Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Josef Patz und Thomas Schießl: „Setzen auf heimisches Handwerk“

„Im Camping-Urlaub Freude dran haben“: Zwei Teisendorfer Tüftler starten durch

Josef Patz (links) und Thomas Schießl vor einer der freebus-Kücheneinbauten
+
Josef Patz (links) und Thomas Schießl vor einer der freebus-Kücheneinbauten. Das Bild entstand im September 2020.

Campen, ob auf einem festen Platz oder in der freien Natur, boomt seit Jahren. Die beiden Teisendorfer Josef Patz und Thomas Schießl kennen so manche Camper-Probleme aus eigener Erfahrung. Also tüftelten sie an Lösungen - und gehen jetzt mit mobilen Küchenmodulen für VW-Busse in Serie.

Teisendorf - Sie sind handwerklich geschickt und hatten selbst schon so ihre Schwierigkeiten im Camping-Urlaub - also machten sich Josef Patz (33) und Thomas Schießl (32) an Lösungen. Inzwischen haben die beiden Teisendorfer eine eigene Firma gegründet und einen Heckauszug für VW-Busse entwickelt: passend für eine ganze Camping-Küche, einen Kühlschrank und eine Dusche. „Am Anfang ging alles nur über Mundpropaganda. Und wir haben gemerkt, wenn wir uns mit einem Bus auf einen großen Parkplatz stellten, hatten wir immer gleich eine ganze Traube an Leuten um uns herum“, so Patz im Gespräch mit BGLand24.de.

Patz und Schießl fertigen Campingbus-Küchen

Patz und Schießl bauen Küchenmodule samt Waschbecken, Schubläden, Wassertank oder Kühlbox und verbauen sie ins Heck von VW-T5- und T6-Bussen. Mittels einem Schwerlastauszug kann die Küche dann aus dem Heck herausgezogen werden. „Das ist alltagstauglich und alles ist zusammengeräumt“, so Schießl stolz. Mit etwas Kraft kann man die Küchen der beiden Teisendorfer auch von den Schienen herunterheben und einfach auf der Wiese neben dem Bus kochen. „Das funktioniert in jedem VW-Bus mit einem Schienensystem“, so die beiden.

Mittels einem Schwerlastauszug kann die Küche aus dem Heck herausgezogen werden.

20 Minuten brauchen Josef Patz und Thomas Schießl für den Einbau in einen Bus und die Einweisung des Kunden. Denn die beiden verleihen ihre Küchenmodule auch, inklusive Töpfen, Besteck oder Wäscheleine: „Zum Beispiel für Leute, die sich einen Camping-Ausbau nicht leisten wollen, nur einen geleasten Bus haben oder sich mit dem Küchenmodul nicht den Platz in ihrer Garage oder im Bus verstellen wollen.“ Praktisch für viele Urlauber liegt ihre Werkstatt direkt an der A8, in Neukirchen am Teisenberg. Je nach Ausstattung und Leihdauer verlangen Patz und Schießl dafür 20 Euro am Tag.

„freebus“: Prototyp geht jetzt in Serie

Voriges Jahr haben die beiden Teisendorfer ihre „freeBus GmbH“ gegründet und die Prototypen der Küchenmodule verfeinert. „Die Rückmeldungen waren von Anfang an positiv. Drum haben wir weitergemacht“, erinnert sich Josef Patz. Nun geht man damit in Serie. Zusammengearbeitet wird mit Schreinern und Metallbetrieben aus der Region sowie mit der Lebenshilfe. Patz und Schießl kümmern sich um Planung, Endfertigung und Vertrieb - „und wir wollen, dass unsere Kunden erleben, dass sich Qualität auszahlt. Der Ausbau steckt voller Raffinesse“.

„freebus“-Küchenmodul zum Herausnehmen

Ihre nächsten Ziele: Ein Platz auf der Reise- und Freizeitmesse „free“ in München, komplette Busse vermieten, ein Schauraum in Neukirchen zur Präsentation der verschiedenen Küchenausstattungen und sich deutschlandweit Caravan-Partner suchen. Josef Patz und Thomas Schießl erkennen seit einigen Jahren einen Trend zum Camping: „Man kann einfach Urlaube machen, die man nicht buchen kann; Erlebnisse haben, die man nicht buchen kann. Und wir wollen, dass die Leute an ihrem Camping-Urlaub noch mehr Freude haben.“

xe

Kommentare