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Kurioses Abstimmungsverhalten in Reihen der Ökoliste

Debatte in Tittmoning: Neues Gewerbegebiet oder Hochwasserschutz - was hat Vorrang?

Gewerbegebiet Mayerhofen Stadtrat Tittmoning
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Bereits im vorigen Jahr kaufte die Stadt Tittmoning die Flächen bei Mayerhofen, woraufhin der Stadtrat mehrheitlich entschied, Gewerbe dort anzusiedeln. Westlich davon soll von der Mühlbachstraße die Erschließung erfolgen.

Das neue Gewerbegebiet in Mayerhofen bei Tittmoning sollte den nächsten Schritt machen, dann brach im Stadtrat wieder die Diskussion um Versiegelung und Hochwasserschutz auf - nicht ohne Folgen.

Tittmoning - Bei der Erweiterung des Gewerbegebiets in Mayerhofen tritt der Stadtrat in Tittmoning auf die Bremse. Eigentlich hätte am Donnerstag (2. Juni) auch die Flächenumwidmung für eine Zufahrtsstraße genehmigt werden sollen, aber schließlich wurde dem Hochwasserschutz doch Vorrang gegeben. Barbara Forster (Ökologische Bürgerliste) erinnerte als erste daran, dass das Gebiet in den Stillbach entwässert - einer jener neuralgischen Punkte bei Starkregen. Durch zusätzliche Flächenversiegelung könnte sich die Situation weiter verschärfen.

Diskussion um Gewerbegebiet Mayerhofen in Tittmoning

Wir sollten das Projekt in Mayerhofen solange zurückstellen, bis unser Hochwasserschutzkonzept vorliegt“, schlug Forster vor. Bürgermeister Andreas Bratzdrum (CSU) lenkte schließlich ein. „Der Gewerbegrund soll erst veräußert werden, wenn das Konzept vorliegt und negative Auswirkungen auf die Unterliegen am Stillbach und in Kirchheim ausgeschlossen werden können“, so der Bürgermeister. Dem stimmte der Stadtrat zu. Nur aus der Ökolisten-Fraktion kamen vier Gegenstimmen - und damit auch von Barbara Forster, die praktisch gegen ihren eigenen Vorschlag votierte. „Ich war schon immer gegen das Gewerbegebiet“, begründete sie gegenüber chiemgau24.de nach der Sitzung ihr Abstimmungsverhalten.

Schon vor der Sitzung beschäftigte sich der Stadtrat mit dem großen Hochwasserschutzkonzept - jedoch nichtöffentlich, wie Hans Glück (Ökoliste) durchblicken ließ. Ein Vertreter des Ingenieurbüros „Aquasoli“ kam dazu wohl ins Gremium. „Wir haben jetzt eine Stunde nichtöffentlich diskutiert, damit Kirchheim nicht wieder absäuft, und wollen dann wieder drei Hektar versiegeln“, bemerkte Glück kritisch. Auch für Maria Kellner (FW) war das „nicht stimmig“. Auch auf ihr Drängen hin änderte Bratzdrum schließlich den Beschluss, erst das Hochwasserkonzept abzuwarten.

Schon zu Jahresbeginn kündigte Bürgermeister Bratzdrum „Sofortmaßnahmen“ an, um den Hochwasserschutz rund um Tittmoning zu verstärken. Unter anderem stand die Stauanlage beim Kraftwerk Großmühltal im Fokus. Die umfassendsten Maßnahmen - vor allem für den Stillbach und Kirchheim - sollen schließlich im erwähnten Hochwasserschutzkonzept zusammengefasst und umgesetzt werden. Das federführende Ingenieurbüro „Aquasoli“ schätzt, dass es „einige Jahre“ brauchen wird, bis das Konzept vorliegt. Vor allem vorigen August wurde es rund um Tittmoning brenzlig mit den Wassermassen.

xe