Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Aventura: Ökopartei scheut das „Abenteuer“

+
Hier könnte eine Sport-Erlebnis-Welt entstehen, an der Autobahn A8 bei Neukirchen. Die BGL-Grünen sind dagegen.

Neukirchen - Die Grünen im Berchtesgadener Land würden gern auf das "Abenteuer Aventura" verzichten. Zum Thema gab es jetzt eine Ortsversammlung.

Aventura ist ein Begriff aus dem Spanischen und bedeutet zu deutsch „Abenteuer“. Der Marktgemeinderat Teisendorf hatte vor kurzem die Errichtung einer großen „Erlebniswelt für Sport und Outdoor“ unter dem Projektnamen „Aventura“ diskutiert, überwiegend positiv bewertet und damit angedeutet, sich auf dieses „Abenteuer“ einlassen zu wollen.

Kein großes rotes X

Lesen Sie dazu auch:

Grüne: "Alles nur Luftschlösser"

Aventura: "Neukirchner nicht abgeneigt"

Geht Aventura jetzt nach Neukirchen?

Weniger „abenteuerlustig“ zeigen sich die Mandatare von Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land. Sie argumentierten dagegen. Bei einer Ortsversammlung in Neukirchen erläuterte Marktgemeinderat Edwin Hertlein nun ausführlicher, weshalb seiner Meinung nach der Marktgemeinderat Abstand von diesem Projekt nehmen sollte. Demnach sei das Vorhaben mit einer geplanten Verkaufsfläche von rund 7.000 Quadratmetern „einige Nummern zu groß“ für Neukirchen. Außerdem passe die Architektur mit einem überdimensionalen großen roten X in unmittelbarer Nähe zum Ortskern überhaupt nicht ins Ortsbild.

Neben der optischen Beeinträchtigung hätte das Projekt nach Meinung Hertleins aber auch Auswirkungen auf den gesamten Einzelhandel der Marktgemeinde und weit darüber hinaus. Das bislang von den Projektplanern angedeutete Verkaufssegment lasse vermuten, dass vor allem Einzelhandelsbetriebe mit Sortimenten in den Bereichen Sportartikeln, Bekleidung und Schuhe vom geplanten Projekt betroffen wären. Auch wenn es die Absicht der Projektplaner sei, Kunden von der Autobahn in das Einkaufszentrum zu locken, werde sich kaum vermeiden lassen, dass sich auch Einheimische sich "ins Abenteuer verirrten", so Hertlein.

Potenziale besser nutzen

Auch das geplante gastronomische Angebot sowie das angedachte „Low-Budget-Hotel“ werde Auswirkungen auf bestehende Betriebe haben. Es mache keinen Sinn, die Ortskerne mit großem finanziellen Aufwand aus Steuergeldern zu sanieren und umzugestalten, um den dort ansässigen Betrieben dann mit einem Einzelhandelsgroßprojekt „auf der grünen Wiese“ Konkurrenz zu machen. Statt sich auf solche von Fremdinvestoren angedachte „Leuchtturmprojekte“ zu stürzen, die für Hertlein eher aussähen wie „Luftschlösser“, sollten die vorhandenen Potenziale besser genutzt werden. Ein positives Beispiel in diese Richtung sei die vom gebürtigen Neukirchner Robert Mayr geplante Renovierung des Gasthofes zur Post.

Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen BGL/bit

Kommentare