"Trübe Brühe": Was tun mit dem Schnaitter Weiher?

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Teisendorf - Früher lernte man dort noch Schwimmen, heute sterben die Fische: Kritiker sehen den Weiher bei Rückstetten als überdüngt und forderten einen "Runden Tisch" - ohne Erfolg.

Ein "Runder Tisch" sollte her! Wie kann der Schnaitter Weiher bei Rückstetten wieder zum "klaren Gewässer" werden, das er einmal war? Doch der Antrag von Edwin Hertlein (Grüne) wurde auf der Marktgemeinderatssitzung in Teisendorf am Montag nicht angenommen. Geeinigt hat man sich schließlich auf einen Kompromiss, mit dem er Leben kann.

"Früher war das ein reines Gewässer. Alte Teisendorfer haben dort noch Schwimmen gelernt. Heute ist der Schnaitter Weiher eine trübe Brühe", so Hertlein. Im Gespräch mit BGLand24.de erzählt er von toten Fischen und überdüngten Wiesen ringsum: "Die Viehbelastung rund um den Weiher ist dreimal zu hoch. Die Wiesen werden von den Landwirten überdüngt", so der Gemeinderat.

Bilaterale Gespräche gegen den "versauten" Weiher

Der Boden sei inzwischen bis zu einem halben Meter verschlammt. So trage der Weiher bei Rückstetten mit zur Verunreinigung des Waginger Sees bei. Was also tun? Hertlein schlägt vor, den Schlamm wieder herauszubaggern und den Düngeeintrag in den Boden zu verringern. Sein Vorstoß mit dem "Runden Tisch" im Marktgemeinderat hatte zwar keinen Erfolg, aber man verständigte sich auf einen Kompromiss.

Die Gemeinde wird nun "bilaterale Gespräche" führen, heißt: Man setzt sich mit dem Weiherbesitzer, den Anrainern und dem Wasserwirtschaftsamt zusammen. Einstimmig stimmte der Rat zumindest dieser Idee zu. Hertlein weiß, dass es nicht von heute auf morgen geht, schließlich sei der Weiher nun über 30 bis 40 Jahre "versaut" worden: "Aber in ein bis zwei Jahren sollten Möglichkeiten gefunden sein, um die Einträge zu verringern."

xe

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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