Opfer fragen: Was passierte nachts wirklich?

Teisendorf/Traiskirchen - Im Fall des Teisendorfer Paters (48), der verdächtigt wird mehrere junge Männer missbraucht zu haben, gibt es jetzt neue schockierende Erkenntnisse:

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Missbrauch: Teisendorfer Pater verdächtig

Wie der Münchner Merkur berichtet, wohnte der 22-jährige Hauptgeschädigte mit dem verdächtigen Pater sogar zusammen in einer Wohnung in Wien. In dieser Zeit studierte der junge  Mann Politikwissenschaft und wollte so Mietkosten sparen. Damals bemerkte er, dass er oft Lücken in der Erinnerung von mehrere Stunden hat, die er zusammen mit dem Geistlichen verbrachte. Auch sein Bruder und ein weiterer Freund, die ebenfalls über Blackouts klagten, hatten oft Zeit in der gemeinsamen Wohnung verbracht. Während eines Auslandsaufenthalts wurde der Student von dem Pater begleitet. Abermals klagte er danach über unerklärliche Aussetzer.

„Es ist ganz schlimm für die jungen Männer, nicht zu wissen, was in diesen Nächten passiert ist“, sagte Pater Jeremia, ein führendes Mitglied des Ordens, dem auch der Pater bisher angehörte. Laut Münchner Merkur befürchtet die Staatsanwaltschaft, dass sich zahlreiche Übergriffe ereigneten.

Der Vater des jungen Mannes, ein Arzt, sei von Anfang an misstrauisch gewesen - im Gegensatz zu seiner Frau, die den Pfarrer sehr bewunderte. Um den Familienfrieden nicht zu belasten, habe er sich laut dem Merkur aus der zunehmend enger werdenden Beziehung des Paters zu seinen Söhnen herausgehalten. So habe der Geistliche die Eltern gegeneinander ausspielen können.

Massives Stalking

Diese Freundschaft wurde dem heute 22-Jährigen jedoch zunehmend unangenehm. Aus Angst beendete er den Kontakt zum Geistlichen per Internetchat.

Darauf drehte der mutmaßliche Täter vollkommen durch: Er kontaktierte den Studenten auf aufdringliche Art und Weise mit zahlreichen E-Mails und SMS. Wie der Merkur berichtet gab er sich sogar als EU-Beamter aus, bei dem der junge Mann im Rahmen seines Studiums ein Praktikum absolvieren könne. Der Student wunderte sich nach kurzer Zeit und schaltete die Polizei ein, welche die IP-Adresse bis zu dem Geistlichen zurückverfolgte. Danach gab er widerwillig die fälschlichen E-Mails zu. Der Pater äußerte dabei, laut Medienberichten, erstmalig seine Leidenschaft für den jungen Mann. 

Die Staatsanwaltschaft wartet nun auf den abschließenden Polizeibericht.

K.O.-Tropfen eingesetzt

Wie bereits am Mittwoch berichtet, wird ein aus Teisendorf stammender Pfarrer, der im niederösterreichischen Stift Melk tätig war, verdächtigt, mehrere junge Männer erst mit K.O.-Tropfen betäubt und dann sexuell missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen "gleichgeschlechtlicher Nötigung", beharrlicher Verfolgung und mehrfacher Körperverletzung.

Der Geistliche ist bis auf weiteres beurlaubt,

nh

Quelle: BGland24.de

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