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Frau drohte zu ertrinken - „War blau und bewusstlos“

„Hatte große Angst“ - So erlebte eine Ersthelferin den Einsatz am Tachinger See

Tachinger See Rettungseinsatz
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Am Tachinger See drohte Ende Juli eine Frau zu ertrinken. Mutige Ersthelfer retteten ihr vermutlich das Leben.

Ein heißer Sommertag Ende Juli, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel - ideales Badewetter. Das dachte sich auch Sabrina Winnecke, als sie nach der Arbeit an den Tachinger See fuhr. Dort aber spielten sich plötzlich dramatische Szenen ab und Sabrina wurde von einer Sekunde zur anderen zur Lebensretterin.

Taching am See - Am Donnerstag, 25. August, berichtete chiemgau24.de über einen Badeunfall am Tachinger See vom Vortag. In den Einsatz involviert waren die Wasserwacht Tengling-Törring, die Polizei Laufen sowie Ersthelfer und Passanten. So wie Sabrina Winnecke.

Sie war ganz zufällig an diesem Mittwochnachmittag am Strandbad Taching, erzählt sie im Gespräch mit chiemgau24.de. Eigentlich wohnt Sabrina in Hannover, aus arbeitsteschnischen Gründen aber aber ist sie zwei Wochen lang im Chiemgau.

„Ich war nach der Arbeit am See und wollte schwimmen gehen. Etwa 15 Minuten nachdem ich angekommen war hört ich einen Hilferuf aus dem Wasser. Ich blickte mich um und entdeckte relativ nah am Ufer einen Mann stehen - und neben ihm eine Frau, deren Kopf unter Wasser war“, erinnert sich Sabrina an die bangen Minuten.

„Hilfsbereitschaft aller Anwesenden lobenswert“

Vor ein paar Jahren hat sie einen Schein bei der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gemacht. Sie wusste sofort, was los war und zögerte keine Sekunde: Blitzschnell rannte Sabrina zum Ufer und zog die hilflose Frau gemeinsam mit anderen Helfern aus dem Wasser. Sie war bereits bewusstlos. An Land brachten sie die Frau sofort in stabile Seitenlage.

„Die Hilfsbereitschaft aller Anwesenden war wirklich lobens- und nennenswert“, betont Sabrina. „Es kamen viele Leute zu Hilfe, brachten Handtücher zum abdecken und aufwärmen, eine weitere Passantin wählte sogleich den Notruf.“

Bewusstlos und nicht ansprechbar

Ich hatte große Angst“, unterstreicht Sabrina. „Die Frau war sehr blau im Gesicht und am gesamten Körper, hat aber noch geröchelt. Ich hielt ihren Kopf in Überstreckung und kontrollierte ihren Atem, andere Helfer hatten stetig ihren Puls im Blick. Zwei weitere hielten zum Beispiel ein Handtuch zur Sichtverdeckung.“

Die Dame sei die ganze Zeit über bewusstlos und nicht ansprechbar gewesen. „Wir veranlassten eine Campingplatzdurchsage, ob zufällig ein Arzt vor Ort wäre, daraufhin eilte ein Rettungssanitäter herbei. Er hatte eine Wärmedecke dabei und ein Pulsmessgerät. Ein Defibrillator stand vorsichtshalber auch schon bereit.“

Wenige Minuten später sei die hiesige Wasserwacht angerückt. Auch die fand nach dem Einsatz in einem Facebook-Post lobende Worte für die Passanten, die ohne zu zögern sofort reagierten und erste Hilfe leisteten.

Es vergingen laut Sabrina gefühlt circa zehn bis 15 Minuten, bis Notarzt und Krankenwagen vorfuhren. Die mutigen Ersthelfer übergaben die Dame schließlich in die Obhut der Rettungskräfte. Sie wurde zur weiteren Versorgung in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert.

Über den genauen Gesundheitszustand der Frau ist der Redaktion aus Datenschutzgründen nichts bekannt, sie scheint allerdings auf dem Weg der Besserung zu sein.

Sabrina ging danach wie in Trance zurück zu ihrem Handtuch. Baden ist ihr an dem Tag vergangen. „Ich stand selbst sehr stark unter Adrenalin und meine Schilderungen sind natürlich sehr subjektiv. Aber ich würde jederzeit wieder so handeln“, schließt sie ihre Ausführungen.

mb

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