Pressemitteilung SPD Tittmoning

Dirk Reichenau soll fürs Bürgermeisteramt kandidieren

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Der Ortsvereinsvorsitzende und Dritte Bürgermeister, Dirk Reichenau, wird sich um den Bürgermeisterposten bewerben.

Tittmoning - Das jüngste Treffen des SPD-Ortsvereins Tittmoning im Café im Alten Bäckerhaus stand im Zeichen der bevorstehenden Kommunalwahl 2020.

Die Versamm­lung diskutierte äußerst angeregt Leitlinien einer am Gemeinwohl orientierten Kommu­nalpolitik, für welche die SPD sich stark machen will, und plante die nächsten Schritte bis zur Wahl am 15. März. Der Orts­­ver­einsvorsitzende und Dritte Bürgermeister, Dirk Reichenau, wird sich dann um den Bürgermeisterposten bewerben. Seine offizielle Aufstellung mit Präsentation der SPD-Leitlinien für Tittmoning soll am 15. November erfolgen. Bis dahin möchte man mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Gespräch suchen und deutliche inhaltliche Akzente setzen.

Zu Beginn trug Gerda Poschmann-Reichenau die Ergebnisse des Schul­wegspa­zier­gangs vom Nachmittag vor. Der Vorsitzende hatte eingangs die Verbes­serungen aufge­zählt, die es auf An­trag der SPD in den vergangenen Jahren in Tittmo­ning für Fußgänger be­reits gegeben ha­be, von den Wartehäuschen an den Bushalte­stellen sowie der Querungshilfe vor den Märkten in der Laufener Straße über die Befesti­gung des Schulwegs entlang des Sportplatzes und der Fuß­­weg­­markie­rung an der Einmündung der Traunsteiner Straße bis zu den schraffierten und damit vom Ver­kehr freige­haltenen Flächen am Gelben Haus zur leichteren Überquerung dort. Als Ergebnis der nach-mitäglichen Aktion bleibe aber festzuhalten, dass es nach wie vor viel zu tun gebe, um die Si­tu­ation der schwächs­ten Teilnehmer im Straßenverkehr zu verbessern und die Lärm- und Abgasbelastung zu verringern. Als Hauptprobleme habe man die Situation vor dem Burghau­sener Tor am Ger­ber­berg und insgesamt die Route der B20 mitten durch die Stadt ausge­macht, doch gemein­sam mit den teilnehmenden Eltern auch viele kleine Verbes­se­rungs­vor­schläge gefunden. Er werde alle Erkenntnisse aus dieser Aktion gerne in die Arbeit des Stadtrats einbringen.

Leitlinien zur Kommunalpolitik diskutiert 

Den Schwerpunkt des Abends stellte die inhaltliche Debatte um ein Positionspapier zur Kom­munalwahl dar, das die Vorstandsmitglieder Christian Kutschka, Susanne Thomas, Florian Buchwald, Alexander Spirkl und Gerda Poschmann-Reichenau unter Beteiligung der Stadt­räte Reichenau und Wittmann auf Grund­lage des letzten Wahlprogramms erarbeitet hatte. Die sozialdemokratischen Stand­punkte zu insgesamt vierzehn Themenfeldern von Wohnen bis Schu­le und Bildung, von Kultur bis Land­wirtschaft und von Arbeit und Wirtschaft bis Natur und Umwelt wurden im Detail disku­tiert. Vor allem aber ging es darum, ob man fordern solle, das kommunale Handeln künftig an den Prinzipien der Gemeinwohl­öko­­no­mie auszurichten. Der Vorsitzende sprach sich für diesen Denkansatz als program­ma­tische Basis aus, der das Wohl von Mensch und Um­welt und nicht mehr Profitmaximierung oder Wachs­tum um jeden Preis zum obersten Ziel des Wirtschaftens erklärt. Die ethischen Werte, die hieraus für das politische Handeln abzu­lei­ten seien - "nachhaltig, solidarisch, gerecht, sozial und demo­kra­tisch" - gehörten zum Kern sozialdemokratischer Politik und seien "hoch not­wen­dig in einer Welt, wo viel zu viele nur ihre eigenen Interessen vertreten." Aber schon die Bayerische Ver­fas­sung legt das Ziel des Wirtschaftens fest: "Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Ge­mein­wohl". Ihm liege daran, so Reiche­nau, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen bei einem Paradigmenwechsel weg von Kon­kurrenzdenken, Egoismus, Wachstum als Selbst­zweck und einer nur materiellen Definition von Wohlstand. Deshalb werde er sich für mehr Bürger­be­teiligung und einen neuen Agenda-Prozess einsetzen, der endlich in ein Leitbild für die Stadt­gemeinde Tittmoning münden solle. "Es geht darum, Menschen zu finden - auch in den anderen Fraktionen -, die längerfristig de­ken." Die Versammlung beschloss, im Vorfeld der Kommunalwahl eine*n Vertreter*in der Gemeinwohlökonomie Südostbayern zum öffent­li­chen Gespräch einzuladen. Die Leitlinien will man weiter mit allen Kandidierenden der Liste diskutieren und wo nötig modifizieren, um sie im November dann gemeinsam zu beschließen.

Homepage, Kreisverband, Haushalt, Sportheim und Klimastreik 

Im weiteren Verlauf der Sitzung stellte Vorstandsmitglied Christian Kutschka die neue Home­page der Tittmoninger SPD vor. Unter spd-tittmoning.de seien nun immer aktuell nicht nur, von Mitgliedern des Ortsvereins eingegeben, die wichtigsten Themen und Termine aus der Stadtg­emeinde zu finden, sondern auch laufend aktualisierte überregionale Nachrichten aus der Landespartei. Reichenau dankte Kutschka für seine Arbeit bei der Umgestaltung der Ho­me­page. Außerdem berichtete Reichenau, der auch Kreisrat ist, von der Arbeit des SPD-Kreisverbands. Auf der Kreistagsliste der SPD werde Tittmoning voraussichtlich wieder mit drei Kandidat*innen vertreten sein, neben ihm mit Susanne Thomas und Josef Wittmann. Nach einer Diskussion über SPD-Vorschläge für den städtischen Haushalt 2020 fragte unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes Alexan­der Spirkl nach dem Baufortschritt beim neu­en Sportheim. Er habe den Eindruck, "da geht nichts mehr voran." Man vereinbarte, offiziell beim TSV um eine Baubegehung anzusuchen. Außerdem beschloss der Ortsverein, am 27. Sep­tember mit Fahrrad und Bahn gemeinsam zur Abschlusskundgebung der Klima-Ak­­ti­ons­woche nach Salzburg fahren. Abfahrt ist um 14.30 Uhr am Stadtplatz (Storchenbrun­nen).

Pressemitteilung SPD Tittmoning

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