Zwischen BGL12 und B304

Leichenfund: Identität geklärt, Ursache nicht

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    Bettina Pohl
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Teisendorf - An der B304 wurde am Donnerstag eine Leiche gefunden. Am Freitagnachmittag konnte nun die Identität der Frau geklärt werden. Viele Fragen sind aber noch unbeantwortet:

UPDATE 15.30 Uhr: Identität geklärt

Die Identität der Person, die am Donnerstagnachmittag, 26. März 2015, im Gemeindegebiet von Teisendorf tot aufgefunden wurde, konnte geklärt werden. Es handelt sich um eine 41-jährige Österreicherin, die seit Oktober 2014 vermisst wird. Die Kriminalpolizei Traunstein hat eine Ermittlungsgruppe gegründet.

Die gerichtsmedizinische Untersuchung der sterblichen Überreste der Frau, die gestern im Bereich Teisendorf aufgefunden wurde, brachte nun Gewissheit über deren Identität. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 41-jährige Österreicherin die seit Oktober letzten Jahres abgängig ist.

Hinweise auf die Todesursache ergab die Obduktion nicht. Hier werden weitere, zeitaufwändige Untersuchungen durchgeführt. Wie die Frau genau ums Leben kam, ist demnach noch völlig unklar.

Zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen ergaben sich allerdings keine Hinweise auf das Vorliegen einer Straftat. Zur genauen Klärung der Todesumstände hat die Kripo Traunstein nun eine Ermittlungsgruppe gegründet, die unter der Telefonnummer 0861/9873-0 um Hinweise aus der Bevölkerung bittet.

UPDATE 15.10 Uhr: Polizei-Pressesprecher im Video-Interview

UPDATE 14.05 Uhr: Lag die Leiche über mehrere Monate dort?

Laut Auskunft von Polizeisprecher Frank Konrad vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd, könnte die Leiche sogar über mehrere Monate dort gelegen haben. Genaueres wird in der Obduktion geklärt. Erste Ergebnisse werden noch für den Freitagnachmittag erwartet.

Durch die lange Zeit, in der die Leiche dort unbemerkt lag, können sich jedoch auch Schwierigkeiten bei der Obduktion ergeben, erklärte Konrad.

Die Kripo und die Spurensicherung habe den Fundort jedoch wie einen Tatort behandelt und nach größtmöglichen Standards die Umgebung untersucht. Dies sei jedoch ein normaler Vorgang, wenn eine Leiche mit unklaren Hintergrund gefunden wird.

UPDATE 10.30 Uhr: Kripo auf Spurensuche

Am Freitagmorgen haben die Beamten der Kripo den Fundort der Leiche auf mögliche Spuren untersucht. Gefunden wurde die tote Frau im Straßengraben an der BGL12. Sie lag in den Sträuchern, zwischen leeren Bierflaschen und weggeworfenen Pappbechern.

Die Polizisten haben den Fundort am Freitag vermessen und die Umgebung nach möglichen Hinweisen abgesucht.

Kripo untersucht Fundort der Leiche

Identität der Leiche bislang unklar

Am Donnerstagnachmittag, gegen 15.30 Uhr, erhielt die Polizei die Meldung über einen grausigen Fund zwischen der BGL12 und der B304 bei Teisendorf: Eine weibliche Leiche wurde am Straßenrand in einem Graben entdeckt.

Weitere Informationen folgen im Laufe des Tages

Der Zustand der Frau scheint den Beamten die Identifikation schwer zu machen. Die Leiche soll mehrere Wochen an dem Platz gelegen haben.  

Momentan werden die Fundstücke an und neben der Leiche untersucht, um der Unbekannten eine Identität geben zu können. Die Kripo-Beamten arbeiten zudem an einem Vermisstenabgleich, auch vermisste Personen aus dem näheren Ausland werden unter die Lupe genommen und mit der aufgefundenen Person verglichen. "Bislang haben wir keine Hinweise auf eine Identität", teilte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Eine Obduktion fand bislang noch nicht statt. Die kann dann auch Aufschlüsse über die Todesursache geben. "Es muss geklärt werden, ob es sich um ein Gewaltverbrechen handelt oder eben nicht", so Thalmeier.

Die "Tote von Wimpasing" und der Erstochene neben der Autobahn

Weibliche Leiche bei Wimpasing - Lesen Sie auch:

- Nach Leichenfund: Europaweite Fahndung

- Frau (35) tot in Wald gefunden

- Ausweis lag neben der Leiche

- Polizeimeldung vom Dienstag

- Tatverdächtiger im Visier

Bereits im Juli 2012 wurde eine weibliche Leiche in der Nähe bei Wimpasing (Gemeinde Vachendorf) gefunden - zwei Schüler entdeckten die 35-Jährige in einem Waldstück und alarmierten die Polizei. Die in Österreich wohnhafte Rumänin wurde Opfer einer Gewalttat, ausgeübt durch ihren 47-jährigen Lebensgefährten. Nach dem Mann wurde europaweit gefahndet, schließlich konnte er wenige Tage später in Rom festgenommen werden. Im März 2013 fiel am Schwurgericht Traunstein das Urteil: Zwölf Jahre Haft für den Mann, der aus Eifersucht 17 Mal auf die wehrlose Frau eingestochen hat.

Im Jahr 2005 schockierte ein weiteres Gewaltverbrechen unsere Region: Im August 2005 lag der 32-jährige Peter S. erstochen auf einem Waldweg nahe der A8-Ausfahrt Achenmühle. Entdeckt von einer österreichischen Familie, die nur eine kurze Reisepause einlegen wollte. Der Slowake wurde von hinten erstochen und mit einem Wagenheber erschlagen. Letztendlich führte das Durchsuchen von zehn Tonnen Autobahnmüll zu den zwei Tätern, Landsleuten des Opfers. Die beiden Männer wurden zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt.

Aus dem Archiv: Die "Tote aus Wimpasing"

Polizeieinsatz nach Leichenfund

bp/mw/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: BGland24.de

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