Musik, Tänze, Trachten- und Burschenverein

Eröffnung der Doppel-Festtage in Neukirchen

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Neukirchen/Teisendorf: Der Trachtenverein „D’Schwarzenberger“ und Burschenverein feiern gemeinsam langjährige Gründungsfeste. - Auch das 55. Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine schließt sich an

Neukirchner Doppel-Festtage sind eröffnet

Nach dreijähriger Vorbereitungzeit war es soweit. Die Jubiläumswoche anlässlich des 100jährigen Bestehens des Trachtenvereins „D’Schwarzenberger Neukirchen“ und des 120jährigen Gründungsfestes des Burschenvereins Neukirchen wurde mit einem Tag der Betriebe, Vereine und der guten Nachbarschaft eröffnet. 

Bilder: Eröffnung der Doppel-Festtage in Neukirchen

„Gute Nachbarschaft“, ein gutes Miteinander in der Dorfgemeinschaft war die Grundlage für dieses besondere Fest, das zwei Vereine gemeinsam in gutem Einvernehmen auf die Beine gestellt haben. Nimmt man noch das 55. Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine des Chiem- und Rupertigaus dazu, das gleich mitgefeiert wird, so erwartet die Gäste wahrlich eine Festwoche der Superlative.

Ganz bewusst haben beide Vereine an den Anfang der Feiern das gemeinsame Totengedenken mit Kranzniederlegung am Kriegerdenkma l gestellt. Denn die Vereine sehen sich in der Tradition ihrer Vorgänger, die sie bis heute fortsetzen. 

Gemeinsam mit Pfarrer Martin gedachten sie bei der Heldenehrung am Kriegerdenkmal besonders ihrer Gründungsväter und all jener, die in den Vereinen während dieser langen Zeit Verantwortung übernommen haben. „Jeder einzelne hat auf seine Art und Weise dazu beigetragen, dass er so dasteht, wie wir es kennen“, so Vorstand Markus Helminger

Die erfolgreiche Arbeit über ein Jahrhundert und mehr sei nur möglich gewesen, weil man zusammengehalten habe und den Traditionen treu geblieben sei, so Trachtenvereinsvorstand Albrecht Zollhauser. 

Tradition bedeute nicht dumpfer Nationalismus, sondern gerade „ durch das Weitertragen unseres Brauchtums und den Zusammenhalt im Verein kann vermieden werden, dass sich die dunkle Geschichte wie vor gut 75 Jahren wiederholt“. Unter den Klängen der Neukirchner Blasmusik ging es im Festzug zurück ins Festzelt. Dort zapfte Erster Bürgermeister Thomas Gasser, Schirmherr des Burschenvereins, routiniert das erste Fass Festbier an. Zusammen mit dem Zweiten Bürgermeister Norbert Schader, Schirmherr das Trachtenvereins, den Festleitern Kurt Gastager und Ulrich Helminger , den Vorständen Albrecht Zollhauser und Markus Helminger sowie Bräu Christian Wieninger stieß er dann auf ein schönes und harmonisches Fest an, bei dem auch der Wettergott mittut. 

Das Festzelt war bereits am ersten Abend gut gefüllt, denn nicht nur die lokalen Vereine und Betriebe, sondern auch viele Gäste von außerhalb waren gekommen, um einen gemütlichen Abend zu verbringen und sich in Feststimmung versetzen zu lassen. Die Musikkappelle Neukirchen unter der Leitung von Thomas Prechtl erfreute die Gäste mit ihrem schwungvollen Spiel bis spät in den Abend.

Großer Festabend in Neukirchen

Mit einem gemeinsamen Festabend feierten zwei Neukirchner Vereine ihrerunden Geburtstage. Der Burschenverein Neukirchen wurde vor 120 Jahren gegründest der Trachtenverein “D’Schwarzenberger Neukirchen“ vor 100 Jahren. Entsprechend vielfältig war das Programm des großen Festabend im Festzelt, der von den beiden Festleitern Kurt Gastager vom Trachtenverein und Uli Helminger vom Burschenverein eröffnet wurde. 

Die beiden Vorstände Markus Helminger (Burschenverein) und Albrecht Zollhauser (Trachtenverein) erinnerten eingangs kurz an die Gründungsgeschichte ihrer Vereine und an Persönlichkeiten, die sie im Laufe der vielen Jahrzehnte geprägt haben.

Der Erhalt und die Pflege der Tradition, der Zusammenhalt und die Kameradschaft seien beiden Vereinen wichtig. 

Nach einem gelungenen Plattler der Kindergruppe des Neukirchner Trachtenvereins überbrachte Bürgermeister Thomas Gasser, der Schirmherr der Feierlichkeiten der Burschen war, die Glückwünsche der Marktgemeinde Teisendorf. Norbert Schader, zweiter Bürgermeister und Schirmherr des Trachtenvereins, hob das Engagement der Jugend bei der Ausrichtung der Feierlichkeiten besonders hervor. Der Burschenverein Surberg als Patenverein hat zwei Fass Bier als Geburtstagsgeschenk mitgebracht und bedankte sich für die besondere Ehre der Patenschaft. Ein Originelles Jubiläumsgeschenk für beide Vereine hatten sich die Neukirchner Ortsvereine ausgedacht: Die Zusage bei einer gemeinsamen Nachfeier die gesamte Bewirtung zu übernehmen, untermalten sie mit einem Fass Bier und einer lebendigen Sau, die sie in einer geschmückten Holzsteige überreichten. 

Humorvoll durch das Programm führte gekonnt Sepp Furtner aus Riedering. Die Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins überzeugte u.a. mit der Sternpolka und dem Laubentanz. Die Jugendgruppe und die Aktien plattelten gemeinsam und zeitgleich den „Birkenstoana“ und „Birkenstoan Glöckei“. Beim „Schwarzei“ füllte sich die große Bühne rasch – Jund und Junggebliebene – alle machten konnten mitplattl’n. 

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die „Blech-Bredl-Blo s“ und begleiteten auch die Tanzgruppen bei ihren Vorführungen. Zu den Höhepunkten des Abends gehörte der Auftritt er Neukirchner Goaßlschnalzer. Mit bayerischen Volksweisen erfreuten die Adlgasser Sänger die Besucher des Festabends. 

Auch einige Ehrungen für Mitglieder beider Vereine gab es an diesem Abend. Martin Reitschuh, Ehrenvorsitzender des Trachtenvereins erhielt das Goldene Gauehrenabzeichen für 50 Jahre Mitgliedschaft. Die Auszeichnung überreichten Gauvorstand Peter Eicher und Gebietsvertreter Hans Hogger. Beim Burschenverein erhielten drei langjährige Vorstandsmitglieder, Franz Gschwendner, Hans Koch und Christoph Schiel, die silberne Gauehrennadel von Gauleiter Michael Reitmeier. 

Den Schlusspunkt setzten die Aktiven die Neukirchner Trachtenvereins mit einem eigens für das Fest einstudierten Festtanz. Die als Abschluss aus dem Tanz heraus gebildete Rosette rund um das Symbol des Trachtenvereins riss die Zuschauer zu Beifallstürmen hin. Damit ging ein würdiger Festabend in Neukirchen zu Ende.

120 Jahre Burschenverein Neukirchen & amp, 55. Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine des Chiem- und Rupertigaus

Bei herrlichstem Sommerwetter und guter Stimmung feierte der Burschenverein Neukirchen am Sonntag zusammen mit vielen Gästen aus der näheren und weiteren Umgebung sein 120-jähriges Bestehen mit deiner Feldmesse zelebriert von Pfarrer Martin Klein und einem sehenswerten Festzug. Mitgefeiert wurde auch das 55. Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine des Chiem- und Rupertigaus. 

Rund40 Burschen- und Arbeitervereine sowie zehn Dirndlschaften aus dem gesamten Chiem- und Rupertigau nahmen an dem Kirchenzug vom Festzelt durch den Triumphbogen bis zur Feldmesse teil. 

In seiner Predigt ging Pfarrer Martin Klein auf die gesellschaftliche Situation Ende des 19. Jahrhunderts vor allem im ländlichen Raum ein, die letztendlich zur Gründung von Selbsthilfeeinrichtungen, wie es die Burschenvereine waren, geführt hat. Der geringe Verdienst der Knechte und Dirnen, ihre schwache rechtliche Stellung , ungeregelte und lange Dienstzeiten, fehlende Unterstützung im Krankheitsfall und im Alter hätten solche Einrichtungen notwendig gemacht. Den 44 Gründern, die 1899 den Burschenverein in Neukirchen ins Leben gerufen haben und allen, die seine Arbeit in 120 Jahren weitergeführt haben, zollte er Respekt. 

Auch Bürgermeister Thomas Gasser wies in seinem Grußwort auf die Vereinsidee der gegenseitigen Unterstützung und Hilfe hin und bat, diese auch in unserer Zeit weiterzutragen. Erhalt und Förderung von Traditionen, Freundschaft und Kameradschaft sei heute wichtiger denn je, meinte auch Landrat Georg Grabner. Gauvorstand Michael Reithmeier mahnte zur Dankbarkeit für das sorglose Leben, das die heutige Generation bei uns hat und mahnte gleichzeitig, das Vergangene nie zu vergessen und daraus zu lernen. 

Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von der Festmusikkapelle Neukirchen mit der Harmoniemesse von Sepp Thaler und Teilen der Schubertmesse. 

Der anschließende Festzug durch die weiß-blau geschmückten Straßen Neukirchens zurück zum Festzelt wurde von den Vorreiterinnen Barbara und Franziska angeführt. Ihnen folgte im ersten der zehn Züge die Festmusikkapelle Neukirchen, die Gauvorstandschaft und die Gemeinderatsmitglieder, die Ehrenkutsche mit Pfarrer Martin Klein, Landrat Georg Grabner, und den Bürgermeistern Thomas Gasser und Norbert Schader, sowie die Mitglieder und der Festwagen des Jubiläumsverein. Neben den aus dem ganzen Gau angereisten Burschenvereinen und Dirndlschaften, darunter der Patenverein Burschenverein Surberg, gingen auch die Neukirchner Ortsvereine im Zug mit. Sie haben schön gestaltete thematische Festwägen oder Kutschen mitgeführt. Zehn Musikkapellen sorgten für den richtigen Klang. 

Zurück im Festzelt begrüßte Vorstand Markus Helminger die Gäste und bedankte sich beim Patenverein Surberg mit einem schön verzierten Bierkrug für die Übernahme der Patenschaft und wünschte allen noch ein schönes Fest. Dies setzte sich nach dem gemeinsamen Mittagessen mit Höchststimmung fort, zuerst zu den Klängen der Musikkapelle Neukirchen, dann mit der Weißbiermusi, stimmungsvoll bis in die Abendstunden. 

Den Meistpreis sicherte sich der Burschen- und Arbeiterverein Lampolding mit 154 Teilnehmen, gefolgt von den Weibhausen/Wonneberg mit 150 Teilnehmern. Der Weitpreis ging an den Burschenverein Siegertsbrunn, der mehr als 100 Kilometer bis nach Neukirchen fahren musste.

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