"Erlebnispark kommt, das steht fest"

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Der geplante Grundriss: Ein Pfeil in Richtung Berchtesgadener Land. Klicken Sie hier für eine größere Ansicht.
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Teisendorf - Still ist es geworden, um das geplante Großprojekt an der A8 bei Neukirchen, ehemals "Aventura". Der Projektleiter schimpft auf den Freistaat, zeigt sich aber entschlossen!

Es war ein Paukenschlag für die Gemeinde Teisendorf: Im November 2012 wurde bekannt, dass ein Hotel- und Einzelhandelsgroßprojekt namens "Aventura" auf die "grüne Wiese" an der Autobahn bei Neukirchen gebaut werden soll. Der Einzelhandel von Traunstein bis Bad Reichenhall ging auf die Barrikaden und fürchtete Umsatzeinbußen, doch der Teisendorfer Gemeinderat stimmte im Januar vergangenen Jahres zu.

Die ursprünglich geplante Architektur und der Projektname wurden inzwischen geändert. Der Grundriss erhielt eine Pfeilform, wegweisend Richtung Berchtesgadener Land. Und aus dem "Aventura" wurde schlicht ein "Outdoor-Erlebnispark". Das eigentliche Ziel des Projekts blieb aber gleich: ein Hotel und Sportgeschäfte sollen sich zusammenfinden. Doch in den letzten Monaten wurde es still um das Großprojekt.

Herrscht Stillstand bei den Planungen?

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"Ich kratze und bohre, um ein schönes Hotel herzukriegen, dann geht es konkret weiter", so Projektleiter Rolf Seidl auf Nachfrage von BGLand24.de. Wegen den Protestrufen beispielsweise von Traunsteiner Einzelhändlern oder Grünen-Lokalpolitikern macht sich Seidl keine Sorgen. Die Kritiker befürchten vor allem ein Ausbluten des Geschäftslebens in den Innenstädten. Probleme in den Planungen bereitet Seidl eher der Freistaat, genauer gesagt das "Landesentwicklungsprogramm" der Regierung in München.

"Die räumliche Ordnung festlegen und vorhandene Disparitäten im Land abmildern" - so das Ziel des Landesentwicklungsprogramms des Freistaates Bayern in der Eigendarstellung. Projektleiter Seidl ärgert sich: "Einzelne Händler in der Region sollen geschützt werden. Außerdem stehen doch überall an der Autobahn vergleichbare Projekte, zum Beispiel in Grabenstätt oder am Irschenberg. Der Handel bewegt sich schon seit Jahrhunderten entlang der großen Verkehrsrouten - nur in Neukirchen soll das nicht so werden?" Auch Landschaftsschutz-Einwände kann er nicht nachvollziehen: "Es heißt, wir würden die Natur zubauen? Aber was baut man denn an einer Autobahn bitte zu?"

Die Visionen des Projektleiters - und ein Versprechen

Noch ist nichts in Stein gemeißelt, welche Geschäfte in den "Erlebnispark" einziehen sollen, doch der Projektleiter hat eine Vision: "In Verbindung mit einem Hotel ließe sich wunderbar spielerisch etwas aufbauen: Zum Beispiel eine Kletterwand in der Lobby und dazu ein Sportgeschäft." Seidl hat gezielt Sporturlauber im Blick, ob auf der Weiterreise oder mit Zielen in der Umgebung. Für ihn steht auch fest: "Billige Einzelhändler könnte man ja schnell neben die Autobahn hinknallen, aber ich will was Hochwertiges."

Trotz möglicher Hürden und Probleme zeigt sich Rolf Seidl entschlossen: "In den nächsten Jahren wird was stehen in Neukirchen. Das steht fest!"

Quelle: BGland24.de

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