Deponie verweigerte die Aufnahme

Nach Branddrama bei Teisendorf: Asbesthaltige Überreste seit Monaten nicht entsorgt

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Foto vom Großbrand in der Nacht des 5. August.
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Teisendorf - Mitten in der Nacht brachen die Flammen aus, die Eheleute Elfinger aus Rückstetten konnten sich gerade noch retten. Seit einem halben Jahr wartet die Familie darauf, dass der asbesthaltige Schutt beseitigt wird. 

Am 5. August, gegen Mitternacht, breiteten sich die Flammen aus und griffen blitzschnell um sich - durch die Rufe der Nachbarn konnten Erwin und Gerlinde Elfinger noch gerettet werden. 

Beherzte Nachbarn und vorbeikommende Zeugen bargen die sichtlich geschockten Anwohner aus dem Haus. Das Haus stand in Vollbrand, nur noch ein Schutthaufen blieb übrig. Insgesamt wurde der Schaden auf etwa 500.000 Euro geschätzt. 

Rund 90 Feuerwehrleute und 14 Rotkreuzler waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz, um den Großbrand zu löschen und die Arbeiten abzusichern.

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"Wir hatten am nächsten Morgen nicht einmal mehr eine Zahnbürste", sagt Gerlinde Elfinger gegenüber der pnp.de

Seit einem halben Jahr wartet die Familie mittlerweile darauf, dass die Überreste ihres Hauses weggebracht werden können. Weil die Fassade des Hauses mit asbesthaltigen Eternitplatten verkleidet war, gilt der Schutt als Gefahrenstoff. 

Die Deponie in Schweinfurt, wo das Material in Stollen gelagert werden soll, hatte sich geweigert, den Müll anzunehmen. Nun allerdings hat sich die Deponie vorläufig umentschieden und hat Freigabe erteilt. Die Baustelle stand seit mehreren Monaten still. 

Dachstuhlbrand eines Bauernhauses in Rückstetten 

Quelle: BGland24.de

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