Der neue Gemeinderat ist im Amt

Stellvertretende Bürgermeister Teisendorf gewählt

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Reihe rechts – von hinten nach vorne: Fritz Gasser, Sabrina Stutz, Johann Helminger, Brigitte Leitenbacher, Felix Gasser. Vorne: Bürgermeister Thomas Gasser

Teisendorf - Gestern sind die neu gewählten Gemeinderat zu ihrer konsttituierenden Sitzung zusammengekommen. Die Sitzung war öffentlich. Wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen fand sie im Festsaal Neukirchen statt.

Die Sitzung begann mit der Vereidigung der fünf Gemeinderäte, die erstmals in den Rat gewählt worden waren, der die Wahl der stellvertretenden Bürgermeister folgte . In geheimer Wahl wurde Sabrina Stutz (Freie Wähler) zur zweiten Bürgermeisterin und Georg Quentint (SPD) zum dritten Bürgermeister von Teisendorf gewählt. Es sei eine Sitzung unter besonderen Voraussetzungen, begrüßte Bürgermeister Thomas Gasser die zwanzig Gemeinderäte und mehrere Zuschauer, die in gebührendem Abstand von mindestens 1,5 Metern im Festsaal Platz genommen hatten.


Es sei aber wichtig, dass diese Sitzung zeitnah stattfinde, damit der neue Gemeinderat seine Arbeit in dieser schwierigen Zeit aufnehmen könne. Im Vorfeld der Sitzung hatten die vier im Gemeinderat vertretenen Fraktionen ihre Sprecher benannt. Es sind dies Alois Stadler (CSU), Bernhard Reitschuh (Freie Wähler), Elisabeth Aschauer (Bündnis 90/die grünen) und Georg Quentin (SPD). Zur Vereidigung der fünf neuen Gemeinderäte Felix Gasser (CSU), Fritz Gasser (Freie Wähler), Johann Helminger (CSU), Brigitte Leitenbacher (CSU) und Sabrina Stutz (Freie Wähler) erhoben sich alle Anwesenden von ihren Plätzen. Bürgermeister Thomas Gasser las die Eidesformel, die die fünf neuen Gemeinderäte mit erhobener rechter Hand anschließend gemeinsam nachsprachen. 

Bürgermeister Thomas Gasser (links), 2. Bürgermeisterin Sabrina Stutz und 3. Bürgermeister Georg Quentin in gebührendem Abstand

Mit einem persönlichen Händedruck in gebührendem Abstand trotz Corona endete die feierliche Zeremonie. Alle zwanzig Gemeinderäte konnten ab jetzt bei den folgenden Programmpunkten mit abstimmen. So auch bei der sich anschließenden Wahl der beiden Stellvertreter für den gewählten Bürgermeister Thomas Gasser. Der Gemeinderat hat nach kurzer Diskussion an der bewährten Praxis von zwei Stellvertretern für den ersten Bürgermeister festgehalten. Dies sei notwendig, weil die Vielzahl von Veranstaltungen verteilt über die ganze Marktgemeinde sehr oft die Anwesenheit eines Gemeindevertreters erfordere, so Gasser. 


Die Wahlleitung hatte die Gemeindeangestellte Veronika Gruber übernommen. Unterstützt wurde sie von dem Leiter des Hauptamtes der Gemeinde Andreas Wankner. Bernhard Reitschuh (Freie Wähler) schlug die Gemeinderätin Sabrina Stutz als zweite Bürgermeisterin vor. Eine Gegenkandidatin oder einen Gegenkadidaten gab es nicht. In geheimer Wahl erhielt Sabrina Stutz 18 Ja-Stimmen, drei Stimmen waren ungültig. Damit ist sie als erste Frau in der Geschichte der Marktgemeinde zur zweiten Bürgermeisterin gewählt worden. Die erstmals in den Gemeinderat gewählte 31 Jahre alte Verwaltungsfachwirtin aus Oberteisendorf ist Leiterin des Bauamtes in der Verwaltungsgemeinschaft Waging am See und war bei den Kommunalwahlen auch Bürgermeisterkandidatin der Freien Wähler für die Marktgemeinde. Eine Kampfkandidatur gab es bei der Wahl des dritten Bürgermeisters. Elisabeth Aschauer (Grüne) schlug Gemeinderat Georg Quentin (SPD) für dieses Amt vor, Gemeinderat Alois Stadler (CSU) sprach sich für den bisher amtierenden 3. Bürgermeister Gernot Daxer (CSU) aus und hob vor allem dessen langjährige Erfahrung und gute Vernetzung in der Kommunalpolitik hervor. In der anschließenden geheimen Wahl entfielen elf Stimmen auf

Georg Quentin und zehn Stimmern auf Gernot Daxer. Georg Quentin, 77 Jahre, gelernter Koch und Metzger, Küchenmeister, ist seit 42 Jahren im Gemeinderat. Das Amt des dritten Bürgermeisters hat er schon mal während einer Legislaturperiode bekleidet. Die Vereidigung erfolgte durch den Ersten Bürgermeister, wobei auch bei diesem feierlichen Vorgang auf die notwendige Distanz geachtet wurde. Bürgermeister Gasser bot seiner Stellvertreterin und seinem neuen Stellvertreter eine faire und gute Zusammenarbeit an, bei der die Belange der Gemeinde immer im Vordergrund stehen sollen. Das sicherten die neu Gewählten ihm auch ihrerseits zu. 

Mit dem Erlass einer Geschäftsordnung schaffte der Gemeinderat die rechtlichen Grundlage für seine Tätigkeit in den nächsten sechs Jahren. Die Geschäftsordnung, in Anlehnung an die Regelungen des Bayerischen Städtetages, regelt unter anderem die Zuständigkeiten des Rates, die Rechtsstellung der Gemeinderatsmitglieder aber auch den Umgang mit Dokumenten und elektronischen Medien, die Ausschussarbeit (Bericht folgt), die Aufgaben des Ersten Bürgermeisters und seiner Stellvertreter sowie den Ablauf der Geschäfte und der Sitzungen. Festgehalten wird an dem derzeitigen Sitzungsdatum und der Uhrzeit. Die Gemeinderatsitzungen finden demnach auch weiterhin jeweils am ersten Montag im Monat um 18.30 Uhr statt. Solange die Kontaktbeschränkungen gelten soll wie bei dieser Sitzung vorgegangen werden. Wenn sich die Lage wieder normalisiert, wird der Gemeinderat im Sitzungssaal des Rathauses tagen. 

Monika Konnert

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