungen statt, bei denen Hinweise zur weiteren Optimierung der Hilfeleistung gegeben wurden. „Wir sind zu vier Übungen alarmiert worden und es hat sich wirklich alles sehr realitätsnah abgespielt“, berichtet Benjamin Földi, der als Gruppenführer auf dem Löschfahrzeug der Feuerwehr Tettenhausen mit dabei war. „Es war für mich super, da die Übungen Situationen nachgestellt haben, die sich jeden Tag zutragen können. Ich habe heute viel gelernt und freue mich, dabei gewesen zu sein“.

Dieser Meinung schloss sich auch Markus Fenninger aus Wonneberg an. „Ich habe bei meiner Erkundung einen Benzinkanister nicht entdeckt, dass passiert mir sicherlich bei einem echten Einsatz in Zukunft nicht. Der ganze Nachmittag war voller unterschiedlicher Herausforderungen und ich habe mir sehr viel für meine Aufgabe als Gruppenführer mitgenommen“. Bei den Einsätzen am Wasser waren die Wasserrettungseinheiten der DLRG und Wasserwachten am Tachinger See eingebunden und auch das Technische Hilfswerk aus Traunstein war voll dabei. Sie sind ebenso wie die Feuerwehren zu Einsätzen alarmiert worden und haben die Übungsanforderungen ebenso souverän gemeistert, wie die restlichen Hilfskräfte. Seitens der Feuerwehren wurde jeweils eine Mannschaft aus Taching und Tengling, Palling, Tettenhausen, Nirnharting, Waging, Otting und Wonneberg entsandt, um an dem Übungstag teilzunehmen.

Die Feuerwehr Führungsstelle „Salzach“ war durch Aktive der Feuerwehren Fridolfing und Pietling sowie Kreisbrandinspektor Günter Wambach besetzt. Von dort aus erfolgten unter anderem die „Alarmierungen“ und auch die Einsatzleitung der rettungsdienstlichen Einheiten war am Feuerwehrhaus Fridolfing stationiert. Am „Bereitstellungsplatz Mauerham“ zwischen Taching und Tengling erhielten die Einsatzkräfte ihre Aufträge und starteten von dort aus zu den Übungen. Zufriedene Gesichter gab es am späten Nachmittag allen Beteiligten. Bei der kurzen Nachbesprechung freute sich der zuständige Kreisbrandmeister Georg Fleischer, dass alles reibungslos verlaufen sei und die Teilnehmer allesamt hochmotiviert an dem Tag teilgenommen haben. „Ein dickes Kompliment möchte ich den Notfalldarstellerinnen und Notfalldarstellern des BRK machen, wenn ich mir die Schauspieler so angesehen habe, dann waren diese nicht von echten Verletzten zu unterscheiden“, so Georg Fleischer.

Tenglings Kommandant Florian Reiter zog ebenfalls ein positives Fazit. „Einziger Wehrmutstropfen war das schlechte Digitalfunknetzt im Ortsbereich von Tengling. Hier wird es dann auch in einer Übung schnell hektisch, wenn die Technik nicht funktioniert. Ansonsten freue ich mich über so viel positive Resonanz und dass der Übungssamstag bei uns im Land 3/1 Bereich unfallfrei verlaufen ist“, so seine erste Einschätzung. „Unglücksfälle nehmen keine Rücksicht auf Corona. Deshalb ist es wichtig, dass die Hilfsorganisationen auch in diesen Zeiten üben können, um auch weiterhin in der gewohnten Qualität zu jeder Tages- und Nachtzeit Hilfe zu leisten“, betonte Georg König vom Kreisfeuerwehrverband abschließend“.

Pressemitteilung Hubert Hobmaier, Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Kommentare