Terminal und kein Ende?

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Wie im Container Terminal Salzburg sollen auch in Teisendorf Frachten auf die Schiene verladen werden.

Teisendorf - Die Teisendorfer Grünen bedauern, dass die Firmen Kloiber und Eurogate das Raumordnungsverfahren für ein Güterterminal in Teisendorf eingeleitet haben. Woran der grüne Marktgemeinderat Edwin Hertlein seine Kritik festmacht:

Wie Marktgemeinderat Edwin Hertlein auf der jüngsten Ortsversammlung der Teisendorfer Grünen ausführte, zeige dieses Vorgehen, dass es sinnvoller gewesen wäre, die Terminalpläne schon im September 2008 „abzuschmettern“. Zu diesem Zeitpunkt habe es nämlich noch gar keinen Investor gegeben. Die damalige mehrheitliche Grundsatzentscheidung des Marktgemeinderates, ein Bauleitverfahren zur Errichtung eines Containerterminals in Aussicht zu stellen, habe dieses heutige Verhalten der potentiellen Investoren erst ermöglicht. Dabei habe es bereits damals Aussagen von Grundstücksbesitzern gegeben, dass zur Errichtung eines Containerterminals ihre Flächen nicht zur Verfügung stünden.

Weiter kritisierte Hertlein, dass es nach wie vor keinen regionale Bedarf für ein Containerterminal in Teisendorf gebe. Mit dem Terminal Salzburg stehe der Region ein leistungsfähiges Containerterminal mit ausreichend großen Reservekapazitäten zur Verfügung. Immerhin habe Firmenchef Kloiber zuletzt selber eingeräumt, dass das von ihm geplante Terminal als Konkurrenz zu Salzburg und München-Riem gedacht sei. Dabei sei von Terminalbefürwortern jahrelang behauptet worden, dass das Terminal in Teisendorf keine Konkurenz zu Salzburg und dieses auch komplett ausgelastet sei.

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Tatsächlich sei das Terminal in Salzburg nur zu 50 Prozent ausgelastet und verfüge über erhebliche Erweiterungskapazitäten. Es stelle sich daher die Frage, ob es sinnvoll sei, mit dem Einsatz von vermutlich rund 20 Millionen Euro Steuergeld eine künstliche Konkurrenz zu den bestehenden Terminals in Salzburg und München zu schaffen und damit die Verlagerung bestehender Containerverkehre von München und Salzburg nach Teisendorf zu fördern.

Ein Terminal in Teisendorf würde zusätzlichen Lkw-Verkehr erzeugen. Mit seinem Eingeständnis, dass auch ein Terminal Teisendorf Lagerflächen für Container brauche, habe Kloiber eine weitere von der Befürworterseite getätigte frühere Aussagen widerlegt. Die Firma Kloiber betreibe in München-Riem auf 5 Hektar Fläche ein Containerdepot und plane in Augsburg ein weiteres Containerdepot mit 4 Hektar Fläche. Ob beim zu vermutenden Flächenbedarf für ein Containerlager am Standort Teisendorf überhaupt noch Platz wäre, um andere Gewerbebetriebe anzusiedeln, sei fraglich.

Ebenfalls kritisch sieht Hertlein die möglichen wirtschaftlichen Impulse, die der Bau eines Containerterminal nach Ansicht der Befürworter angeblich bringen soll. Bislang gebe es in ganz Deutschland kein Beispiel dafür, dass der Bau eines Containerterminals an einem Standort, wo weit und breit keine Firmen angesiedelt wären, die in erheblichem Maße Güter herstellten, die zum Transport mittels Containern geeignet wären, zu Ansiedlung eben solcher Firmen geführt hätte. Bislang seien Containerterminals immer an Standorten errichtet worden, wo es eine große Anzahl von Firmen mit erheblichem Transportpotential bereits gegeben habe. Dass die wirtschaftlichen Potentiale der Errichtung eines Containerterminals auch andernorts im Landkreis eher nicht so hoch eingeschätzt würden, lässt sich nach Meinung Hertleins an der ablehnenden Haltung vieler Nachbargemeinden ablesen. Sowohl in Laufen, wie auch in Saaldorf-Surheim und Piding seien Pläne zur Errichtung eines Containerterminals abgeschmettert worden.

Pressemitteilung Grüne Teisendorf

Quelle: BGland24.de

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