Große Hilfe bei Rettungseinsätzen

SEG Tengling-Törring nimmt Rettungsjetski in Betrieb

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Jetski der SEG der Wasserwacht Tengling-Törring

Traunstein - Die mobile Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Wasserwacht-Ortsgruppe Tengling-Törring hat ein neues Rettungsmittel in Betrieb genommen. Ein ausschließlich spendenfinanzierter Jetski wurde angeschafft, um auch in schwierigen Gewässern wirksame Rettungseinsätze leisten zu können. Das Projekt ist rein spendenfinanziert.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

„Wir haben viele Einsätze auf Fließgewässern wie der Alz und der Salzach. Führen diese Flüße mehr Wasser, kommen unsere Boote mit Außenbordmotor nicht mehr gegen die Strömung an und wir können maximal unsere Position halten. Das ist beispielsweise bei einer Vermisstensuche ein großes Problem. Mit dem besser motorisierten Jetski können wir auch flußaufwärts fahren, um schnell zu in Not geratenen Personen zu gelangen“, berichtet Patrick Wolfertstetter von der mobilen SEG Tengling-Törring. Während das herkömmliche SEG-Boot nur 20 PS (bei einem Gewicht von rund 150 Kilogramm) leistet und auf Fließwässern schnell überfordert ist, bringt der Jetski die Wasserretter mit 115 PS (bei 320 Kilogramm Gewicht) auch bei starker Strömung schnell ans Ziel.

Neben der höheren Leistung hat der Jetski zwei weitere große Vorteile für die SEG: „Der Tiefgang ist deutlich geringer als bei unseren Booten, was die Einsatzmöglichkeiten auf Fließgewässern und im Uferbereich erweitert. Außerdem wird der Jetski durch einen Wasserstrahl angetrieben. Das erhöht die Sicherheit der Personen im Wasser, wenn wir Veranstaltungen wie das Volksschwimmen oder den Chiemsee Triathlon absichern, da Unfälle wie bei Booten mit Schraubenantrieb nicht passieren können“, erklärt Wolfertstetter.

Die mobile SEG Tengling-Törring ist eine der ersten Wasserwachtsgruppen in Bayern, die einen Jetski in Betrieb genommen hat. Neben der Anschaffung des Jetskis waren auch ein entsprechender Umbau der Unterkunft sowie die Anschaffung eines passenden Anhängers nötig. Das insgesamt rund 25.000 Euro teure Projekt wurde ausschließlich durch Spenden des Fördervereins sowie von Unternehmen und Privatpersonen aus der Region finanziert. „Das ist eine tolle Sache. Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern und den Kommunen, die dieses Projekt mit ihren Spenden möglich gemacht haben. Es ist wichtig, dass unseren vielen ehrenamtlichen Helfern moderne Rettungsmittel zur Verfügung stehen. Dadurch wird die Sicherheit an den heimischen Gewässern weiter erhöht“, betont Kurt Stemmer, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Traunstein.

Die mobile SEG Tengling-Törring ist rund um die Uhr alarmierbar und deckt in erster Linie das nordöstliche Landkreisgebiet ab. Zusammen mit den mobilen SEGs in Obing (nordwestlicher Landkreis) und Bergen (südlicher Landkreis) sowie den 19 heimischen Wasserwacht-Ortsgruppen trägt sie dazu bei, dass die Wasserwacht die Wasserrettung im Landkreis Traunstein flächendeckend leisten kann.

Pressemeldung des BRK KV Traunstein

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