Junge Frauen stecken im Schnee fest

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Teisendorf/Neukirchen - In einer dreistündigen Such- und Rettungsaktion musste die Bergwacht am Samstagnachmittag zwei junge Frauen vom Teisenberg zurück ins Tal bringen.

Die Einheimischen waren bei einer Wanderung von Feilenreit zur Schneid zwischen kleinem und großem Kachelstein abseits der Forststraße hüft- bis bauchtief im weichen Nassschnee eingesunken und konnten weder vor noch zurück.

Die jungen Frauen wollten am Vormittag bei frühlingshafter Witterung mit zweistelligen Plusgraden vom Parkplatz Feilenreit bei Neukirchen aus auf den Teisenberg wandern, wobei sie im Aufstieg mit zunehmender Höhe offenbar von den nicht unerheblichen Restschneemengen am Nordhang überrascht wurden. Zwischen kleinem und großem Kachelstein kamen sie dann von der Forststraße ab und blieben rund 150 Meter abseits hüft- bis bauchtief im weichen Nassschnee stecken. Da sie weder vor- noch zurück konnten, setzten sie per Handy bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die daraufhin um 13.38 Uhr die Bergwacht alarmiere.

Mit drei ATV (All-Terrain-Vehicle) und Fußmannschaften begannen die Bergwachten Anger, Bad Reichenhall und Inzell dann das weiträumige Gebiet von Norden und Westen aus abzusuchen, da die in Not Geratenen nur ungenaue Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen konnten: Sie würden Kirchengeläut und Motorgeräusche hören und seien im Schatten –wo genau, wussten sie aber nicht. Rund eineinhalb Stunden später gelang es der Besatzung eines ATV dann, Rufkontakt zu den Frauen herzustellen und sich mit Skiern zu ihnen vorzuarbeiten. Der Einsatz eines Polizeihubschraubers zur Suche aus der Luft war nicht mehr nötig. Die leicht unterkühlten, aber ansonsten unverletzten wurden zurück zur Forststraße gebracht, in Decken eingepackt und mit zwei ATV ins Tal gefahren. Ins Krankenhaus mussten sie nicht. Insgesamt waren 16 Einsatzkräfte etwa drei Stunden lang unterwegs.

ml/BRK BGL

Quelle: BGland24.de

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