Tittmoninger SPD nominiert Bürgermeisterkandidaten

Dirk Reichenau: "Nachhaltig, gerecht und sozial muss es sein"

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Am 15. März 2020 wird in Tittmoning ein neuer Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Konrad Schupfner kandidiert nicht mehr. Für die SPD wird Dirk Reichenau antreten. 

Tittmoning - Nun ist er offiziell nominiert: Dirk Reichenau will für die SPD Bürgermeister werden. Er umriss kurz das Programm und positionierte sich auch im Richtungsstreit seiner Partei.

Bei den Bürgermeisterwahlen 2020 wird Dirk Reichenau wieder für die Tittmoninger SPD antreten. Am Donnerstagabend wurde er in der "Koch- und Backmeisterei" offiziell nominiert. Reichenau erhielt alle 16 Stimmen der anwesenden Parteimitglieder. Der 57-Jährige kandidierte auch schon bei den Wahlen 2008 und 2014 um das Amt. Offiziell gibt es nun drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl: Andreas Bratzdrum für die CSU, Barbara Danninger für die Freien Wähler und Reichenau.


Reichenaus Programm für Tittmoning

"Entscheidungen müssen daran gemessen werden, ob sie nachhaltig, gerecht und sozial sind", so Reichenaus Kredo. Es brauche weitrechende Visionen und Grundwerte für die Politik, damit die Welt lebenswert und bewohnbar bleibt - "in Tittmoning und wo anders". Dirk Reichenau ist 3. Bürgermeister und arbeitet bei der Stadtverwaltung in Laufen in den Bereichen Umwelt, Wasserwerk und Archiv. Engagiert ist der zweifache Vater unter anderem bei der AWO, im Landschaftspflegeverband und in der Gewerkschaft.

Einige Eckpunkte von Reichenaus SPD-Programm: Bezahlbarer Wohnraum am alten Brückner-Gelände, eine kommunale Wohnbaugesellschaft, Durchgangsverkehr raus aus der Altstadt, die Burg als Kulturzentrum, weiterer Ausbau der Ganztagsschulen, ein Mehrgenerationenhaus, die Verpachtung von kommunalen Landwirtschaftsflächen soll am Gemeinwohl orientiert sein und die Stadt solle selbst in Leerstände oder ein neues Hotel investieren


Überhaupt dürfe die bisherige Rolle der SPD in Tittmoning nicht unterschätzt werden, so Reichenau. Tempo 30 am Stadtplatz und in Törring seien ihr Verdienst, auch die Umwidmung der Straßen hin zur Ortsumfahrung. Bei den Feuerwehren habe man für das Boot und den Mannschaftswagen für Kirchheim gesorgt. Und mit dem Parkplatzgutachten habe die SPD den Grundstein gelegt, dass künftig weniger auf dem Stadtplatz geparkt werden soll. Außerdem verriet Reichenau: "Der Bauhof wird ein neues Grundstück bekommen." 

Neue SPD-Spitze: "Jetzt sind wir wieder eine linke Partei"

Und wie geht's in Dirk Reichenaus Augen der Bundes-SPD? Die Große Koalition sei beschwerlich, "wir haben jede Menge gute Politik durchgesetzt, aber bei Wahlen dankt es einem keiner". Das liege auch daran, weil die SPD-Führung zuletzt "nicht allzu sozialdemokratisch aufgetreten sei". Und jetzt, mit den neuen Parteichefs Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken? "Jetzt sind wir wieder eine linke Partei und können auch über Vermögenssteuern oder öffentliche Investitionen sprechen", so Reichenau zufrieden. 

Übrigens: Die Stadtratsliste der Tittmoninger SPD ist noch nicht aufgestellt. Am 3. Januar 2020 sollen die 20 Kandidaten präsentiert werden. 

xe

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