Jetzt meldet sich auch die Achengruppe zu Wort

Wasserversorger: Geothermie bei Tengling "nicht ausreichend sicher"

Landauer Erdwärmekraftwerk
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Taching - Die Wasserversorgung Achengruppe hat sich nun zum Geothermieprojekt Haus bei Tengling zu Wort gemeldet. Die Stellungnahme:

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Der Zweckverband Wasserversorgung Achengruppe steht für höchste Qualität im Bereich der Wasserversorgung für alle Abnehmer im Versorgungsgebiet.

An diesem Ziel orientiert sich unser Handeln. Seit vielen Jahrzehnten gehen wir daher sorgsam mit unseren Wassergewinnungsanlagen, mit den Wasserschutzgebieten und unserem Leitungsnetz um. Geprägt von generationenübergreifendem Denken und Handeln für die Trinkwasserversorgung werden alle möglichen Einwirkungen auf unser Trinkwasser ständig unserer kritisch-konstruktiven Überprüfung unterzogen.


Dies gilt insbesondere für Eingriffe in und um die Wasserschutzgebiete unserer Gewinnungsanlagen. Somit wurden auch die geplanten geothermischen Tiefenbohrungen am Standort Haus/Tengling von der Achengruppe von Anfang an hinterfragt.
Dazu wurde bereits seit Jan. 2019 mit dem Antragsteller, den Fachstellen Wasserwirtschaft, Landratsamt und dem Bergamt Kontakt aufgenommen.

Um jedoch im Rahmen der Beteiligung zum Hauptbetriebsplan der Geothermiebohrung eine fundierte Stellungnahme abgeben zu können wurde bei unserem langjährigen Partner BGU Starnberg für die geohydrologische Beurteilung unserer Wasservorkommen eine Stellungnahme eingeholt.

Im Rahmen dieser Stellungnahme wurden für uns als Wasserversorger nicht nachvollziehbare Ausführungen zur Hydrogeologie im beantragten Hauptbetriebsplan erkennbar. Des Weiteren ist eine direkte Beeinflussung des Brunnen Tengling derzeit nicht auszuschließen.

Der Hauptbetriebsplan mit seinen nicht geklärten Punkten, insbesondere betreffend der Hydrogeologie und des Trinkwasserschutzes veranlasst uns, den Standort Haus aktuell als nicht ausreichend sicher in Bezug auf unsere Trinkwasserversorgung zu beurteilen. Deshalb fordern wir von der Geoenergie Bayern gemäß der hydrogeologischen Stellungnahme BGU Starnberg, Dr. Schott, fachgerechte Pegelbohrungen im Bereich des Bohrplatzes und ein von einem unabhängigen Fachinstitut erstelltes hydrogeologisches Gutachten.

Wir stellen ausdrücklich klar, dass diese negative Stellungnahme ausschließlich für den aktuell geplanten Standort in Haus/Tengling gilt. Wir sind überzeugt, dass die Vielzahl von alternativen Bohrzielen für geothermale Bohrungen in der Region eine geothermale Nutzung ohne Konflikte mit den Trinkwasservorkommen ermöglicht.

Pressemitteilung Wasserversorgung Achengruppe

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