Neue Spekulationen um Absturzursache

Teisendorf - Laut ORF Salzburg ist der Pilot wegen dichter Wolken zu tief geflogen und habe bei Teisendorf einen Baum gestreift. Auch die Bild-Zeitung und die Bayernwelle spekulieren:

Update: Neue Informationen vom Montag

Nach Angaben von ORF Salzburg dürfte der Pilot wegen dichter Wolken zu tief geflogen sein. Die Maschine habe bei Teisendorf einen Baum gestreift, sei dann aus relativ geringer Höhe im Steilgelände über einem Wald abgestürzt und völlig zertrümmert. Die Bild-Zeitung spricht in ihrer Montagsausgabe von einem "Blitznebel". Die Maschine habe nach Angabe der Bild eine 20 Meter hohe Baumkrone gestreift.  

Der Pilot soll demnach auch keine Chance für eine kontrollierte Notlandung gehabt haben. Laut der Bayernwelle habe er jedoch in einem Funkspruch an den Tower Salzburg noch eine Notlandung angekündigt. 

Die Rosenheimer Polizei, die den Unglücksfall betreut, kann diesen Unfallhergang nicht bestätigen. 

Laut der BILD-Zeitung hatte der Pilot (26) zudem erst seit anderthalb Monaten eine Fluglizenz.

Identität der Opfer geklärt

Bei den vier Opfern handelt es sich um junge Menschen aus Lauf an der Pegnitz (Mittelfranken). Der Pilot war 26 Jahre alt, das zweite männliche Opfer 29 Jahre, die Frauen 22 und 25 Jahre alt. Laut BILD handelte es sich um einen Freundeskreis.

Bergungsarbeiten nach Hubschrauber-Unglück

Offenbar sollte der in Österreich zugelassene Helikopter vom Typ "Robinson 44" von Worms nach Salzburg überführt werden. "Die Maschine war möglicherweise zur Wartung in Worms", erklärte Andreas Guske vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Sonntag.

Bergung der Hubschrauber-Wrackteile

Bergungsarbeiten am Sonntag

Das Trümmerfeld der Maschine erstreckte sich auf 200 Quadratmeter. Am Sonntag fand die Bergung der Wrackteile statt. Aufgrund des unwegsamen Geländes und der schlechten Witterung gestaltete sich die Bergung für die eingesetzten Kräfte von Feuerwehr, THW und Bergwacht schwierig. Die Wrackteile wurden sichergestellt und dem Bundesamt für Flugunfalluntersuchung zur Verfügung gestellt. Guske erläuterte das Vorgehen der Bergungskräfte: Am Vormittag seien bereits Mitarbeiter der Bergwacht auf die Bäume geklettert, um Wrackteile zu sichern. Danach mussten einige Bäume gefällt werden, um an die restlichen Teile zu gelangen.

Ein Kriseninterventionsteam war ebenfalls vor Ort, um die Augenzeugen zu betreuen, die das Unglück miterlebt haben.

Die Maschine vom Typ Robinson R44, mit österreichischer Zulassung, war gegen 16.10 Uhr von Augsburg gestartet und sollte auf dem Flughafen Salzburg landen. Gegen 17.15 Uhr stürzte der Hubschrauber in einem bewaldeten und hügeligen Gebiet ab. Die Unfallstelle befindet sich nahe der A8 München-Salzburg, bei Wildberg (Gemeindebereich Teisendorf).

Vier Todesopfer bei Hubschrauberabsturz

Tödlicher Hubschrauberabsturz am Teisenberg

Anwohner hörten einen lauten Knall und alarmierten sofort die Rettungskräfte und die Polizei. Da die Maschine jedoch beim Aufprall völlig zerstört wurde, kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der vier Insassen feststellen. Die Wrackteile selber mussten von der Feuerwehr gelöscht werden, weil sie noch in Brand standen. Der Unglücksort wurde von den Einsatzkräften weiträumig gesperrt.

Zur Ermittlung der genauen Unfallursache werden Wetterdaten und der Funkverkehr ausgewertet. Die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Kripo Traunstein ermitteln nun in Zusammenarbeit mit einem Sachverständigen von der Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung. Ein Polizei-Hubschrauber machte von der Absturzstelle Luftbilder.

Die Unfallstelle am Samstag:

ps/rm/cs/mg/Radio Charivari/Bayernwelle/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © ps

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