Weit über 2000 Stunden im Ehrenamt

Freiwillige Feuerwehr Teisendorf 2020 unermüdlich im Einsatz - Corona-Stillstand zehrt an Nerven

Feuerwehr Teisendorf
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Nach einem Sturm mussten Bäume beseitigt, ein Fahrzeug abgeschleppt und die  Fahrbahn gereinigt werden. Der Fahrer hatte Glück und blieb unverletzt. 

Auch für die Freiwillige Feuerwehr Teisendorf war 2020 ein besonderes Jahr. Der rege Übungsbetrieb, der in normalen Jahren das Feuerwehrleben prägte, war wegen Corona zum Erliegen gekommen.

Teisendorf - Die Aktiven der Feuerwehr mussten aber, wie sonst auch, stets einsatzbereit sein, wenn sie bei Unfällen, Naturkatastrophen oder für technische Hilfestellungen gerufen wurde. 138 mal war das im vergangenen Jahr der Fall, wobei insgesamt 2.454 ehrenamtliche Stunden geleistet wurden. Bei 22 Brandeinsätzen, drei Einsätzen mit ABC-Gefahrenstoffen, 99 technischen Hilfeleistungen und 14 sonstigen Tätigkeiten hat die Teisendorfer Feuerwehr mit den Löschzügen Freidling und Roßdorf die notwendige  Hilfe geleistet.

So musste die Feuerwehr bei mehreren Unfällen auf der Autobahn A8 oder auf umliegenden Straßen Hilfe leisten. Brände in den Ortsgebieten Babing, Mühlfelden oder Oberteisendorf mussten gelöscht werden. Zum Großeinsatz kam es bei den schweren Überschwemmungen im August, wo auch Feuerwehren benachbarter Gemeinden zu Hilfe gerufen wurden. Auch nach schweren Stürmen im Januar und Februar war die Feuerwehr im Einsatz bei der Schadensbeseitigung und dem Freiräumen der Strassen. Diese Informationen sind dem Tätigkeitsbericht des 1. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Teisendorf, Peter Hofhammer zu entnehmen, der zusammen mit dem Jahresbericht des Feuerwehrvereins an die Mitglieder verschickt wird, als Ersatz für die ausgefallene Jahreshauptversammlung. „Es waren nicht die Einsatzlagen, sondern der verordnete Stillstand, der an den Nerven zerrte.“, so Hofhammer im Bericht. Ausbildung und Kameradschaft kamen zum Erliegen“.

Kommandant Petre Hofhammer (2. von links) und Gerätewart Hermann Staller bei der Abholung des neuen MFZ.

Das Thema Corona begleitete die Feuerwehrdienstleistenden auch im Einsatzalltag. Maske tragen und immer auf Abstand machte ihre Arbeit nicht leichter. Eine gesellige Nachbesprechung konnte nicht stattfinden. Trotz der Corona bedingten Einschränkungen konnte Michael Hofhammer den Gruppenführerlehrgang und Maxi Traxl den Drehleitermaschinistenlehrgang erfolgreich absolvieren. Das Abschlussmodul der modularen Truppausbildung konnte von den Kameraden Simon Baderhuber, Peter Enzinger, Sepp Greil, Simon Kalsperger, Andreas Koch, Stefan Lamminger und Tanja Wenzl mit bestandener Prüfung abgeschlossen werden. 

Seit dem 01. April ist Hermann Staller hauptamtlicher Gerätewart für die Feuerwehren des Marktes Teisendorf und damit zuständig für die Funktion und Prüfung sämtlicher Fahrzeuge und Gerätschaften der vier Gemeindefeuerwehren Neukirchen, Oberteisendorf, Teisendorf und Weildorf. Dadurch werden die Ehrenamtlichen deutlich entlastet und die Wartungen, Prüfungen und Dokumentationen finden in dem gefordertem Rahmen statt. Bei der Übernahme der zwei neuen Mittleren Löschfahrzeuge (MLF) für die Löschzüge Rückstetten und Roßdorf sowie des neuen Mehrzweckfahrzeug (MZF) für die Feuerwehr Teisendorf Ende Dezember war Staller mit dabei. Es ist geplant, die neuen Fahrzeuge am Sonntag den 19. September während der Feierlichkeiten zu 50 Jahre Jugendzug der Feuerwehr Teisendorf weihen zu lassen.   

Die Freiwillige Feuerwehr Teisendorf im Einsatz bei einem Unfall auf der Autobahn A8

Mit dem neuen MLF verfügt der Löschzug Roßdorf jetzt über ein gut ausgerüstetes Fahrzeug mit dem schnell und professionell Hilfe bei Brandeinsätzen oder anderen technischen Hilfsleistungen gewährt werden kann. Das MFZ dient vorrangig der Einsatzleitung, kann aber auch zum Transport von Personen und Material genutzt werden. Es ist mit einem Büroarbeitsplatz mit Funkeinrichtung und  umfangreichen Kommunikations- und Dokumentationsmöglichkeiten ausgerüstet. Zur Unterbringung des neuen Fahrzeuges war eine Erweiterung des Feuerwehrhauses in Teisendorf mit einem weiteren Stellplatz notwendig geworden. Der Anbau ist inzwischen fertig und hat geschätzte 365.000 Euro gekostet. 27.000 Euro werden vom Freistaat gefördert. Nun sollen in dem bestehenden Gebäude die sanitären Anlagen saniert, der Unterrichtsraum vergrößert und der Brandschutz ertüchtigt werden. 

Trotz aller Einschränkungen durch die Pandemie, so Hofhammer in seinem Bericht, habe der Erhalt der Einsatzbereitschaft stets obere Priorität gehabt. Hofhammer bedankte sich bei allen Aktiven für die Einhaltung der Regeln und die Disziplin. Sein Dank geht auch an die Gemeinde für die gute Zusammenarbeit und die Bereitstellung von Mitteln für die notwendigen Anschaffungen  bei der Feuerwehr sowie an alle  Arbeitgeber, die ihre Leute für Feuerwehreinsätze freistellen. Mit der Kreisbrandinspektion, dem Roten Kreuz, der Polizei und allen Nachbarwehren habe man immer bestens zusammengearbeitet. Mit dem Wahlspruch der Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ schließt  Hofhammer seinen Tätigkeitsbericht.  

kon

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