"Trinkwasser ist in guten Händen!"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Gemeinsam für die kommunale Verantwortung beim Trinkwasser (von links nach rechts): Roman Niederberger ( SPD-Landtagskandidat), Hans Rauscher (Vorsitzender SPD Teisendorf ), ‚Güldane Akdemir ( SPD-Bezirkstagskandidatin), Franz Hasholzner (Geschäfts- und Werkleiter Surgruppe), Georg Quentin (3. Bürgermeister Teisendorf, Verbandsrat Surgruppe)

Teisendorf - Die SPD besuchte die Surgruppe und war sich danach einig, dass die Trinwasserversorgung - entgegen der Meinung der EU - nicht privatisiert werden soll.

„Unser Trinkwasser ist bei den Städten und Gemeinden in guten Händen - und deswegen soll es auch dort bleiben“. Darüber waren sich bei einem Besuch der SPD bei der Surgruppe in Teisendorf die Sozialdemokraten mit den Vertretern des Zweckverbands einig. Den Bemühungen auf europäischer Ebene, den Einfluss der Kommunen zu beschränken und die Trinkwasserversorgung zu privatisieren, erteilte man eine klare Absage.

Der Geschäfts- und Werkleiter der Surgruppe Franz Hasholzner, der diese Aufgabe seit 2008 ausübt, konnte im Verwaltungsgebäude Am Kiesfang in Teisendorf sowohl den SPD-Landtagskandidaten Roman Niederberger als auch die Bad Reichenhaller Stadträtin und Kandidatin für den Bezirkstag Güldane Akdemir begrüßen. Begleitet wurden sie vom SPD-Ortsvorsitzenden Hans Rauscher und dem dritten Bürgermeister und Verbandsrat der Surgruppe Georg Quentin.

Franz Hasholzner stellte den kommunalen Zweckverband Surgruppe dar, der den Bereich der Gemeinden Teisendorf, Anger, Saaldorf-Surheim, Wonneberg und Surberg sowie Teile der Gemeinden Petting, Waging, Ainring und Siegsdorf mit Trinkwasser versorgt und zeigte auf einer Karte Umfang und Alter des Leitungsnetzes auf. Güldane Akdemir interessierte sich für die Anzahl der Beschäftigten. Insgesamt seien 20 Arbeitnehmer bei der Surgruppe angestellt und weitere fünf Beschäftigte für den Bereich Otting / Palling tätig. „Selbstverständlich gilt für unsere Arbeitnehmer der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes“, machte der Werkleiter deutlich.

Welche Auswirkungen der im Dezember vom Ministerrat der Europäischen Union getroffene Beschluss zur Konzessionsrichtlinie auf die Arbeit der Surgruppe habe, wollte Roman Niederberger wissen. „Nachdem wir eine hundertprozentige kommunale Einrichtung sind, ist unser Zweckverband derzeit noch nicht betroffen“, erklärte Franz Hasholzner dazu. Ganz wichtig sei aber, das Trinkwasser komplett aus der Konzessionsrichtlinie herauszunehmen, um die Privatisierung in kleinen Schritten zu verhindern.

Die Trinkwasserversorgung hat sich als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge eindeutig bewährt, war sich der dritte Bürgermeister Georg Quentin mit den anderen SPD-Besuchern einig. „Die Surgruppe und die Städte und Gemeinden in der Region, die ihre eigene Wasserversorgung betreiben, haben es bei allen Problemen und Diskussionen geschafft, eine sichere und günstige Versorgung aller Bereiche mit Trinkwasser zu gewährleisten.

Hans Rauscher erinnerte daran, dass solche Debatten immer wieder auf europäischer Ebene geführt werden und sah die Verantwortung dafür vor allem in der Lobbyarbeit großer Konzerne. Er erkundigte sich nach den künftigen Vorhaben des Zweckverbands. „Unsere Prioritäten beim Netz setzen wir vor allem in den Bereichen, in denen wir mit Rohrbrüchen zu kämpfen haben und in denen die Gemeinden selbst Baumaßnahmen durchführen, erklärte Franz Hasholzner die Investitionsstrategie der Surgruppe.

Von Roman Niederberger auf den Wasserverbrauch angesprochen, erklärte er, dass dieser auch im Bereich der Surgruppe leicht rückläufig ist. Neben einem veränderten Verbrauchsverhalten, dass auch mit der zunehmenden Anbindung von Bereichen an das Abwassernetz zusammenhängt, sei dafür möglicherweise auch der Rückgang landwirtschaftlicher Tierhalter verantwortlich.

„Wasser ist ein Menschenrecht“ zeigten sich Surgruppen-Vertreter und Sozialdemokraten zum Abschluss des Besuchs einig und riefen die Bürgerinnen und Bürger auf, sich aktiv für den Verbleib des Trinkwassers bei Städten und Gemeinden einzusetzen.

Pressemitteilung SPD Kreisverband Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser