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Ein Dammbruch konnte verhindert werden

Brenzlige Situation in Tittmoning – Viele Feuerwehren bis tief in die Nacht gefordert

Sandsäcke sichern das Großmühltal
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Sandsäcke sichern das Großmühltal

Nachdem die meisten regenbedingten Feuerwehreinsätze am gestrigen Abend abgeschlossen werden konnten, waren die Feuerwehren der Stadt Tittmoning die gesamte Nacht im Einsatz. Ein Bürgertelefon wurde eingerichtet und die Gemeinde hatte Teile der Gemeinde über einen drohenden Dammbruch vorinformiert. Am Dienstag (31. August) waren noch vereinzelte regenbedingten Einsätze zu verzeichnen und eine Hochleistungspumpe des Landkreises kam in der Gemeinde Palling zum Einsatz.

Landkreis Traunstein - In Wiesmühl bei Törring trat der Kugelthaler Bach aus dem Bachbett und überschwemmte in diesem Bereich die Staatsstraße 2105 sowie einige Anwesen. „Die Straße wurde kurzzeitig komplett gesperrt, da ein Durchfahren auf Grund des Wasserstandes und der Verschmutzung nicht mehr möglich war“, berichtet Törrings Kommandant Wolfgang Eder. In einem Kraftakt versuchten die Helfer der Feuerwehren die betroffenen Gebäude zu schützen und auch ein Bagger wurde eingesetzt, der einen Graben zur Entwässerung gezogen hatte.

Im Tittmoninger Feuerwehrhaus liefen die organisatorischen Fäden zusammen, dort wurden auch zentral Sandsäcke für die gesamte Gemeinde gefüllt. Zudem wurde dort eine Einsatzleitung eingerichtet, die die Arbeiten koordinierte. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde habe man dort auch ein Bürgertelefon eingerichtet und über die gesamte Nacht mit Aktiven der Feuerwehren Kirchheim und Tittmoning betrieben. Die betroffenen Bereiche wurden mittels Schreiben der Gemeinde vorinformiert, dieses wurde durch die Polizei und Feuerwehrkräfte vor Ort verteilt. Das Feuerwehrhaus war zudem Anlaufstelle für Lagebesprechungen, die zusammen mit Vertretern der Kreisbrandinspektion und der Gemeinde mehrfach abgehalten wurden.

In Großmühltal drohte ein Damm an einem Kraftwerk zu brechen. Dies hätte zur Folge gehabt, dass bebautes Gebiet von den Wassermassen bedroht gewesen wäre. Mittels Sandsäcke wurde der bestehende Damm verstärkt. Das angrenzende Elektrizitätswerk wurde ebenfalls mit Sandsäcken gesichert, um es vor eindringendem Wasser zu schützen. Eine Dammwache der Feuerwehr Kay war die gesamte Nacht über im Einsatz. Darüber hinaus wurde der Bereich großflächig ausgeleuchtet, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Tittmonings 2. Kommandant Thomas Günthner spricht von zwei größeren Einsatzabschnitten, die gebildet wurden. „Nachdem die Einsätze im Bereich Wiesmühl nach und nach weniger wurden, konzentrierten wir uns auf den Bereich Großmühltal sowie den Stillbach bei Kirchheim“. Dort war eine gesamte Wohnsiedlung von den Wassermassen gefährdet. „Mit dem nachlassenden Regen ist aber auch in diesem Bereich Entspannung eingetreten“, so heißt es seitens der Feuerwehr.

In den Abendstunden des gestrigen Montags ist die Götzinger Ache bei Fridolfing über die Ufer getreten. Mitgerissene Baumstämme sorgten für Verklausungen an Brücken bei Kelchham und Strohhof. Dabei kam auch ein Bagger zum Einsatz, um die Hindernisse zu entfernen. Ausuferungen blieben ohne größere Schäden, so heißt es seitens der Feuerwehr. Rund 40 Aktive der Feuerwehren Fridolfing und Pietling waren bis in die Abendstunden mit den Einsatzmaßnahmen beschäftigt.

Am gestrigen Abend wurde die Feuerwehr Schleching zu einer Fahrbahnüberflutung im Bereich Raiten alarmiert. Die Bundesstraße B 305 stand dort rund 40 Zentimeter unter Wasser. Die Feuerwehr Pittenhart rückte aus, um einen umgestürzten Baum nahe der Ortschaft Taxenberg zu beseitigen. In Grassau ist in Reifing Wasser in ein Gebäude eingedrungen. Hierzu rückte die Feuerwehr Grassau aus. Die Feuerwehr Surberg musste indes zu einem Einsatz „Insekten – Personen in Gefahr“ in Surtal ausrücken.

Am heutigen Montagmorgen wurde erneut die Feuerwehr Obing alarmiert. In der Ilzhamer Straße war in ein Gebäude Wasser eingedrungen, dass die Einsatzkräfte mit Wassersaugern und Pumpen entfernten. Die Feuerwehr Hochberg musste zu einem Wohnhaus in die Daxerau ausrücken, auch dort stand auf dem Alarmfax „Wasser im Keller“, was den Einsatz der Feuerwehr erforderlich machte.

Eine Hochleistungspumpe des Landkreises kam zwischen Palling und Taching zum Einsatz. Oberflächenwasser hatte die Baustelle des neuen Kreisaltenheims überflutet. Als Ursache konnte ein großer See in einer Wiese zwischen Palling und Taching im Einsatz. Nachdem die Feuerwehr Palling bereits seit den gestrigen Abendstunden die Baustelle ausgepumpt hatte, entschieden sich die Verantwortlichen den See mittels Pumpe abzusenken und das weitere Nachlaufen des Wassers zu unterbinden. Bis in die späten Nachmittagsstunden waren dort die Feuerwehren Palling, Hart und Kirchanschöring und eine Hochleistungspumpe im Einsatz.

hob - Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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