Aventura: "Neukirchner nicht abgeneigt"

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Teisendorf - In Neukirchen soll groß gebaut werden: Aventura, eine Sport-Erlebniswelt ist direkt an der Autobahn geplant. Bürgermeister Franz Schießl ist dafür: *VIDEO*

Der Gemeindechef bewältige in den letzten vier Tagen ein Mammutprogramm: Im Rahmen von vier Bürgerversammlungen in Teisendorf, Oberteisendorf, Neukirchen und Weildorf legte Franz Schießl nicht nur seinen umfangreichen Rechenschaftsbericht über das fast abgelaufene Geschäftsjahr ab, sondern informierte die Bürgerinnen und Bürger auch ausführlich bezüglich des angedachten Großprojekts direkt an der Autobahn A8.

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In Neukirchen soll eine Sport-Erlebniswelt mit Hotel (90 Zimmer), Shops und 500 Parkplätzen auf der grünen Wiese entstehen, die jedoch ohnehin bereits als Gewerbegebiet ausgewiesen ist. Volumen: 35 Millionen Euro, rund 150 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze. Der Gemeinderat hat vorberaten und das Projekt positiv bewertet. Womöglich wird bei der nächsten Sitzung am 3. Dezember darüber abgestimmt - "das ist aber noch nicht in trockenen Tüchern", so der Bürgermeister.

Die Schulden der Gemeinde Teisendorf gingen in den letzten zwei Jahren um zwei Millionen Euro auf acht Millionen Euro zurück. Das Geld der Investoren - der Firma Unterberger aus Kufstein sowie der Max Aicher Unternehmensgruppe - könnte man gut gebrauchen, um den Schuldenabbau weiter voranzubringen. "Vor allem auch, da wir in den letzten Jahren sehr viel investiert haben", so Schießl.

Krasses Missverhältnis

Ein Problem sieht Franz Schießl im "krassen Missverhältnis" von Arbeitnehmern im Vergleich zu den vorhandenen Arbeitsplätzen in seinem Zuständigkeitsbereich: In der Gemeinde Teisendorf gibt es zirka 3.500 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer; ihnen stehen "nur" rund ein Drittel an Arbeitsplätzen gegenüber. "Unsere Bürgerinnen und Bürger pendeln also sehr stark aus", weiß der Rathauschef.

Auch das Landesentwicklungsprogramm sowie das Anbindegebot muss bei einem Projekt wie Aventura natürlich berücksichtigt werden. Womöglich lehnt die Regierung von Oberbayern das geplante Gewerbegebiet aufgrund der fehlenden Anbindung ab. Dies geschah bereits in Kiefersfelden, auch dort war das Projekt Aventura anvisiert worden.

In der Gemeinde regt sich auch Widerstand, allerdings nicht in jenem Ausmaße, wie es derzeit in anderen BGL-Kommunen mit zahlreichen Bürgerbegehren geschieht. "Die Menschen stehen Aventura überwiegend positiv gegenüber. Und wir sind dafür da, ihre Sorgen, Fragen oder Probleme ernstzunhemen, zu beantworten und aus dem Weg zu räumen", so der Bürgermeister zuversichtlich.

In Kiefersfelden ist das Großprojekt in diesem Jahr gescheitert: Sowohl die Stadt Rosenheim, als auch die Stadt Bad Reichenhall hegten große Bedenken bezüglich einer Erlebniswelt in dieser Größenordnung.

Sehen Sie dazu auch unser Video-Interview.

bit

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © bit

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