"Einnahmesituation ganz wesentlich verschlechtert"

Wofür in Tittmoning 2017 noch Geld übrig bleibt

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Tittmoning - Die Steuereinnahmen gehen zurück, gleichzeitig muss mehr an den Landkreis abgegeben werden: Für welche Investitionen die Stadt im kommenden Jahr trotzdem Millionen in die Hand nimmt:

Der finanzielle Spielraum in Tittmoning wird enger, die Einnahmesituation habe sich "ganz wesentlich verschlechtert", so Bürgermeister Konrad Schupfner in seiner Haushaltsrede am Dienstag. Die Gründe:

- Während 2015 noch 6,45 Millionen Euro an Gewerbesteuern in die Stadtkasse gespült wurde, rechnet man in 2016 und 2017 nur noch mit jeweils 3,5 Millionen Euro.

- Dementsprechend fielen auch die Gesamtsteuereinnahmen von zehn Millionen Euro im Jahr 2015 auf etwa 7,1 Millionen Euro für 2017.

- "Zu der schwierigen Haushaltslage trägt die Kreisumlage verschärfend bei", so Schupfner. Durch die guten Steuereinnahmen im Jahr 2015 erwartet die Stadt eine "Rekordumlage" von vier Millionen Euro, die an den Landkreis abgeführt werden muss.

Trotzdem keine neuen Kredite nötig

Für 2017 plant die Stadt mit einem Gesamthaushalt von rund 17,5 Millionen Euro - gut zwei Millionen weniger als noch 2016. Dieser Abwärtstrend wird nach den Berechnungen von Kämmerer Matthias Pangerl in den nächsten Jahren anhalten und bis 2020 gut 14,2 Millionen Euro erreicht haben. 

"Bei dieser Finanzlage war es notwendig, die Investitionen zu beschränken. Dies ist uns erfreulicherweise gelungen. Wir kommen trotz der geringeren Einnahmen ohne Kreditaufnahme aus", so Bürgermeister Konrad Schupfner zufrieden.

Hier investiert Tittmoning 2017

- Wegen ihres schlechten Zustandes werden in die Bahnüberführung in Esbach 700.000 Euro gesteckt.

- Die Einrichtung der dritten Kindergartengruppe im "Haus des Gastes" sowie die notwendigen Brandschutz- und Unterhaltsmaßnahmen sind mit insgesamt 520.000 Euro berücksichtigt.

- Für die Anfinanzierung des Astener Feuerwehrhauses sind 500.000 Euro vorgesehen. Der Rest folgt 2018.

- Die Weiterführung des Breitbandausbaus kostet 465.000 Euro.

- Für die Dorfgestaltung in Asten werden bis zu 400.000 Euro bereitgehalten.

- Für Erschließungsmaßnahmen werden 2017 rund 240.000 Euro fällig.

- Erst kürzlich wurde bekannt, dass das Schindeldach der Friedhofskapelle undicht ist: Auch dafür sind 150.000 Euro vorgesehen.

- 100.000 Euro sind für Investitionen in die Burg vorgesehen, die Schwerpunkte wurden noch nicht festgelegt.

- Ebenfalls 100.000 Euro hat die Stadt für Grunderwerb vorgesehen.

- Öko-Ausgleichsflächen, die angelegt werden müssen, kosten die Stadt etwa 70.000 Euro.

- Pflasterarbeiten bei den Gastgärten werden 40.000 Euro kosten. 

- In Hoch- und Tiefbau investiert die Stadt insgesamt gut drei Millionen Euro.

Der Stadtrat verabschiedete den Haushaltsplan einstimmig.

xe

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