Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Tittmoning

18 Fragen an Andreas Bratzdrum (CSU)

Will in Tittmoning Bürgermeister werden: Andreas Bratzdrum (CSU).
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Will in Tittmoning Bürgermeister werden: Andreas Bratzdrum (CSU).

Tittmoning - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Tittmoning wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Andreas Bratzdrum (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Andreas Bratzdrum


2. Partei

Liste 1: CSU

3. Alter

56 Jahre

4. Wohnort

Tittmoning (seit 1968)

5. Geburtsort

Bad Königshofen

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

2 erwachsene Kinder

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

  • Stadtrat seit 2008 
  • 2. Bürgermeister seit 2014 
  • 1996 bis 2014 Mitglied des Kreistages Traunstein

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

  • Alois Glück, Landtagspräsident a. D. 
  • Georg Grabner, Landrat des Landkreises Berchtesgadener Land 
  • Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Tittmoning ist einzigartig und mit Asten, Kay, Kirchheim und Törring sehr vielfältig. Hier bin ich aufgewachsen, hier bin ich verwurzelt, hier kennt man mich. Tittmoning ist die älteste und die kleinste Stadt im Landkreis Traunstein und für mich auch die schönste Stadt. Meine Heimatgemeinde liegt mir sehr am Herzen!

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Wir müssen im neuen Jahrzehnt in Tittmoning kräftig anschieben. Mit neuen Ideen, aber auch mit meiner langjährigen kommunalpolitischen und beruflichen Erfahrung sowohl in der Stadt aber auch auf Kreisebene, will ich die Herausforderungen und anstehenden Aufgaben kompetent und entschlossen angehen. Dazu will ich meine Verbindungen und Kontakte zu staatlichen Behörden und zu überörtlichen Mandatsträgern für Tittmoning nutzen.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit erreicht, was verpasst? Was wollen Sie besser machen?

In den vergangenen Jahrzehnten wurde in Tittmoning und in den einzelnen Ortsteilen viel bewegt. In Zukunft will ich entschlossen in unsere Infrastruktur investieren und unsere Stadt mit vollem Einsatz wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig voranbringen.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Die größte Herausforderung ist, unsere Stadtgemeinde mit allen Ortsteilen auch in Zukunft gleichmäßig weiterzuentwickeln. Im Stadtkern ist die Bebauung des ehemaligen Brücknergeländes eine große Herausforderung, die Sachverstand erfordert. Auf dem Areal vor der Altstadt haben wir die große Chance, ein Wohngebiet mit bezahlbarem Wohnraum für junge Familien, Singles und Senioren zu schaffen. Ich setze mich persönlich dafür ein, dass wir hier ein qualitativ hochwertiges Wohnquartier schaffen, das energetisch und im Hinblick auf Barrierefreiheit neue Maßstäbe setzt.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  1. Wir brauchen in Tittmoning eine starke Wirtschaft und müssen unseren örtlichen Betrieben Entwicklungschancen bieten, damit Arbeitsplätze und Wohlstand erhalten bleiben. Flächensparendes Bauen und die Produktivität sind wichtige Kriterien bei der Bauleitplanung. 
  2. Ich setze auf konkrete Klimaschutzmaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis (Wärmekataster, Energieagentur, Fördermittelberatung) und auf die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im Rahmen eines Nahverkehrsplans und will eine Anbindung der Bahnhöfe in Wiesmühl und Ostermiething an die Altstadt. 
  3. Mir liegen unsere Vereine sehr am Herzen. Sie halten unsere Stadtgemeinde lebendig. In den Vereinen werden ehrenamtlich viele Leistungen erbracht, die auch für den sozialen Zusammenhalt ganz wichtig sind. Ich will künftig vor allem auch die Jugend- und die Seniorenarbeit in den Vereinen noch stärker fördern.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Wir werden in Tittmoning (Punkt 13) und in Kay neue Baugebiete schaffen, um den aktuellen Wohnungsbedarf, vor allem auch für unsere einheimische Bevölkerung, abdecken zu können.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Klimaschutz ist vor allem in der konkreten Umsetzung ein wichtiges Thema auf kommunaler Ebene. Gerade im Bereich der Energieeinsparung, der Energieeffizienz und der Nutzung Erneuerbarer Energien sind wir vor Ort (auch in der kommunalen Bauleitplanung) gefordert, unsere lokalen und regionalen Potenziale zu nutzen. Mir geht es dabei um Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund sehe ich das Geothermieprojekt in Tengling, das derzeit ohne Wärmenutzungskonzept geplant ist, sehr kritisch. Unser größtes Potenzial bei den Erneuerbaren Energien sehe ich vor allem in der Wasserkraft.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Artenschutz und Biodiversität sind absolut wichtig, um unseren Lebens- und Naturraum zu schützen. Unseren Bauern allerdings, wie beim Volksbegehren „Rettet die Bienen“ systematisch geschehen, die alleinige Verantwortung zuzuschieben und die Landwirtschaft einseitig durch überzogene Regulierungen und Verbote - wie in der neuen Düngeverordnung - in die Pflicht zu nehmen, schadet unseren Bauern, unserer Gesellschaft und unserer Kulturlandschaft, auf die wir so stolz sind. Aus diesem Grund verstehe ich die Proteste. Für mich sind unsere Landwirte Partner der Kommunen und aller Bürgerinnen und Bürger. Ich will durch entsprechende lokale Maßnahmen dazu beitragen, dass unsere Landwirte wieder die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

„Bei der Ihrer Entscheidung, wer Ihr nächster Bürgermeister sein soll, bitte ich Sie, genau abzuwägen! Ich bringe neue Ideen und meine langjährigen Erfahrungen in der Kommunalpolitik, im Beruf und im Ehrenamt mit. Ich will Tittmoning mit allen Ortsteilen kompetent und mit vollem Einsatz voranbringen und gestalten – gemeinsam mit dem neuen Stadtrat und mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Ich will, dass wir uns als wirtschaftlich starke, soziale und ökologisch nachhaltige Stadtgemeinde positiv weiterentwickeln – auch im Interesse unserer nachfolgenden Generationen. Deshalb bitte ich um Ihre Stimme und um Ihr Vertrauen!“

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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